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Kritische Zukunftsforschung

Kritische Zukunftsforschung

著者: Jonas Drechsel & Johannes Kleske
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Das hier ist ein Podcast. Das heißt, zwei alternde, weiße Männer malen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Dieses Prinzip haben wir uns nicht ausgedacht - das ist der Status Quo dieses Mediums. Wir nähern uns in unseren Gesprächen einem Ansatz kritischer Zukunftsforschung, mit dem solche Vorstellungen entzaubert und Alternativen neu gedacht werden können. Bestenfalls haben wir uns also abgeschafft, bis wir alt sind.Jonas Drechsel & Johannes Kleske 社会科学 科学
エピソード
  • #3–8 – KZF in der Praxis: Die Missionswerkstatt – Grundlagen der kritischen Zukunftsforschung (Teil 2)
    2026/04/21

    Klassische Zukunftsforschung baut wunderbare Szenarien, nur ändert sich damit in der Praxis oft wenig. Jonas hat drei Jahre an einem Format gearbeitet, das anders funktioniert: der Missionswerkstatt. Sie arbeitet nicht am Kegel, sondern am Standort, und verschiebt den Denkrahmen der Teilnehmenden, ohne je analytisch zu werden. Für uns beide ist sie angewandte kritische Zukunftsforschung.

    Johannes interviewt Jonas über das, was dabei herausgekommen ist. Über eine Teilnehmerin, die ein Jahr später kaum noch wusste, was ihre Mission war, und trotzdem ihr Handeln verändert hatte. Über eine Wissenschaftlerin, die eine Woche später ein Paper einreichte, das sie sich vorher nicht getraut hätte. Und über einen selbst organisierten Skatepark in Halle, der aus einer Missionswerkstatt heraus tatsächlich gebaut wurde.

    „Einfach weitermachen“, sagt Jonas am Ende. Das ist die Antwort auf die Frage, die Teil 1 der Doppelfolge offengelassen hat.

    Show Notes:

    00:00 Intro: Von der Theorie in die Praxis

    02:01 Die Missionswerkstatt und ihre Entstehung aus den D2030-Szenarien

    04:36 Drei Jahre, elf Werkstätten, 120+ Teilnehmende

    05:57 Ist das noch Zukunftsforschung? Der Sprung in die angewandte kritische Zukunftsforschung

    08:22 Die drei Phasen der Werkstatt: Imaginationsbarriere, utopisches Bestärken, Realisierung

    15:38 Denkrahmen verschieben als Bauchgefühl: Beispiele aus der Praxis

    21:24 Stören heißt oft einfach: innehalten.

    22:42 Zeitliche Dimension, Peer Group und die Kunst des Dranbleibens

    27:04 Der dritte Punkt der kritischen Zukunftsforschung: vom Denken ins Tun

    31:08 „Einfach weitermachen“ und wo die Missionswerkstatt zu finden ist


    Erwähnte Ressourcen:

    • Missionswerkstatt: missionswerkstatt.de

    • D2030 Deutschland Neudenken: d2030.de

    • Methodenhandbuch Missionswerkstatt: missionswerkstatt.de

    • Halle Rollt: halle-rollt.de

    • Vorherige Folge: #3-7 Was heißt hier kritisch? Grundlagen der kritischen Zukunftsforschung (Teil 1)

    Kontaktinformationen:

    • Jonas Drechsel: Webseite | LinkedIn

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    32 分
  • #3–7 – Was heißt hier kritisch? Grundlagen der kritischen Zukunftsforschung (Teil 1)
    2026/04/21

    Kritik in der kritischen Zukunftsforschung heißt nicht, andere Zukunftsbilder niederzumachen. Kritik heißt, den Denkrahmen, von dem aus wir in die Zukunft schauen, zu identifizieren … und zu stören.

    In dieser Folge fragen wir, was hinter den Begriffen steckt. Wir arbeiten uns von Armin Grunwalds „zukünftigen Gegenwarten“ und „gegenwärtigen Zukünften“ über den Futures Cone zum Kernkonzept vor: dem Denkrahmen, der bestimmt, was wir uns überhaupt als plausibel vorstellen können. Wie das wirkt, zeigt sich gerade an Friedrich Merz, bei dem man live beobachten kann, wie sich sein USA-Denkrahmen verschiebt. Und am KI-Diskurs, den das AGI-Narrativ in einen schmalen Möglichkeitskegel presst. In Teil 2 zeigt Jonas, wie er mit diesem Verständnis in der Missionswerkstatt arbeitet und Zukunftsbilder bewusster konstruiert.

    Show Notes:

    00:00 Intro: Was ist eigentlich kritische Zukunftsforschung

    01:08 Grunwald: zukünftige Gegenwarten und gegenwärtige Zukünfte

    03:39 Der Futures Cone und sein blinder Fleck

    11:12 Plausibilisierung und Denkrahmen (Fischer und Dannenberg)

    15:43 Den Denkrahmen stören: Beispiele Merz und KI

    21:43 Kritik als Verschiebung des Startpunkts in der Gegenwart

    23:14 Methodisch arbeiten mit der Causal Layered Analysis

    26:42 Ausblick auf Teil 2: Die Missionswerkstatt


    Erwähnte Ressourcen:

    • Armin Grunwald: Wovon ist die Zukunftsforschung eine Wissenschaft? (in: Popp/Schüll, „Zukunftsforschung und Zukunftsgestaltung“, Springer 2009, S. 25–35)

    • Nele Fischer und Sascha Dannenberg: The social construction of futures: Proposing plausibility as a semiotic approach for Critical Futures Studies (Futures, 2021)

    • Sohail Inayatullah: Causal Layered Analysis: Poststructuralism as Method (Futures, 1998)

    • Roland Barthes: Mythen des Alltags (Original 1957, deutsche Vollausgabe 2010)

    • Arvind Narayanan und Sayash Kapoor: AI as Normal Technology (Knight First Amendment Institute, 2025)

    • Frühere Folge mit Nele Fischer: #2-4 Reflexionen über Denkrahmen

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    28 分
  • #3-6: Der KI-Realitätscheck für Deutschland mit Zamina Ahmad
    2025/12/02

    In dieser Episode sprechen wir mit Zamina Ahmad, Gründerin von shades&contrast und KI-Expertin, über den Zustand von KI in deutschen Unternehmen jenseits der Schlagzeilen. Zamina berät seit Jahren Konzerne wie Bosch und Siemens, aber auch NGOs wie das Deutsche Rote Kreuz bei der KI-Implementierung, und bringt eine seltene Perspektive mit: den Realitätscheck. Drei Jahre nach dem ChatGPT-Launch zeigt sich eine überraschende Kluft zwischen Unternehmen, die KI längst in Prozesse integriert haben, und solchen, denen noch das Interface erklärt werden muss. Zaminas These: Wir leben in einer „hybriden Ära“, in der KI Teilaufgaben übernimmt, aber menschliche Qualitätskontrolle unverzichtbar bleibt. Wir sprechen über Bias in Algorithmen und die Grenzen der Datengrundlage: Wer „CEO“ promptet, bekommt zu 100 Prozent einen weißen Mann. Zamina selbst kann sich nicht nachpromten, weil ihre Gesichtszüge in den Trainingsdaten schlicht nicht repräsentiert sind. Wir diskutieren den EU AI Act als ethischen Kompass und digitalen Kolonialismus in der Datenarbeit. Und wir fragen: Sind Trainingsdaten eigentlich „Used Futures“, also Vergangenheit, die als Zukunft fortgeschrieben wird? Eine Folge über die Differenzierung zwischen Hype und Realität, über Hybridität statt Revolution und die Frage, wie wir KI gestalten wollen, technisch und gesellschaftlich.


    Show Notes:

    00:00 – Intro: Was ist kritische Zukunftsforschung?

    01:05 – Vorstellung Zamina Ahmad

    02:01 – Werdegang: von Data Analytics über Machine Learning zu KI

    05:20 – Was ist eigentlich KI? Definition und Abgrenzung

    07:40 – Metaphern im KI-Diskurs: hilfreich oder irreführend?

    10:42 – Drei Jahre ChatGPT: Hype vs. Realität

    11:36 – Die hybride KI-Ära: Teilautomatisierung statt Revolution

    13:25 – Jobless Growth: Das Problem mit den Junior-Stellen

    17:14 – KI in deutschen Unternehmen: Wo stehen wir wirklich?

    20:59 – Von Strategie zu Tools: Der Wandel 2023 zu 2024

    24:00 – Tool-Tipps: Perplexity, Claude, Gamma AI, CIP Doxyview

    26:44 – Fair AI in der Beratungspraxis

    28:58 – EU AI Act: Innovationshürde oder ethischer Kompass?

    33:10 – Wer fragt nach Responsible AI? Konzerne und Non-Profits

    34:44 – Bias in Marketing-Bildern: Das Duty-free-Beispiel

    38:37 – „Du kannst mich nicht nachprompen“: Grenzen der Bildgenerierung

    40:11 – Used Futures und KI: Wenn Bias zur Zukunft wird

    43:00 – AI for Good: Taiwans Fake-News-Check als Vorbild

    46:31 – Deutschland im KI-Wettrennen: Kritisieren viel, machen wenig

    49:36 – Digitaler Kolonialismus: Daten aus dem Süden, Modelle für den Norden

    55:51 – Vergleich mit dem Internet: Sind wir 1997 oder 1999?

    1:00:03 – Abschluss: Differenzierung statt Schwarz-Weiß-Denken


    Kontaktinformationen:

    • Zamina Ahmad: Website | shades&contrast | LinkedIn

    • Jonas Drechsel: Website | LinkedIn

    • Johannes Kleske: Website | LinkedIn

    Alle Details zur Community rund um kritische Zukunftsforschung auf kritische-zukunftsforschung.de


    Erwähnte Ressourcen:

    • Tool-Tipp Anonymisierung: CIP Doxyview
    • Podcast Hoololio: Spotify
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    1 時間 2 分
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