エピソード

  • In Verbündung mit Anthony Owosekun – Wenn progressive Strukturen patriarchal bleiben
    2026/08/12
    In dieser Folge von „In Verbündung" sprechen Helene und Kai mit Anthony Owosekun, Sozialunternehmer und Gründer von EMPOCA – der einzigen Organisation in Europa, die Schwarze Kinder und Jugendliche mit der Natur verbindet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Allyship konkret aussieht. Nicht als Haltung, sondern als gelebte Praxis in Organisationsstrukturen. Anthony erzählt offen, wie Feedback aus seinem Team seine eigene Rolle als Gründer herausgefordert hat: über Abwehrreflexe, Partizipation, Wissensverteilung und die Frage, wessen Gefühle in Veränderungsprozessen eigentlich im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam wird diskutiert, wie patriarchale Strukturen auch in progressiven Kontexten wirken – und warum Repräsentation nur dann etwas verändert, wenn auch die Räume selbst sich verändern.
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    1 時間
  • In Verbündung mit Julia Monro – „Toleranz ist keine Einbahnstraße“
    2026/07/29
    In dieser Episode sprechen Helene Wolf und Kai Viehof mit der Aktivistin, Autorin und Beraterin Julia Monro über geschlechtliche Vielfalt, gesellschaftliche Rückschritte und die Frage, was Allyship heute ganz konkret bedeutet. Julia teilt persönliche Erfahrungen aus ihrem Leben als Transfrau und zeigt eindrücklich, wie sehr Privilegien, Diskriminierung und Zugehörigkeit unseren Alltag prägen. Denn diese Privilegien zu reflektieren, Verantwortung zu übernehmen und empathisch zu sein sind laut Julia der Schlüssel zu einem positiven Miteinander der Akzeptanz. Darüber hinaus geht es um Leitlinien für solidarisches Handeln auch mit Blick auf die Angst Vieler, „die falschen Fragen zu stellen“. Warum es gerade jetzt mehr Mut und Allyship für gesellschaftlich weniger privilegierte Minderheiten bedarf und wie dieser Mut konkret aussehen kann, erfahrt ihr in dieser Folge „In Verbündung“.
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    1 時間 1 分
  • In Verbündung mit Anne Brorhilker - Was bedeutet echte Solidarität?
    2026/07/15
    In dieser Folge ist Anne Brorhilker zu Gast — eine Juristin, die nach über 22 Jahren bei der Staatsanwaltschaft Köln den Sprung in die NGO-Welt gewagt hat, um für faire Finanzmärkte einzutreten. Mit Helene und Kai spricht sie über das, was echte Solidarität bedeutet: nicht nur Ungerechtigkeiten benennen, sondern aktiv gegen machtmissbrauchende Strukturen vorgehen — auch dann, wenn es unbequem wird. Anne bringt viele spannende und konkrete Erfahrungen aus dem Behördenalltag mit: Wie tief sitzen Geschlechterstereotype in juristischen Strukturen? Warum werden Kompetenzen von Frauen in Führungspositionen anders wahrgenommen und kommuniziert als die von Männern? In der Folge wird darüber gesprochen, was es braucht, damit Allyship nicht beim guten Willen bleibt, sondern wirklich wirkt. Am Ende steht ein klarer Appell: Offen kommunizieren, Verantwortung übernehmen — und den Wandel auch dann mittragen, wenn er zunächst unbequem ist. Eine Folge über strukturelle Ungleichheit in Behörden, die Kraft von Netzwerken und die Frage, wie man als Frau und als Mann Ally sein kann.
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    1 時間 13 分
  • In Verbündung mit Helene und Kai - Gewalt gegen Frauen: Wenn Schweigen das System stützt
    2026/07/01
    In dieser Folge von „In Verbündung" sprechen Helene und Kai ohne Gast — und das mit Absicht. Anlass ist der Fall Collien Fernandes und Christian Ulmen, der eine alte Debatte neu entfacht: Warum wird die Glaubwürdigkeit von Frauen, die Gewalt öffentlich machen, systematisch in Frage gestellt? Und was hat das mit jedem einzelnen Mann zu tun? Helene und Kai beleuchten die strukturellen Muster hinter Gewalt gegen Frauen — von Sprache und Berichterstattung über Täter-Opfer-Umkehr bis hin zu Epstein. Vor allem aber stellen sie die Frage, die selten laut gestellt wird: Wann übernehmen männlich gelesene Personen ihren Teil der Verantwortung? Nicht nur im Schweigen, sondern im aktiven Handeln?
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    44 分
  • In Verbündung mit Milad Tabesch – „Das Europa von Morgen“
    2026/03/04
    In dieser Folge von „In Verbündung“ sprechen Helene und Kai mit Milad Tabesch, politischem Bildner aus Bochum, über Europa, Zugehörigkeit und Bildungsarbeit im Ruhrgebiet. Milad arbeitet mit seinem Team an Schulen und führt Workshops zu Europa, Demokratie und Identität durch – vor allem mit Jugendlichen, die in politischen oder europäischen Debatten oft nicht repräsentiert sind. Im Gespräch geht es um Milads Erfahrungen aus seiner Arbeit an Schulen, um die Idee „Europa“, also die Idee von universellen Menschenrechten und Chancengleichheit. Und um die Frage, wie Dialog gelingen kann, ohne zu belehren. Milad beschreibt, warum Zuhören und das Ernstnehmen von Lebensrealitäten zentrale Voraussetzungen für seine Arbeit sind. Gemeinsam ordnen sie diese Perspektiven in das Überthema des Podcasts ein: Allyship. Verbündung bedeutet hier, Bildungsräume zu teilen, Machtverhältnisse zu reflektieren und Gleichberechtigung nicht abstrakt, sondern konkret vor Ort mitzudenken – im Klassenzimmer, im Ruhrpott, im Alltag.
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    1 時間 2 分
  • In Verbündung mit Christian Meyn - Über Allyship, Macht und unbequeme Veränderungen
    2026/02/18
    In dieser Folge von „In Verbündung“ sprechen Helene und Kai mit Christian Meyn, Vorstandsmitglied der Crespo Foundation, über Allyship als unbequeme, aber notwendige Praxis für echte Geschlechtergerechtigkeit. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, was Männer in Macht- und Entscheidungspositionen konkret tun können – und müssen –, um Strukturen zu verändern: von Quoten und Repräsentation über gerechtere Bewerbungs- und Förderprozesse bis hin zum bewussten Teilen von Raum, Sichtbarkeit und Ressourcen. Christian teilt persönliche Erfahrungen aus Führung, Stiftungswesen und Arbeitsalltag, spricht offen über blinde Flecken, Lernprozesse und Situationen, in denen Allyship scheitert oder schmerzhaft wird. Dabei wird deutlich: Verbündung ist kein gönnerhaftes Entgegenkommen, sondern ein aktiver, selbstkritischer Prozess – unbequem, lernintensiv und im besten Fall transformativ für Organisationen und Gesellschaft.
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    1 時間 1 分
  • In Verbündung mit Rolf Schroemgens – Zwischen Karriere, Verantwortung und Scham
    2026/02/04
    Helene und Kai im Gespräch mit Rolf Schroemgens – Unternehmer, Vater und Mitbegründer der BRAFE SPACE Stiftung. Gemeinsam tauchen sie tief in die Frage ein, was es bedeutet, als männlich gelesene Person Verantwortung für Geschlechtergerechtigkeit zu übernehmen – und welche inneren Prozesse damit verbunden sind. Rolf erzählt offen von seinem eigenen Weg: vom erfolgreichen CEO hin zu jemandem, der sich zunehmend fragt, wie viel „Realität“ unsere gesellschaftlichen Systeme tatsächlich abbilden – und wie wir lernen können, mehr Perspektiven einzuschließen. Im Gespräch entsteht ein ehrlicher Austausch darüber, wie Veränderung funktioniert, wo Balance ihre Grenzen hat und warum es Mut braucht, die eigene Identität infrage zu stellen. Ein zentraler Punkt der Folge ist das Thema Scham: Wie wirkt sie in Veränderungsprozessen? Wann ist sie hinderlich, wann heilsam? Rolf beschreibt, wie Scham und Abwehr ihn zunächst blockierten – und wie Zuhören und Offenheit schließlich zu wirklicher Entwicklung führten. Helene und Kai reflektieren dabei, welche Machtverhältnisse und Privilegien mit Scham verknüpft sind, und warum gerade darin auch Chancen für echten Wandel liegen. Die drei diskutieren ehrlich und reflektiert, warum Feminismus nicht nur ein Thema für Frauen ist, sondern ein Weg zu mehr Freiheit für alle. Und sie zeigen, wie Allyship mehr sein kann als Unterstützung – nämlich ein gemeinsames, zutiefst menschliches Lernfeld.
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    1 時間
  • In Verbündung mit Lukas Harlan - Zwischen Privilegien, Verantwortung und Verbündet-Sein
    2026/01/21
    Wie kann ich als Ally andere männlich gelesene Personen für Gleichberechtigung gewinnen? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Gespräch mit Lukas, Geschäftsführer von Betterplace lab – einem Berliner Think-and-Do-Tank, der sich mit gesellschaftlicher Transformation im digitalen Zeitalter beschäftigt. Im Zentrum steht dabei weniger das fertige Konzept von „Allyship“, sondern vielmehr ein persönlicher Prozess: Lukas spricht über sein eigenes Suchen und Finden – als Vater, Partner, Führungskraft und Mensch. Er erzählt von Momenten, in denen er sich außerhalb der Norm wiederfand, etwa beim Schulwechsel oder als junger Vater mit viel Verantwortung. Und von der ständigen Auseinandersetzung mit der Frage: Welche Teile in mir passen eigentlich nicht in das klassische Rollenbild – und warum sind sie trotzdem so wichtig? Wir erfahren, wie sich sein Blick auf Geschlechterrollen und Machtstrukturen mit der Zeit verändert hat – nicht zuletzt durch intensive Reflexionen mit Partnerinnen und Kolleg*innen. Während er im Privaten regelmäßig mit starken, feministisch geprägten Perspektiven konfrontiert ist, fordert ihn der berufliche Raum auf andere Weise heraus: Dort gilt es, aktiv Brücken zu bauen und Fragen zu stellen, bevor sich Antworten verfestigen. Betterplace lab bietet genau dafür Räume: Sie entwickeln Workshops, vor allem für Männer, in denen Unsicherheiten, Privilegien und alte Muster offen angesprochen werden dürfen. Denn erst wenn strukturelle Diskriminierung sichtbar wird, kann man sie auch verändern. Gerade der Arbeitsplatz, sagt Lukas, sei ein zentraler Ort, um mit neuen Rollenbildern zu experimentieren – sanft, ehrlich und gemeinsam. Dabei wird deutlich: Die Frage „Wer bin ich – und wie geht’s uns damit?“ ist nicht nur persönlich, sondern zutiefst politisch. Und Allyship ist weniger ein Titel, den man sich verleiht, als vielmehr ein Weg, den man bereit ist, immer wieder neu zu gehen – am besten in Verbündung.
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    1 時間 4 分