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Ich wollte ihm keinen besseren Sex gönnen

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Beckenboden und Lust — Shownotes Episode 026 Vor über zehn Jahren habe ich einen Kurs gekauft, der meinen Beckenboden retten sollte. Nach vier Tagen habe ich das Ei in die Schublade gelegt. Nicht, weil es nichts gebracht hat — sondern weil es sofort gewirkt hat. Angefangen hat alles beim Frauenarzt. „Gucken Sie sich das mal an, vielleicht fällt Ihnen demnächst die Gebärmutter entgegen." So ein Satz bleibt hängen. Ich habe nachgefragt, was Beckenbodentraining überhaupt heißt. „Ja, wissen Sie schon", hieß es. Wusste ich aber nicht. Auf der Seite liegen und anspannen — das war mir zu wenig. Und alles andere, was ich fand, erschien mir irgendwie nicht logisch. Ich konnte mich zu nichts richtig aufraffen. Bis ich eine Sexualtherapeutin aus Amerika gefunden habe. Sie war die Erste, die über Beckenboden und Lust geredet hat — nicht über Vorbeugen, sondern über Kraft, über Durchblutung und über das, was ein trainierter Muskel mit dem Verlangen macht. Sie erzählte Sachen, bei denen ich erst dachte, das ist ein Scherz: Frauen mit so viel Kraft da unten, dass sie damit Dinge anstellen können, die ich hier lieber in der Folge lasse. Oder Ping-Pong-Bälle, die man angeblich damit durch die Gegend schießen kann. Ich weiß bis heute nicht, ob ich das je können will. Aber der Punkt saß. Endlich hatte dieser Muskel mal einen Nutzen, der nicht nur für den Mann gedacht war. Der Kurs war auf acht Wochen ausgelegt. 21 Tage, dann läuft es von allein — das war die Idee. Ich bin nicht mal bis Tag fünf gekommen. Zusammenfassung und das Wichtigste auf einen Blick Ich erzähle von dem teuren Onlinekurs, dem Yoni-Ei und den ersten Tagen, an denen ich tatsächlich einen Unterschied gespürt habe — sofort, nicht nach Wochen. Und ja, ich weiß, dass Beckenboden nach Pflichtprogramm klingt. Für mich war es das Gegenteil. Und trotzdem habe ich genau da aufgehört. Ich steckte in einer Beziehung, aus der ich raus wollte. Und ich wollte diesem Mann keinen besseren Sex gönnen. Klingt bescheuert, und es war es auch. Es ging um mich, nicht um ihn. Trotzdem habe ich mir selbst etwas Gutes verweigert, nur damit er nichts davon hat. Das Ei liegt seitdem in meiner Nachttischschublade. Und zum ersten Mal seit Jahren denke ich ernsthaft: Ich hole es da wieder raus und fange klein an. „21 Tage, dann läuft es von allein" — der Satz, mit dem ich gestartet bin. Ich kam nicht mal bis Tag fünf.Es hat sofort gewirkt — schon nach drei, vier Tagen. Genau der Moment, an dem ich Schluss gemacht habe.Der Grund lag nicht am Training — er lag in der Beziehung. Ich habe mein eigenes Ergebnis als Waffe benutzt und es einfach weggelassen.Beckenboden und Lust hängen zusammen — mehr Kraft, bessere Durchblutung, mehr Gefühl. So habe ich es damals verstanden.Es liegt noch da — gereinigt, unberührt, über zehn Jahre. Jetzt kommt es zurück auf den Nachttisch. Manchmal lässt man nicht das liegen, was nicht klappt. Manchmal lässt man genau das liegen, was klappt. Shownotes und Episodendetails Es gibt diesen einen Satz, den man überall hört: dranbleiben, dann wird es zur Gewohnheit. Bei mir war es umgekehrt. Ich musste nie erklären, warum ich aufgehört habe. Ich muss erklären, warum ich mitten im Funktionieren aufgehört habe. Der Kurs, den ich wirklich gekauft habe Es hat eine Weile gedauert, bis ich ihn überhaupt gekauft habe — teuer war er, und ich war lange nicht sicher, ob mir sowas etwas bringt. Ein Onlinekurs, englischsprachig, Frauen aus der ganzen Welt. Einmal die Woche ein Gruppencall, am Telefon, ohne Bild — das gab es damals so, keine Zoom-Calls, nichts. Eine ziemlich verrückte Geschichte, ehrlich gesagt. Ich habe nie ganz verstanden, wie das laufen sollte, und einfach brav zugehört. Die Calls konnte man sich hinterher nochmal anhören, dazu gab es viele Videos. Ich habe sie sogar herausgezögert, weil ich dachte, ohne das Ei könnte ich die Übungen sowieso nicht richtig machen. Die erste Woche war Yoga: fünf Übungen für die untere Bauch- und Beckenbodenmuskulatur. Anstrengend genug für ordentlichen Muskelkater. Und dann kam das Yoni-Ei. Man führt es ein, hält es mit dem Beckenboden, gibt leichten Widerstand. Der Trick dahinter: mit einem Gegenstand als Widerstand trainiert der Muskel stärker als ohne — genau das hatte mich an dem Kurs überzeugt. Nicht den ganzen Tag tragen, das leiert die Muskeln nur aus, wie ein Glas Wasser am ausgestreckten Arm. Sondern ein paar Minuten, ganz bewusst. Muskelkater an einer Stelle, von der ich nicht wusste, dass sie einen haben kann. Nach drei, vier Tagen tat sich was. Spürbar. Kein Einbilden. Und laut Kurs war das erst der Anfang: mehr Kraft, bessere Durchblutung, ein besseres Scheidenmilieu, mehr Lust. So habe ich es jedenfalls verstanden. Warum ich genau da aufgehört habe Ich war in einer Beziehung, die eigentlich schon vorbei war. Nur noch nicht offiziell. Und irgendwo dachte ich: Wenn ich das durchziehe, wird der Sex besser — für ihn....
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