Kann man glücklich sein, wenn andere leiden?
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Darf ich glücklich sein, während andere Menschen leiden? Eine Frage - 2 Perspektiven
Wir sehen täglich Nachrichten über Krieg, Gewalt, Hunger, Naturkatastrophen und Menschen, die alles verlieren – und trotzdem geht unser eigenes Leben weiter. Wir lachen, reisen, feiern, genießen und erleben schöne Momente.
Aber was ist, wenn es nicht um „irgendwelche Menschen“ irgendwo auf der Welt geht?
Was, wenn ein Freund gerade durch eine schwere Zeit geht? Wenn ein Familienmitglied leidet, eine geliebte Person eine Krise durchmacht oder jemand, der uns nahesteht, gerade überhaupt keinen Grund zum Lachen hat?
Darf es mir dann gut gehen? Darf ich glücklich sein? Oder fühlt sich das automatisch falsch oder egoistisch an?
In dieser Folge sprechen wir über unser Verhältnis zu Leid, Mitgefühl und Glück, sowohl im großen Kontext der Welt als auch in unserem ganz persönlichen Umfeld.
Wir fragen uns, warum wir manchmal ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn es uns gut geht, während andere leiden. Ob wir das Leid anderer überhaupt „mittragen“ müssen, um zu zeigen, dass sie uns wichtig sind. Und ob Mitgefühl bedeutet, selbst mitzuleiden.
Denn vielleicht ist die eigentliche Frage gar nicht, ob wir glücklich sein dürfen, sondern ob wir gelernt haben, Glück und Mitgefühl als Gegensätze zu betrachten.
Muss ich leiden, damit ich mitfühlen kann?
Und darf ich mein Leben genießen, während jemand, den ich liebe, gerade durch eine schwere Zeit geht?