『MUT - Der Deutschland Talk mit Tijen Onaran』のカバーアート

MUT - Der Deutschland Talk mit Tijen Onaran

MUT - Der Deutschland Talk mit Tijen Onaran

著者: Tijen Onaran
無料で聴く

概要

Deutschland braucht Veränderung, darüber sind wir uns alle einig. Doch wie diese Veränderung aussehen soll, darauf hat die Politik derzeit keine Antwort. In diesem Video-Podcast von Tijen Onaran gemeinsam mit Focus online diskutieren wir pragmatische Lösungen für die Zukunft von Deutschland. Kein Blick zurück, keine Ego-Polit-Show: MUT- Der Deutschland Talk mit Tijen Onaran ist ein Format, das Mut machen soll – und Lust auf, das, was kommt. In zehn Folgen denken Tijen und ihre Gäste Deutschland weiter – auf Augenhöhe, konfrontativ, aber immer konstruktiv.Tijen Onaran 政治・政府 政治学
エピソード
  • Wer macht unseren Strom so teuer, Philipp Schröder?
    2026/01/13

    Im MUT-Talk mit Tijen Onaran wird es grundlegend: Energieunternehmer und Ex-Tesla-Deutschland-Chef Philipp Schröder spricht über hohe Strompreise, politische Fehlanreize – und die Frage, warum günstige Energie in Deutschland trotzdem teuer bleibt.

    Sein Befund ist eindeutig: „Strom könnte fast kostenlos sein.“ Dass er es nicht ist, sei kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis eines dysfunktionalen Systems.

    Deutschland leidet unter europaweit höchsten Stromkosten. Für Schröder ist das die Folge politischer Entscheidungen und mächtiger Strukturen. Der Gründer von 1Komma5° spricht von einer „unheiligen Allianz“ zwischen Politik und großen Netzbetreibern. Die eigentliche „Gelddruckmaschine der Energiewende“ stehe nicht bei Wind- oder Solaranlagen, sondern „im Keller der Netzbetreiber“.

    Besonders scharf kritisiert Schröder die Netzentgelte. Während Strom aus Sonne und Wind immer günstiger erzeugt werde, kämen die Ersparnisse bei den Verbrauchern nicht an. „In manchen Regionen zahlt man 22 Cent allein für das Netz“, sagt er. Netzbetreiber hätten keine Konkurrenz und garantierte Renditen. „Eon verdient sein Geld nicht mit Strom, sondern mit dem Netz. Das ist wie die GEZ.“ Je mehr investiert werde, desto höher falle die Rendite aus – zulasten der Verbraucher.

    Auch die Energiepolitik nimmt Schröder ins Visier. Die geplanten Subventionen für neue Gaskraftwerke hält er für wettbewerbsverzerrend und kontraproduktiv. Deshalb hat er Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt. „Das ist ein Foul“, sagt er. Staatlich geförderte Großkraftwerke würden dezentrale Lösungen ausbremsen und die Strompreise weiter nach oben treiben. Kritisch äußert er sich zudem über personelle Nähe zwischen Politik und Energiekonzernen: „Das nehme ich mittlerweile als störend wahr.“

    Gleichzeitig räumt Schröder mit gängigen Ängsten auf – etwa rund um die Wärmepumpe. Die Debatte über unbezahlbare Kosten sei überzogen und von falschen Informationen geprägt. „Wer weiter mit Gas heizt, wird immer mehr zahlen“, warnt er. Steigende CO₂-Preise und Netzkosten machten fossile Energie langfristig unattraktiv. Die Wärmepumpe dagegen sei „magisch“ – besonders in Kombination mit Photovoltaik. Sein Ziel: Häuser zu kleinen Kraftwerken machen und Menschen von der Preisangst befreien.

    Persönlich wird es beim Blick zurück auf seine Zeit bei Tesla. Zwar habe er dort viel gelernt, die Arbeitskultur unter Elon Musk beschreibt Schröder jedoch als „sehr toxisch“. Massenentlassungen und permanenter Druck seien Teil des Systems gewesen. Heute setzt er bewusst andere Prioritäten – auch symbolisch. Privat fährt er BMW.

    Trotz aller Kritik blickt Schröder nicht pessimistisch nach vorn. Er sieht Deutschland an einem Wendepunkt. „Der Groschen fällt langsam“, sagt er – in Fragen der Energieversorgung, der wirtschaftlichen Resilienz und der strategischen Unabhängigkeit. Sein Appell: weniger Bürokratie, mehr Ehrlichkeit, konsequente Nutzung günstiger Erneuerbarer. Denn Wohlstand und Sicherheit seien kein Selbstläufer. Mut bedeute, bestehende Strukturen infrage zu stellen – bevor sie uns weiter teuer zu stehen kommen.


    続きを読む 一部表示
    49 分
  • Wie krank ist Deutschland – und unser Gesundheitssystem, Jens Baas?
    2025/12/23

    TK-Chef Jens Baas warnt im MUT-Talk vor massiv steigenden Beiträgen: 2026 drohen Zusatzbeiträge über 3 Prozent. Er fordert radikale Reformen gegen Ineffizienz und staatliche Ungerechtigkeit im System.

    Baas korrigiert die optimistischen Prognosen der Politik nach unten und warnt vor massiv steigenden Beiträgen: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird die 3-Prozent-Marke überschreiten und der Gesamtbeitrag für die Krankenversicherung wird in einigen Jahren bei über 20 Prozent liegen. „Die Politik hat sich hier etwas vorgemacht. Aber Wunder gibt es bei uns eben nicht“, stellt Baas klar.

    Statt populistischer Schnelllösungen fordert Baas einen echten Strukturwandel:
    digital vor ambulant vor stationär, eine intelligentere Steuerung der Versorgung und ein Krankenversicherungssystem, das soziale Gerechtigkeit mit finanzieller Nachhaltigkeit verbindet.

    Besonders konkret wird er mit einem Drei-Punkte-Plan, der Beitragszahler kurzfristig um über 20 Milliarden Euro entlasten könnte – von einer Mehrwertsteuersenkung auf Medikamente über faire Pharma-Preise bis hin zu einer ehrlichen Finanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeld-Empfänger.

    Diese Folge ist ein Weckruf:
    Für Ehrlichkeit statt SchönrechnereiFür Reformen statt neuer BelastungenFür ein Gesundheitssystem, das auch morgen noch bezahlbar ist.

    続きを読む 一部表示
    45 分
  • Wie viel Angst haben Sie um Ihre Familie – und um unser Land, Ahmad Mansour?
    2025/11/25

    Im Special-„MUT-Talk“ mit Tijen Onaran und Florian Festl wird es persönlich: Ahmad Mansour spricht über Ängste, Verantwortung – und die Frage, wie wir unsere Debattenkultur retten können. „Unsere Debattenkultur ist kaputt“, sagt er. Gleichzeitig fordert er: „Mut statt Gratismut.“

    In einer bewegenden Live-Aufzeichnung im Rahmen der „Mut Maker Awards“ in Karlsruhe spricht der Psychologe und Islamismus-Experte offen über Bedrohungen, Anfeindungen und über die emotionale Last, die auch seine Familie mitträgt. Und trotzdem bleibt er klar: Er habe Deutschland als Wahlheimat bewusst gewählt – und sehe es als Pflicht, Demokratie zu verteidigen: „Das gibt es nicht zum Nulltarif.“

    Mansour rechnet mit Vorwürfen aus Teilen der Medienlandschaft und der politischen Szene ab: Diffamierungen, pauschalisierte Rassismuskritik und der Vorwurf „erer Politik“ seien „eine glatte Lüge“. Er widerspricht deutlich: „Ich bin vielleicht Shitstorm-Experte – aber ich kämpfe für Menschenrechte und Freiheit.“

    Gleichzeitig richtet er den Blick nach vorne: Es brauche eine ehrliche Debatte über Migration, Integration und Sicherheit – ohne Empörungsschleifen, ohne moralische Etiketten. Denn, so Mansour: „Wir haben keine Strategie, wie wir aus Fremden Demokraten machen.“

    Zum Schluss folgt ein Appell: Mut bedeute nicht laut zu sein, wenn alle applaudieren – sondern dort zu sprechen, wo es unbequem wird. „Wenn wir diese Demokratie schützen wollen, dann dürfen wir nicht warten, bis andere es tun.“

    続きを読む 一部表示
    37 分
まだレビューはありません