『Ich habe den Dildo auf den Tisch gestellt』のカバーアート

Ich habe den Dildo auf den Tisch gestellt

Ich habe den Dildo auf den Tisch gestellt

無料で聴く

ポッドキャストの詳細を見る
Sich zum Sex überwinden — Shownotes Episode 022 Ich hatte nein gesagt. Zu mir selbst, ziemlich deutlich: keine Lust, zu anstrengend, ich will jetzt einfach schlafen. Eine Weile später stand ich nackt im Wohnzimmer und habe den Esstisch freigeräumt. Dazwischen lag nichts weiter als ein Kribbeln, das nicht wieder weggegangen ist. Ich habe mich umgedreht. Ich habe mir vorgerechnet, dass es spät wird und dass ich morgen früh raus muss. Ich habe überlegt, ob ich es schnell hinter mich bringe, damit Ruhe ist. Und dann bin ich doch aufgestanden, habe mir genommen, was ich haben wollte, und bin damit ins Wohnzimmer getapert. Mein Freund hat mich kurz irritiert angeguckt und danach ziemlich schnell verstanden, worum es geht. Dabei hatte ich mich längst entschieden. Meine Yoni offensichtlich nicht. Sie hat sich gemeldet, ich habe mich weggedreht, sie hat sich wieder gemeldet. So ungefähr redet sie manchmal mit mir: Aber ich will doch. Mach doch was. Das Merkwürdige daran: Der Widerstand kam von mir, nicht von außen. Niemand hat gefragt, niemand hat gedrängt, mein Freund saß nebenan und hat gar nichts gewollt. Ich lag im Bett und habe mit mir selbst diskutiert, ob sich der Aufwand lohnt. Es wird spät. Ich muss morgen früh raus. Vibrator wäre schnell, dann ist es hinter mir. Und über allem stand das Gefühl, dass ich mich damit anstrenge — für etwas, das ich früher einfach gemacht hätte. Zusammenfassung und das Wichtigste auf einen Blick Es wurde der beste Abend seit Langem. Nicht, weil etwas Neues dabei gewesen wäre, sondern weil ich zum ersten Mal seit Langem nicht gefragt habe, ob es gerade passt. Ich habe nichts erklärt und nichts verhandelt, ich habe hingestellt, was ich wollte. Und es ging in diesem Moment ausschließlich um meine Lust, nicht um den Sex, den wir gemeinsam haben können. Danach haben wir gekichert, und ich konnte endlich schlafen. Am nächsten Tag ging es mir großartig — und genau da fängt der Ärger an. Denn die Frage, die geblieben ist, lautet nicht, wie schön das war. Sie lautet: Warum muss ich mich zu meinem eigenen Glück zwingen? Früher war ich gierig, da musste mich niemand überreden, am wenigsten ich selbst. Heute liegt zwischen mir und einem Abend, der mir guttut, eine Entscheidung, die ich aktiv treffen muss. Ich habe nicht darauf gewartet, dass jemand anfängt, und ich habe auch nicht darauf gewartet, dass die Lust erst richtig da ist. Ich bin losgegangen, während ich noch dachte, ich hätte keine. Die Lust kam nach dem Nein — nicht vorher. Ich hatte mich schon entschieden, und sie hat sich trotzdem weiter gemeldet, bis ich aufgestanden bin.Umentscheiden ist erlaubt — ein Nein am Abend ist keine Unterschrift. Ich darf zwanzig Minuten später etwas anderes wollen, ohne mich dafür zu rechtfertigen.Zeigen war leichter als reden — ich habe nichts erklärt. Ich habe den Tisch freigeräumt, hingestellt, was ich brauche, und damit war klar, was ich will.Der beste Teil war der nächste Tag — ausgeruht, gut gelaunt, zufrieden. Genau deshalb ärgert es mich so, dass ich mich dahin schieben musste.Es geht also noch — die Umentscheidung ist der Beweis, dass da noch etwas ist. Ich weiß nur nicht, wie ich verlässlich drankomme. Ich habe für diese Folge keinen Punkt gefunden, an dem sich alles auflöst. Ich habe einen Abend, der funktioniert hat, und eine Wut darauf, dass er die Ausnahme war. Shownotes und Episodendetails Der Abend ist drei oder vier Wochen her. Ich erzähle ihn nicht, weil er besonders raffiniert war, sondern weil er funktioniert hat. Und weil mich seitdem eine Frage nicht loslässt, die deutlich unangenehmer ist als die Geschichte selbst. Warum ist das nicht immer so? Am nächsten Morgen lag ich wach und habe gerechnet. Es war großartig. Es hat mir gutgetan. Mir ging es den ganzen Tag besser. Und trotzdem musste ich mich vorher gefühlt zu meinem Glück zwingen. Früher war das anders herum. Ich war gierig. Ich wollte mehr, ich wollte öfter, und an manchen Tagen konnte ich gar nicht genug bekommen. Heute vergeht eine Woche, dann zwei, dann drei — und irgendwann klopfe ich innerlich an und frage: Hallo, ist da wer? Wo ist meine Lust hin? Ich merke den Unterschied auch daran, wie ich an alte Abende denke. Früher habe ich mich an guten Sex erinnert und wurde beim Erinnern schon wieder feucht. Heute erinnere ich mich, finde es immer noch großartig — und ein Bedürfnis entsteht daraus nicht. Genau das finde ich schlimm. Dazu kommt, dass ich es körperlich spüre. Ohne Sex habe ich mehr Kopfschmerzen. Ohne Sex habe ich mehr von allem anderen. Mir ist seit Neuestem öfter schlecht, meine Periode macht sowieso, was sie will, und die Hormone laufen zur Tür rein und wieder raus, wie es ihnen gerade passt. Das ist kein Wohlfühlprogramm, das ist eine Baustelle. Und ich habe an dem Abend etwas gelernt, das mit Lust erst mal gar nichts zu tun hat: Ich musste nichts erklären. Ich habe keinen Satz gesucht, keine Ansage vorbereitet, ...
adbl_web_anon_alc_button_suppression_t1
まだレビューはありません