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Homeoffice für alle? Außer Azubis. Warum die einen Vertrauen kriegen und die anderen Kontrolle

Homeoffice für alle? Außer Azubis. Warum die einen Vertrauen kriegen und die anderen Kontrolle

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Stell dir vor: Der Azubi muss freitags ins Büro kommen. Vorschrift. Nur ist freitags kein Kollege da. Er sitzt also allein im leeren Großraumbüro, versucht jemanden zu erreichen, niemand geht ran ... und fragt sich zu Recht, was er hier eigentlich soll. Willkommen in der Logik vieler Betriebe: Homeoffice für alle, außer Azubis. Heute am Küchentisch: Brigitte Teschner von der Ausbildungsakademie der Frankfurt School of Finance & Management seit 16 Jahren selbst im Homeoffice und damit lange bevor es cool war.

Brigitte kennt beide Seiten. Die der „du hast es ja so gut"-Sprüche von der Handball-Mutti, die in jedem Homeoffice nur Gartenliege und Faulheit vermutet. Und die des realen Drucks, ständig erreichbar sein zu müssen, nur damit niemand denkt, man arbeite nicht. Wir reden darüber, warum pauschale Sonderregeln für Azubis fast immer ein Vorurteil sind und kein Argument, warum schlechtes Homeoffice selten am Ort liegt und fast immer an der Aufgabe, und warum „wer zu Hause nicht arbeitet, im Büro oft auch nicht" mehr Wahrheit enthält, als manchem Ausbilder lieb ist.

Dazu das Handwerkszeug, das wirklich hilft: Check-in und Check-out statt Kontrollblick über die Schulter, den eigenen Rhythmus respektieren statt „ab sieben am Schreibtisch, weil ich das so will", Erwartungen ehrlich klären statt sie ungesagt vorauszusetzen. Wir sprechen über den Mobile-Work-Knigge fürs Onboarding, über die Frage, ob der Azubi zu Hause überhaupt einen ruhigen Platz hat, über Wirkung vor der Kamera und die Ich-Botschaft als faires Feedback-Werkzeug. Und über die ehrliche Grenze: Smalltalk mit dem Vorstand am Kuchentisch lernt niemand im Homeoffice. Ausbildung ist eben mehr als Fachausbildung. Am Ende bleibt ein Satz, den man sich rahmen kann: Traut es den Azubis zu. Und wenn es mal nicht klappt, redet drüber, statt zu kontrollieren.


Kapitel

(0:00) – Intro: Ausbildung nur nicht lauwarm
(1:00) – Vorstellung von Brigitte Teschner
(3:47) – Kaffee oder Mate? Die obligatorische Einstiegsfrage
(4:58) – Vorurteile über Homeoffice: „Du hast es so gut“
(7:00) – Mobile Arbeit vor Teams & Zoom: Die Anfänge vor 16 Jahren
(10:31) – Homeoffice, Telearbeit oder Mobile Work – die Unterschiede
(11:32) – Corona als Wendepunkt für digitales Arbeiten
(14:05) – Müssen Azubis zwingend ins Büro?
(16:10) – Kontrolle, Vertrauen und Produktivität im Homeoffice
(19:15) – Wie mobiles Arbeiten für Azubis gelingen kann
(21:15) – Struktur statt Kontrolle: Check-ins und feste Routinen
(26:20) – Transparenz schafft Vertrauen
(29:10) – Warum das Büro trotzdem wichtig bleibt
(32:00) – Digitaler Knigge: Verhalten in Videokonferenzen
(39:00) – Wirkung vor der Kamera und typische Fehler
(45:00) – Was Azubis nur vor Ort lernen können
(47:20) – Lernjournal, Reflexion und Sichtbarkeit von Fortschritten
(49:00) – Ergebnisse statt reine Anwesenheit messen

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