• Ohne Amtsbonus: Cem Özdemir
    2026/02/03

    Cem Özdemir ist der prominenteste Politiker der Grünen – und der wichtigste Hoffnungsträger der Partei, die trotz Umfrage-Rückstand noch gewinnen möchte.

    In der zweiten Folge von „Kretschmanns Erbe“ analysieren Politikwissenschaftler Professor Felix Hörisch und RNZ-Politikredakteur Sören Sgries, warum die Grünen alles auf Cem Özdemir setzen, wie seine politische Biografie ihn geprägt hat und welche strukturellen Nachteile seine Kandidatur mit sich bringt.

    Die Folge zeigt:


    Wie seine Aufstiegsgeschichte vom Sohn türkischer Einwanderer zum Bundesminister seine politische Rolle prägt.
    Warum der Griff nach dem Ministerpräsidentenamt auch für Özdemir persönlich die „letzte Chance“ sein könnte.
    Weshalb die Grünen den Wahlkampf stark auf seine Person zuspitzen.
    Und warum das neben dem fehlenden Amtsbonus seine größte Schwäche sein könnte.
    Zum Abschluss liefert die Politikwissenschaft die entscheidenden Fakten für den Stammtisch: Welche Faktoren entscheiden eigentlich darüber, ob ein Politiker im Wahlkampf bekannt oder beliebt wird? Was bringt eine Krawatte auf dem Wahlplakat?

    Eine fundierte Einordnung der grünen Schlüsselperson im Rennen um die Staatskanzlei – und der zweite Teil der Podcast-Reihe über Macht, Nachfolge und politische Strategien zur Landtagswahl am 8. März 2026 in Baden-Württemberg.

    Redaktion: Sören S. Sgries

    Produktion: Marcel Schreiner

    Grafik: Lisa Hellmuth

    Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

    Literatur zur Folge:

    Henkel-Waidhofer, J.& Henkel, P. (2025): Cem Özdemir. Brücken bauen. Paderborn: Bonifatius Verlag.

    Özdemir, C. (1997): Ich bin Inländer. Ein anatolischer Schwabe im Bundestag. München: dtv Verlagsgesellschaft.

    Rosar, U., Althans, R. & Junghänel, L. (2024): Kandidierenden-Attraktivität und Wahlerfolg – Eine Untersuchung zu parteispezifischen Unterschieden in der Wirksamkeit der physischen Attraktivität von Direktkandidierenden bei den Bundestagswahlen 2005 bis 2021. Z Vgl Polit Wiss 18, 531–566 (2024). https://doi.org/10.1007/s12286-025-00629-y

    Hohmann, D. (2023): Mobilisierung in Deutschland: Zur Wirkung von sozialen Online-Netzwerken und Haustürbesuchen auf die Wahlbeteiligung. http://dx.doi.org/10.17169/refubium-37015

    Jäckle, S. & Metz, T. (2016): Brille, Blazer oder Bart? Das Aussehen als Determinante des Wahlerfolgs von Bundestags-Direktkandidaten. Politische Vierteljahresschrift, 57(2), 217–246. https://doi.org/10.5771/0032-3470-2016-2-217

    Mechtel, M. (2014): It’s the occupation, stupid! Explaining candidates’ success in low-information elections. European Journal of Political Economy, 33, 53–70. https://doi.org/10.1016/j.ejpoleco.2013.11.008

    Faas, T. & Hohmann, D. (2014): Mobilisierung bei Nebenwahlen: Ein Feldexperiment zu Mobilisierungspotenzialen von Wahlkämpfen anlässlich der Kommunalwahl 2014 in Rheinland-Pfalz. Projektbericht, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Politikwissenschaft. http://methoden.politik.uni-mainz.de/files/2014/12/Kommunalwahlen_Projektbericht.pdf

    https://www.zeit.de/politik/2025-10/cem-oezdemir-interviewpodcast-alles-gesagt

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    46 分
  • Was Kretschmann hinterlässt
    2026/01/27

    15 Jahre Kretschmann – Ausnahmeerscheinung, Landesvater, Pragmatiker. Doch was bleibt wirklich von seiner Amtszeit?

    Eine Ära endet: 15 Jahre lang hat Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg regiert – länger als jeder andere Ministerpräsident des Landes. Als erster grüner Regierungschef in Deutschland gilt er als politische Ausnahmeerscheinung. Doch was bleibt wirklich von seiner Amtszeit?

    In der ersten Folge von „Kretschmanns Erbe“ analysieren Politikwissenschaftler Professor Felix Hörisch und RNZ-Politikredakteur Sören Sgries, wie Kretschmann an die Macht kam, wie sich sein Politikstil verändert hat und warum seine Regierungszeit weniger von einschneidenden Reformen als von einem Wandel der politischen Kultur geprägt war.

    Die Folge zeigt:

    Warum der Machtwechsel 2011 eher Ergebnis einer Ausnahmesituation war.
    Weshalb der große Reformimpuls auf die erste Legislaturperiode begrenzt blieb.
    Wie Kretschmann sich vom grünen Reformer zum landesväterlichen Pragmatiker entwickelte.
    Und warum sein größter strategischer Fehler die fehlende Regelung der Amtsnachfolge sein könnte.
    Zum Abschluss liefert die Politikwissenschaft die entscheidenden Fakten für den Stammtisch: Wie stark ist der Amtsbonus wirklich – und was bedeutet es für die Landtagswahl 2026, dass erstmals kein amtierender Ministerpräsident antritt?

    Eine fundierte Bestandsaufnahme der Kretschmann-Ära – und der Auftakt zu einer Podcast-Reihe über die Zukunft der Landespolitik in Baden-Württemberg.

    Redaktion: Sören S. Sgries

    Produktion: Marcel Schreiner

    Grafik: Lisa Hellmuth

    Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

    Literatur zur Folge:

    Hörisch, F. & Wurster, S. (Hrsg.) (2017): Das grün-rote Experiment in Baden-Württemberg: Eine Bilanz der Landesregierung Kretschmann 2011–2016. Wiesbaden: Springer Fachmedien.

    Hörisch, F. & Wurster, S. (Hrsg.) (2021): Kiwi im Südwesten: Eine Bilanz der zweiten Regierung Kretschmann 2016–2021. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH.

    Seitzer, D. (2025): Winfried Kretschmann. Im Herzen grün – Die Biografie. Hamburg: Rowohlt Verlag.

    Kretschmann, W. (2018): Worauf wir uns verlassen wollen. Für eine neue Idee des Konservativen. Frankfurt a.M.: S. Fischer Verlag.

    Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

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