Klimakrise - wenn Meditation nicht reicht (Summer Special)
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Diese Folge ist ein Sommer-Special anstelle einer regulären Folge: Statt eines neuen biografischen Gesprächs treffen sich Dapel Rahel Gertsch – buddhistische Dharmalehrerin mit Schwerpunkt Ökodharma, bereits einmal zu Gast bei Meditationsszene Schweiz – und Lukas diesmal zu einem Gespräch unter Freunden statt zu einem klassischen Interview. Sie widmen sich einem Thema, das im ersten Gespräch kaum Platz hatte: der ökologischen Krise. Getroffen haben sie sich im Botanischen Garten Zürich, mitten in einer Hitzewelle im Juni 2026.
Anders als in einem klassischen Interview erzählen in dieser Folge beide: Lukas von seinem «Oh-shit-Moment» 2019, und Dapel von ihrem eigenen Weg: von einem früh vorhandenen Umweltinteresse über die Bedeutung dieses Themas in ihrer Zeit als Nonne bis zur Arbeit von Joanna Macy. Im Zentrum steht die Frage, wie man mit den Gefühlen der Klimakrise umgeht, ohne in Ohnmacht oder spirituellem Bypass zu landen – und wie buddhistische und meditative Werkzeuge dabei helfen können, aus einem Ort der Kraft statt des Mangels zu handeln.
Wir sprechen über:
- 😱 Der «Oh-shit-Moment»– wann die Klimakrise für beide wirklich real wurde
- 🌲 Kindheit zwischen Yanomami-Schulvortrag, Waldsterben und Tschernobyl
- ☸️ Böntraditionen im tibetischen Buddhismus – Naturgeister, Rituale und Klöster als Umweltbildner
- 🌱 Vom monastischen Rückzug zur erneuten Öffnung für die ökologische Krise
- 💧 Angst, Trauer und Ohnmacht – der emotionale Verlauf einer Klimakrisen-Konfrontation
- 🧭 Warum Fakten allein nichts verändern – und welche Werkzeuge es auf der Gefühlsebene braucht
- 🔥 Wut als Energie – zwischen Mitgefühl, Handlungskraft und Ausbrennen
- 🧘 Spiritueller Bypass – wenn Meditation zur Weltflucht statt zur Erdung wird
- 📖 Verzicht, Wachstum und die Geschichten, die wir uns über Wohlstand erzählen
- 🌊 Die Wasser-Metapher und die Polykrise – was wir von indigenen Völkern lernen können
- 🌀 Joanna Macys Spiralarbeit und das Öko-Sattva-Training
- ⏳ Vergänglichkeit als Trost und als Falle
- 🤝 Nachbarschaft, Gemeinschaft und lokale Resilienz als konkrete Antwort
Ein Gespräch, das weniger fertige Antworten liefert als Räume öffnet. Platz für Trauer, für Wut, für Dankbarkeit und für die Frage, was jede und jeder von uns gerade dort beitragen kann, wo er oder sie steht.
Weitere Informationen:
- bodhibaum.ch
- oneearthsangha.org – Ressourcen-Sammlung zu spirituellen Wegen und Klimakrise
- www.theweek.ooo – Online-Kurs
- Online-Kurse, Bücher und Audio zum Umgang mit der Krise in Rubrik «Action» auf meiner Website
- Bücher: ÖkoDharma von David Loy; Active Hope von Joanna Macy & Chris Jonstone; Generation Dread von Britt Wray
🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.
Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.
Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch Herzlichen Dank!
Inhalt
00:00:00 Intro
00:02:30 Warum ausgerechnet die Klimakrise?
00:04:56 Dapels Weg zur Umweltfrage
00:06:14 Von den Yanomami zu Lukas' Oh-Shit-Moment
00:10:43 Welchen Platz hat die Natur im Kloster?
00:15:27 Dapels Oh-Shit-Moment
00:17:48 Nicht jeder kann sich Klimasorgen leisten
00:20:01 Wie mit starken Gefühlen umgehen?
00:28:31 Andere ins Thema involvieren
00:35:50 Wo beginnt Veränderung? Die Rolle der Spiritualität
00:45:03 Kann Meditation passiv machen?
00:50:03 Darf man wütend sein?
00:56:12 Vergänglichkeit: Trost oder Bypass?
01:04:52 "The Week": Warum Gemeinschaft trägt
01:16:15 Bücher, Kurse, Werkzeuge: was wirklich hilft
01:21:52 Wir können die Zukunft mitgestalten