Folge 31: KI im Handwerk – ein Use Case zwischen Baustelle, Büro und Vertrauen | Teil 2
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KI im Handwerk, Teil 2: Co-Creation, Vertrauen und menschliche Kontrolle
Wie wird aus einer guten technologischen Idee eine Lösung, die Menschen im Arbeitsalltag tatsächlich nutzen?
Im zweiten Teil des Gesprächs mit Workcraft-Gründerin Jenny Kantor geht es um die entscheidenden Fragen nach der technischen Entwicklung: Wie entsteht Akzeptanz? Welche Funktionen bringen Handwerksbetrieben einen spürbaren Nutzen? Und an welchen Stellen darf eine KI unterstützen, aber nicht selbstständig entscheiden?
Jenny beschreibt die Pilotphase von Workcraft als Co-Creation. Die teilnehmenden Betriebe testen nicht nur eine fertige Anwendung, sondern bringen ihre Erfahrungen, Anforderungen und Ideen direkt in die Entwicklung ein. Funktionen entstehen damit nicht am Schreibtisch des Entwicklungsteams, sondern aus konkreten Situationen im Handwerksalltag.
Besonders gefragt sind die Materialdokumentation, die sprachbasierte Erfassung sowie die Möglichkeit, Angebote und Rechnungen schneller zu erstellen. Entscheidend sind jedoch nicht möglichst viele Funktionen. Die Anwendung muss intuitiv sein, Zeit sparen und den Betrieben mehr Übersicht geben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Vertrauen und Datenschutz. Kundendaten, Adressen, Bestellungen und Sprachaufnahmen sind sensible Informationen. Jenny erklärt, wie die Daten der einzelnen Betriebe voneinander getrennt werden und warum Workcraft bei wichtigen Handlungen auf das Human-in-the-Loop-Prinzip setzt: Angebote, Bestellungen oder Nachrichten werden vorbereitet, aber weiterhin von einem Menschen geprüft und versendet.
Die Folge zeigt: Verantwortungsvolle Automatisierung bedeutet nicht, den Menschen aus dem Prozess zu entfernen. Sie bedeutet, ihn gezielt zu entlasten und gleichzeitig seine Entscheidungsfähigkeit zu erhalten.
In dieser Folge erfährst du:
– warum Pilotkunden bei Workcraft zu Mitentwicklern werden
– welche Funktionen im Handwerk besonders gefragt sind
– wie durch kleine Erfolgserlebnisse Vertrauen in neue Systeme entsteht
– weshalb Usability wichtiger sein kann als die Zahl der Funktionen
– wo Workcraft bewusst Grenzen für die Automatisierung setzt
– welche Fragen bei Mitarbeiterakzeptanz und Zeiterfassung entstehen
– was andere Unternehmen aus diesem Use Case lernen können
– warum zuerst das Problem und der Prozess verstanden werden müssen
– welche weiteren Zielgruppen künftig von der Lösung profitieren könnten
Kapitel:
00:00 Die Rolle des Menschen in der intelligenten Automatisierung
00:24 Nutzen der Pilotprojekte
00:31 Feedback und Co-Creation
03:23 Pilotteilnehmer und Boni
04:12 Funktionen im Pilotprojekt
05:37 Beliebteste Funktionen und Features
07:24 Umgang mit Handwerkern und Vertrauen
07:39 Qualitätsmerkmale und Usability
11:21 Der KI-Hype und seine Auswirkungen
12:21 Vertrauen in KI und Datenschutz
14:49 Mitarbeiterakzeptanz und Zeitmanagement
16:41 Lernmöglichkeiten für andere Unternehmen
21:42 Zukunftsperspektiven und Zielgruppenerweiterung
Die zentrale Erkenntnis:
Nicht jeder Prozess braucht KI. Aber jeder sinnvolle KI-Einsatz braucht ein klar verstandenes Problem, einen gut gestalteten Prozess und Menschen, die weiterhin Verantwortung übernehmen.
Mehr über Jenny und Workcraft
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jennifer-kantor/
Instagram: Workcraft: https://www.instagram.com/workcraft.app/
Website: https://workcraft.pro/