エピソード

  • 13 Slowbalisierung und der Umbau der Weltwirtschaft
    2026/10/27
    „Das Ende der Globalisierung“, „Die Welt entkoppelt sich“: Solche Schlagzeilen begleiten uns seit Jahren. Herbert und Mara fragen nüchtern nach, ob das stimmt. Die Antwort beginnt mit einer Unterscheidung, nämlich zwischen Rückbau und Umbau. Die Zahlen zeigen keinen Zusammenbruch der Verflechtung. Sie zeigen ein anderes Tempo. Die Fäden werden nicht durchgeschnitten, sondern neu geknüpft, und zwar nach einem neuen Kriterium. Früher zählte vor allem der günstigste Ort, heute zählt zusätzlich der verlässlichste. Friend-Shoring und Regionalisierung verschieben die Karte. Doch politische Verlässlichkeit ist keine feste Größe, und wer Effizienz gegen Vertrauen tauscht, kauft sich eine neue Unsicherheit ein. Gleichzeitig beginnt mit Richard Baldwins digitaler Globalisierung der Dienstleistungen längst die nächste Phase. Was sich wirklich verändert hat, ist unser Blick: Verflechtung gilt nicht mehr als Segen, sondern als Risiko. Weil Wahrnehmung Politik macht, entsteht so ein leiser Umbau, der die Welt verändert, während alle über das Falsche streiten. Dieser Podcast basiert auf einem Originalskript von Dr. Herbert-Michael Zapf. Er ist Professor für Wirtschaft, Geopolitik und Strategie an der ESCP Business School in Paris und an der Brest Business School (BBS) in Brest. Die Audiofassung wurde mit Unterstützung von Google NotebookLM produziert und redaktionell überarbeitet.
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    26 分
  • 12 Warum 50-Cent-Chips die Weltwirtschaft lahmlegen
    2026/10/20
    Wir sagen „Lieferkette“ und denken an Glieder in einer Reihe: Rohstoff, Teil, Montage, Laden. Herbert und Mara räumen mit diesem Bild auf. Moderne Produktion ist ein Netz aus Tausenden Fäden. Gewoben ist es aus Spezialisierung, Skaleneffekten und einer Technik, die Fertigung über den ganzen Globus verteilt und trotzdem im Takt hält. Dieses Netz ist ungeheuer produktiv, doch jede Verflechtung ist zugleich eine Abhängigkeit. Die Pandemie hat gezeigt, wie ein einziges fehlendes Teil ganze Branchen stilllegen kann. Die kritischsten Knoten sitzen oft nicht bei Weltkonzernen. Sie sitzen bei unscheinbaren Hidden Champions in der Provinz oder in der einen Region, aus der die fortschrittlichsten Halbleiter der Welt kommen. Wer diese Netze zurückbauen will, stößt auf den unbequemen Teil: Alle wollen Resilienz, solange jemand anderes sie bezahlt. Statt Deglobalisierung erleben wir deshalb eine Neu-Verdrahtung. Jede Entscheidung darin bleibt eine Abwägung zwischen Sicherheit und Effizienz. Dieser Podcast basiert auf einem Originalskript von Dr. Herbert-Michael Zapf. Er ist Professor für Wirtschaft, Geopolitik und Strategie an der ESCP Business School in Paris und an der Brest Business School (BBS) in Brest. Die Audiofassung wurde mit Unterstützung von Google NotebookLM produziert und redaktionell überarbeitet.
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    25 分
  • 11 Globalisierung ist kein Naturgesetz
    2026/10/13
    Die Weltwirtschaft wirkt wie die Gezeiten: Sie kommt über uns und fragt niemanden. Herbert und Mara halten dagegen. Globalisierung ist kein Naturgesetz, sondern ein Bauwerk mit Bauplänen, Bauherren und Gewinnern, die man beim Namen nennen kann. Technik senkt die Kosten, aber die Regeln schreiben Menschen an Verhandlungstischen, von Bretton Woods über das GATT bis zur WTO. Und wer die Regeln schreibt, bestimmt, wer gewinnt. Zwei Fälle zeigen, was daraus folgt. China hat massiv von offenen Märkten profitiert, ohne die politische Öffnung zu liefern, die man stillschweigend mitversprochen hatte. Kerala im Süden Indiens exportiert Menschen statt Waren und finanziert mit teurer Ausbildung einen Wohlstand, dessen Nutzen in Dubai und Riad entsteht. Darunter liegt ein struktureller Widerspruch: Kapital ist mobil, Arbeit nicht. Dani Rodriks Trilemma erklärt, warum tiefe Integration, nationale Souveränität und politische Stabilität nie alle drei zugleich zu haben sind und warum das Thema überall politisch giftig wird. Dieser Podcast basiert auf einem Originalskript von Dr. Herbert-Michael Zapf. Er ist Professor für Wirtschaft, Geopolitik und Strategie an der ESCP Business School in Paris und an der Brest Business School (BBS) in Brest. Die Audiofassung wurde mit Unterstützung von Google NotebookLM produziert und redaktionell überarbeitet.entscheiden muss
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    25 分
  • 10 Warum uns exakte Prognosen blind machen
    2026/10/06
    Unsicherheit statt Risiko Warum scheitern die ausgeklügeltsten mathematischen Modelle an der Börse so spektakulär, wenn es hart auf hart kommt? In dieser Folge räumen Herbert und Mara mit einem der verhängnisvollsten Missverständnisse der modernen Wirtschaft auf: der Gleichsetzung von Risiko und Unsicherheit. Während Risiko berechenbar ist wie ein Würfelspiel, entzieht sich echte Unsicherheit jeder Statistik. Die beiden zeigen am Beispiel der Finanzkrise von 2008 und dem berühmten Bild des Schwarzen Schwans, warum die gefährlichsten Fehler entstehen, wenn wir das Unberechenbare für kalkulierbar halten. Im Gezeitenglossar definieren sie am Ende dieses wichtige Begriffspaar und erklären, warum echter unternehmerischer Gewinn überhaupt erst dort entsteht, wo niemand die Zukunft genau vorhersagen kann. Dieser Podcast basiert auf einem Originalskript von Dr. Herbert-Michael Zapf. Er ist Professor für Wirtschaft, Geopolitik und Strategie an der ESCP Business School in Paris und an der Brest Business School (BBS) in Brest. Die Audiofassung wurde mit Unterstützung von Google NotebookLM produziert und redaktionell überarbeitet. Herbert ist auf dem Cover als reale Person zu sehen; Mara ist ein fiktiver, KI-generierter Avatar ohne reales Vorbild. Beide Podcaststimmen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
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    28 分
  • 9 Warum wir heute noch auf QWERTZ tippen
    2026/09/29
    In der Auftaktfolge (Folge 0) haben wir gesehen, wie historische Zufälle uns auf einen einmal eingeschlagenen Pfad setzen. Heute drehen Herbert und Mara die Frage um: Warum kommen wir von diesem Pfad nicht mehr herunter — selbst dann nicht, wenn längst eine bessere Alternative bereitsteht? Warum tippen wir noch immer auf Tastaturen, deren Buchstabenanordnung (QWERTZ) ursprünglich nur das Verhaken mechanischer Schreibmaschinenhebel verhindern sollte? Am Beispiel des Silicon Valley zeigen die beiden, dass sich in der Wirtschaft keineswegs immer das beste Produkt durchsetzt — und dass ein einmal gelegter Pfad sich mit der Zeit selbst verstärkt. Im Gezeitenglossar führen sie dazu den Lock-in (das Einrasten) ein: den Moment, in dem der Wechsel auf das Bessere schlicht zu teuer und zu aufwendig wird. Dieser Podcast basiert auf einem Originalskript von Dr. Herbert-Michael Zapf. Er ist Professor für Wirtschaft, Geopolitik und Strategie an der ESCP Business School in Paris und an der Brest Business School (BBS) in Brest. Die Audiofassung wurde mit Unterstützung von Google NotebookLM produziert und redaktionell überarbeitet. Herbert ist auf dem Cover als reale Person zu sehen; Mara ist ein fiktiver, KI-generierter Avatar ohne reales Vorbild. Beide Podcaststimmen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
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    32 分
  • 8 Warum starke Länder schwache Partner brauchen
    2026/09/22
    Herbert und Mara wenden sich einer der ältesten und mächtigsten Ideen der Ökonomie zu: dem komparativen Vorteil. Herbert erzählt das berühmte Beispiel — selbst wenn ein Land beides besser herstellt, Tuch und Wein, lohnt es sich für beide Seiten, wenn jedes sich auf das konzentriert, worin sein Vorsprung am größten ist, und den Rest eintauscht. Das Erstaunliche daran ist der Kern der heutigen Frage: Der Starke braucht den Schwachen. Weil auch die Arbeitskraft des überlegenen Landes begrenzt ist, gewinnt selbst es, wenn es das, worin es nur wenig besser ist, dem Partner überlässt und seine Kräfte dort bündelt, wo es am meisten herausholt. Mara bleibt skeptisch: Klingt zu schön — wenn beide gewinnen, warum fühlt sich Handel dann so oft nach Gewinnern und Verlierern an? Genau hier öffnet sich der Widerspruch. Die Theorie sagt, dass beide gewinnen — aber nicht, wer wie viel, und nicht, dass die Rollen gerecht verteilt sind. Durch die drei Linsen wird sichtbar, was jede einzelne übersieht: Im Markt ist der komparative Vorteil real — Spezialisierung steigert die gesamte Produktion, Handel ist kein Nullsummenspiel; die Institutionen zeigen, dass dieser Vorteil nicht von der Natur festgelegt ist, sondern von Bildung, Infrastruktur, Politik und Geschichte geformt wird — wer sich worauf spezialisiert, ist zum Teil gewählt, nicht gegeben, und kann zur Falle werden, wenn ein Land auf der niedrigen Stufe festwächst; und die Macht entscheidet über die Verteilung der Gewinne und über die Abhängigkeit, die aus Spezialisierung erwächst — wer den Zugang zum Tausch kontrolliert, kann den Partner, den er braucht, zugleich beherrschen. Darüber liegt wieder das Gezeitenbild: Der Handel ist die Flut, die beide Häfen hebt — aber sie hebt sie nicht gleich hoch, und wer die Fahrrinne kontrolliert, bestimmt, wann das Wasser in den anderen Hafen läuft. Übergang nicht als Störung, sondern als Grundzustand. Die Folge prägt das Glossarwort komparativer Vorteil. Dieser Podcast basiert auf einem Originalskript von Dr. Herbert-Michael Zapf. Er ist Professor für Wirtschaft, Geopolitik und Strategie an der ESCP Business School in Paris und an der Brest Business School (BBS) in Brest. Die Audiofassung wurde mit Unterstützung von Google NotebookLM produziert und redaktionell überarbeitet. Herbert ist auf dem Cover als reale Person zu sehen; Mara ist ein fiktiver, KI-generierter Avatar ohne reales Vorbild. Beide Podcaststimmen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
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    27 分
  • 7 Die riskante Wette auf ewiges Wachstum
    2026/09/15
    Herbert und Mara nehmen sich die selbstverständlichste Erwartung der modernen Wirtschaft vor: dass sie wächst. Herbert erklärt, wie tief diese Annahme sitzt — Renten, Kredite, Staatshaushalte, ganze politische Versprechen rechnen fest mit dem Zuwachs von morgen. Mara hält das für den Normalfall: Wächst eine Wirtschaft nicht einfach, wenn man sie lässt? Genau hier öffnet sich der Widerspruch. Über fast die gesamte Menschheitsgeschichte wuchs so gut wie nichts; was eine Generation erwirtschaftete, zehrte die nächste auf, und mehr Wohlstand bedeutete bloß mehr Menschen, die ihn teilten. Erst seit rund zweihundertfünfzig Jahren wächst der Wohlstand anhaltend — ein historischer Ausnahmezustand, keine Naturkonstante. Wir haben die Ausnahme für die Regel genommen. Durch die drei Linsen wird sichtbar, was jede einzelne übersieht: Im Markt preisen Kurse und Bewertungen künftiges Wachstum längst ein — das ganze Gebäude ruht auf einer Erwartung, die historisch die Seltenheit ist, nicht der Dauerzustand; die Institutionen — Rentensysteme, Staatsschulden, Sozialverträge — sind Versprechen, die sich nur einlösen lassen, solange der Zuwachs weiterläuft, und tragen so einen Wachstumszwang in sich; und die Macht zeigt sich in der Verteilung: Solange die Flut steigt, schweigt der Konflikt, weil jedes Boot mit ihr aufsteigt — stockt das Wachstum, wird die Frage, wer wie viel bekommt, mit einem Mal scharf. Darüber liegt wieder das Gezeitenbild: Wachstum ist die steigende Flut, die alle Boote hebt — aber die Flut steigt nicht ewig. Fällt sie, sitzen die Boote, die nur auf dem Wasser schwammen, auf dem Grund auf, und es wird sichtbar, wem die tiefen Liegeplätze gehören. Übergang nicht als Störung, sondern als Grundzustand. Die Folge prägt das Glossarwort Wachstumszwang. Dieser Podcast basiert auf einem Originalskript von Dr. Herbert-Michael Zapf. Er ist Professor für Wirtschaft, Geopolitik und Strategie an der ESCP Business School in Paris und an der Brest Business School (BBS) in Brest. Die Audiofassung wurde mit Unterstützung von Google NotebookLM produziert und redaktionell überarbeitet. Herbert ist auf dem Cover als reale Person zu sehen; Mara ist ein fiktiver, KI-generierter Avatar ohne reales Vorbild. Beide Podcaststimmen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
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    14 分
  • 6 Marktgleichgewicht ist ein Lineal kein Foto
    2026/09/08
    Herbert und Mara kommen zum Herzstück der Lehrbuchökonomie: dem Marktgleichgewicht. Herbert erklärt das elegante Bild — Angebot und Nachfrage treffen sich in einem Punkt, dem Preis, der den Markt räumt: Jeder, der zu diesem Preis kaufen will, findet einen Verkäufer, und umgekehrt. Wird der Markt gestört, pendelt er, so die Annahme, von selbst dorthin zurück. Der Markt in Ruhe. Mara fragt nach: Wenn Märkte immer ins Gleichgewicht zurückfinden — warum hat sie dann noch nie einen erlebt, der wirklich stillhält? Genau hier öffnet sich der Widerspruch. Das Gleichgewicht ist ein Standbild, kein Zustand. Reale Märkte ruhen fast nie; sie schießen über das Ziel hinaus, drehen, überkorrigieren. Erwartungen treiben die Preise, und die Preise verändern die Erwartungen — eine Rückkopplung, die nicht zur Ruhe führt, sondern zur Bewegung: Blasen, die sich selbst aufblähen, Abstürze, die sich selbst beschleunigen. Durch die drei Linsen wird sichtbar, was jede einzelne übersieht: Im Markt ist das Gleichgewicht ein nützliches Modell — und zugleich eine Momentaufnahme, die schon veraltet ist, sobald man sie festhält; die Institutionen, Regeln, die Erwartungen stabilisieren, entscheiden, ob ein Markt überhaupt in die Nähe eines Gleichgewichts findet oder in seinen Schwankungen gefangen bleibt; und die Macht liegt bei dem, der das Ungleichgewicht aussitzen kann, denn wer tiefe Taschen und langen Atem hat, bestimmt, wo sich der Preis am Ende einpendelt. Darüber liegt wieder das Gezeitenbild: Das Gleichgewicht ist der eine Wasserstand, den man für das Meer hält — doch das Meer ist das Steigen und Fallen selbst. Wer die Ruhe für den Normalfall nimmt, verwechselt die Ebbe mit dem Meer. Übergang nicht als Störung, sondern als Grundzustand. Die Folge prägt das Glossarwort Rückkopplung. Dieser Podcast basiert auf einem Originalskript von Dr. Herbert-Michael Zapf. Er ist Professor für Wirtschaft, Geopolitik und Strategie an der ESCP Business School in Paris und an der Brest Business School (BBS) in Brest. Die Audiofassung wurde mit Unterstützung von Google NotebookLM produziert und redaktionell überarbeitet. Herbert ist auf dem Cover als reale Person zu sehen; Mara ist ein fiktiver, KI-generierter Avatar ohne reales Vorbild. Beide Podcaststimmen wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.
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    13 分