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GESUNDER SCHLAF: Was hilft wirklich – und was nicht?

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概要

Schlafstörungen, Einschlafprobleme, nächtliches Aufwachen oder chronische Müdigkeit betreffen viele Menschen. In dieser Folge von „Fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker“ erklärt Prof. Dr. med. Harald Schmidt, was gesunder Schlaf wirklich braucht, was nachweislich hilft – und welche verbreiteten Annahmen eher Mythen sind.

Während häufig über Ernährung oder Übergewicht gesprochen wird, ist dauerhafter Schlafmangel vermutlich eines der größten unterschätzten Gesundheitsprobleme. Viele Menschen fühlen sich tagsüber müde, erschöpft oder weniger leistungsfähig, ohne den Schlaf als zentrale Ursache zu erkennen.

Etwa jeder fünfte Erwachsene und rund 30 Prozent aller Kinder leiden unter Schlafstörungen. Typische Probleme sind langes Einschlafen, unruhiger Schlaf mit häufigem Erwachen oder frühes Aufwachen ohne wieder einschlafen zu können. Die benötigte Schlafdauer hängt vom Alter ab: Kinder schlafen meist etwa neun Stunden, Erwachsene rund sieben Stunden, ältere Menschen oft weniger. Entscheidend ist dabei nicht nur die Dauer, sondern vor allem die Qualität des Schlafs.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Schlaf vor Mitternacht grundsätzlich gesünder sei. Für die Erholung sind vor allem die ersten drei bis vier Stunden Schlaf entscheidend. Gelegentlich wenig zu schlafen ist meist unproblematisch – kritisch wird es, wenn schlechter Schlaf zur Regel wird.

Auch wenn die biologischen Funktionen des Schlafs noch nicht vollständig geklärt sind, ist gut belegt, dass chronische Schlafstörungen das Risiko für Übergewicht, Diabetes und neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer erhöhen können.

Häufige Ursachen für schlechten Schlaf sind Stress und Grübeln, Alkohol, bestimmte Medikamente, Schmerzen, nächtlicher Harndrang, Hitzewallungen, Schlafapnoe, Schichtarbeit sowie eine ungünstige Schlafumgebung mit Lärm, Licht oder falscher Raumtemperatur. Auch die Nutzung von Smartphone, Tablet oder Computer am Abend kann den Schlaf deutlich beeinträchtigen.

Um den eigenen Schlaf besser einordnen zu können, kann eine Analyse hilfreich sein. Schlaf-Tracking-Apps wie Sleep Cycle können Schlafdauer und Schlafmuster sichtbar machen und dabei helfen, persönliche Einflussfaktoren zu erkennen.

Diese Episode legt die Grundlage für weitere Folgen zu Schlafhygiene sowie zu medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten bei Schlafstörungen.

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