Ghosting. Quiet Quitting. Und dazwischen?
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Drei Wochen Funkstille nach der Bewerbung. Eine automatische Eingangsbestätigung, die keiner als Antwort zählt. Und dann wundern wir uns, dass der Azubi weg ist.
Lisa Kühn (Azubeasy) hat selbst gelernt, selbst den Betrieb gewechselt, selbst in der Ausbildung Schulden gemacht, weil ihr keiner gesagt hat, wie das mit dem Geld läuft. Heute ist sie die neutrale Instanz, der sich Azubis anvertrauen, wenn sie sich nicht mehr zur Kammer trauen. Und sie sagt einen Satz, der wehtut: Beim Ghosting darf sich jeder mal an die eigene Nase fassen.
In dieser Folge drehen wir den Spieß um. Azubis ghosten nicht einfach so. Manchmal werden sie geghostet. Manchmal werden sie gegangen.
Wir reden über Bewerbende, die mit dem Handy aufgewachsen sind und auf Social Media in Sekunden Resonanz bekommen... und dann vier Wochen auf eine Zusage warten sollen. Über das Loch zwischen Zusage und erstem Tag, in dem Unternehmen oft genau gar nichts tun und sich am Ende über No-Shows wundern. Über die Frage, ob ein Betrieb heute auch ein Stück Erziehungsarbeit leisten muss. Und über zwei Welten, die beim Wort "Feierabend" hörbar aneinandergeraten.
Am Ende stellt Alex die eine Frage, die Lisa kurz ins Schwitzen bringt: Wen hast du eigentlich zuletzt geghostet?
Kaffee & Mate. Bleibt wach.
Kapitel
(0:00) – Intro: Ausbildung nur nicht lauwarm
(1:00) – Wer ist Lisa? Von der Hotelfachfrau zur Azubi-Stimme
(4:13) – Kaffee oder Mate? Warum es eigentlich Matcha ist
(6:15) – Wenn Azubis Hilfe suchen: Die Realität hinter den Nachrichten
(8:55) – Was Betriebe oft unterschätzen: Nicht jedes Elternhaus trägt
(11:40) – Verändert sich die Rolle von Ausbildungsbetrieben?
(13:00) – Azubis lernen von Azubis: Netzwerke statt Einzelkämpfer
(18:20) – Ghosting im Recruiting: Warum Bewerber verschwinden
(20:15) – Generation Feedback: Warum drei Wochen zu lang sind
(22:45) – Automatische Eingangsbestätigung reicht nicht
(24:10) – Zusage sofort oder Bedenkzeit?
(28:00) – Preboarding statt Funkstille
(31:50) – Wie man Commitment vor Ausbildungsstart aufbaut
(35:20) – Azubis im Bewerbungsgespräch einbinden
(40:30) – Gemeinschaft fördern ohne Grüppchenbildung
(43:10) – Das größte Spannungsfeld: Unterschiedliche Sicht auf Arbeit
(44:30) – Work-Life-Balance, Erwartungen und Generationenkonflikte