エピソード

  • 03 Hass gegen die Deutschen
    2026/01/22

    Krankheit der Seele

    15.März, morgens halb 10

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    9 分
  • 02 Jetzt wird gearbeitet
    2026/01/21

    Kämpfe zwischen Vorstellung und Realität

    Montag Morgen, 9 Uhr, und Mittwoch Abend

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    10 分
  • 01 Also dann los!
    2026/01/14

    Samstag, 9. März 1941 - erster Eintrag im Tagebuch Etty Hillesums -

    Mir scheint, in den letzten Jahren wird so viel über Etty Hillesum publiziert, dass die eigene Beschäftigung mit ihren Tagebüchern nahezu in den Hintergrund tritt.

    Daher nun hier die Tagebücher der Etty Hillesum als Hörbuch!

    Etty Hillesum wäre 2014 einhundert Jahre alt geworden. Mit 29 Jahren wurde ihr Leben in Auschwitz-Birkenau zerrissen. Sie hätte gerne lange gelebt! Ihr Tagebuch aus den Jahren 1941-1943 ist eines der eindrücklichsten spirituellen, ja mystischen Sprachwerke ungedeckten Schreibens aus dem 20. Jahrhundert.

    Wer ist, wer war diese junge Frau?

    Etty wächst ohne spezifisch jüdische Erziehung in Middelburg, in den Niederlanden auf. Sie hat zwei Brüder, Mischa und Jaap, der erste ein hochbegabter Pianist, der zweite Arzt. Die Ehe der Eltern wird als „turbulent“ bezeichnet.

    Nach der Schule studiert sie ab 1932 in Amsterdam Slavistik, später auch Jura. Sie macht ein ausgezeichnetes juristisches Examen. Mitten im Zweiten Weltkrieg beginnt sie zudem das Studium der Psychologie.

    1941 beginnt sie eine Liebesbeziehung mit ihrem Therapeuten, dem aus Deutschland kommenden Juden Julius Spier, der als Chiropsychologe in Amsterdam arbeitet. Spier rät ihr, Tagebuch zu führen. Das ist der Beginn dieses außerordentlichen Dokuments einer persönlichen, seelischen, spirituellen, gottsuchenden Entwicklung, die zur Sprache, zur Schrift gerinnt.

    Etty lebt, aus dem Blickwinkel traditioneller Moral, ein ungeordnetes, ja „unter solchen Augen“ verwerfliches Leben. Seit ihrem 27. Lebensjahr hat sie, auch sexuell, intensive Beziehungen zu zwei Männern, dem 62 Jahre alten Witwer Han Wegerif, ihrem Hauswirt, und eben zu Julius Spier, 55 Jahre alt, seinerseits verlobt mit einer jungen jüdischen Frau, die in London lebt und auf Spier wartet.

    Etty bejaht im Kern die Beziehung zu beiden Männern, sie liebt beide und hat das Empfinden, beiden, wie sie schreibt, „treu“ zu sein. „Ich bin ihm innerlich treu. Und auch Han bin ich treu. Ich bin allen treu.“ Ihr Weg ist nicht nur hier „unorthodox“. Ihr sich immer mehr abzeichnender eigener geistlicher, ja mystischer Weg tiefer Gottverbundenheit, in Denken, Beten und Leben, erfährt in ihr auch keine Hinderung, als sie sich zu einer Abtreibung entschließt. Sie fühlt sich nicht imstande, unter den historischen Umständen – der Verfolgung, der Deportation und der Ausrottung der Juden – ein Kind in die Welt zu setzen.

    Weder ihre sexuelle Freizügigkeit noch die Abtreibung sind ein Hindernis für ihre Beziehung zu Gott, die weiter besteht und nach diesem Geschehen noch intensiver wird.

    1942 erhält Etty eine Position beim Judenrat von Amsterdam, einer von den deutschen Besatzern geschaffenen Beratungs-, Auskunfts- und Verwaltungsstelle für die Juden in den Niederlanden. Damit hätte sie einen gewissen Schutz vor Deportation gefunden. Als ihr klar wird, dass die Stelle eingerichtet ist, die Verfolgung, Deportation und Vernichtung der niederländischen Juden zu flankieren und mit vorzubereiten, kündigt Etty die Stelle binnen zweier Wochen.

    Im August 1942 wird sie ins Sammellager Westerbork deportiert. Ihr noch gültiger Sonderausweis des Judenrates ermöglicht ihr noch mehrmals eine Rückkehr nach Amsterdam. Sie deponiert ihr Tagebuch über ihre Freundin Maria Tuinzing bei der befreundeten Familie Smelik. Sich in Sicherheit zu bringen oder unterzutauchen lehnt sie aus Solidarität mit ihren jüdischen Schwestern und Brüdern ab.

    Am 7. September 1943 wird sie mit vielen Anderen von Westerbork nach Auschwitz abtransportiert, wo sie ihren Vater und andere Verwandte wiedersieht. Am 30. November 1943 wird sie in Auschwitz-Birkenau ermordet.

    (Vortrag "Tor der Sehnsucht", Markus Roentgen)

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    17 分
  • 05 Kampf
    2026/01/09

    Kein Verhältnis!

    Kampf - ich lebe jetzt, in dieser Minute, ich lebe voll und ganz

    wieder verworren, Unruhe

    Abends 9 Uhr

    Freitag, 21. März, morgens halb 9

    Samstag, abends 8 Uhr

    Sonntag, 23. März, 4 Uhr

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    10 分
  • 04 das Habenwollen
    2026/01/09

    Das Habenwollen ist plötzlich von mir abgefallen...

    Sonntag, 11 Uhr

    und Mittwoch

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    13 分