Kann Literatur uns retten? (mit Stefan Kutzenberger) | Ep. 13
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Wir sprechen mit Stefan Kutzenberger über seinen neuen Roman „Die Liste der Lebenden“, der von der Liebe zwischen Hans Christian Andersen und Henriette Wulff erzählt, die erst im Angesicht des Todes begreifen, wie eng sie einander verbunden sind – und über seinen Essay „Der Scherbecken und der Zauberhelm“. Darin kritisiert Kutzenberger die Reflexhaftigkeit mit der politische Urteile heute gefällt werden. Kaum träte ein Konflikt ins öffentliche Licht, schon würden sich Pro- und Kontra-Lager formieren, moralische Zuschreibungen verteilt, komplexe Zusammenhänge in binäre Raster gepresst werden. Das Medium, das dieser Tendenz am entschiedensten widerspricht, ist Kutzenberger zufolge die Literatur. Sie kultiviere die Fähigkeit, das Urteil zu verzögern, eine Fähigkeit, die in polarisierten Zeiten überlebenswichtig erscheint.
Religion, Sex, Israel: Der Podcast über Psychoanalyse und die (Un-)Möglichkeiten von Politik. Mit Sama Maani und Aaron Wölfling. Zu Gast: Stefan Kutzenberger.
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