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Folge 2: Stockholm Syndrom

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Willkommen bei „In den Häschenbau“, dem Podcast für alle, die gerne neugierig sind und sich in faszinierenden Themen verlieren. In jeder Folge steigen wir gemeinsam in ein neues Rabbit Hole hinab und gehen Fragen nach, die auf den ersten Blick ganz einfach wirken, bis man anfängt, genauer hinzusehen.

In dieser Folge geht es um eine besondere Form menschlicher Verbundenheit, die vor allem durch ihre scheinbare Widersprüchlichkeit fasziniert: das Stockholm-Syndrom.

Stell dir vor, du befindest dich in einer Situation, in der ein anderer Mensch über dein Leben, deine Freiheit und deine Sicherheit bestimmt. Du hast Angst, kannst der Situation nicht einfach entkommen und bist vollständig von dieser Person abhängig. Und trotzdem beginnst du irgendwann, Verständnis für sie zu entwickeln, ihr zu vertrauen oder sogar eine emotionale Bindung aufzubauen.

Wie kann so etwas überhaupt passieren? Warum richtet sich unser Mitgefühl manchmal ausgerechnet auf den Menschen, von dem die Bedrohung ausgeht? Und was muss in einer Extremsituation geschehen, damit aus Angst und Abhängigkeit etwas entsteht, das sich für die betroffene Person wie eine echte Verbindung anfühlen kann?

Um diese Fragen zu beantworten, beschäftigen wir uns mit den Mechanismen, die hinter solchen Bindungen stehen können. Dabei geht es um Angst und Stress, aber auch um Abhängigkeit, Isolation, Belohnung und die Bedeutung scheinbar kleiner positiver Gesten. Denn wenn die eigene Sicherheit von einer einzigen Person abhängt, können selbst kleinste Momente von Freundlichkeit plötzlich eine völlig andere Bedeutung bekommen.

Und was macht eine solche Erfahrung mit unserem Gehirn und unserer Psyche? Und warum können Gefühle, die unter extremen Umständen entstanden sind, noch lange danach eine Rolle spielen?


Doch hinter dem Begriff steckt noch eine weitere interessante Frage: Ist das Stockholm-Syndrom tatsächlich ein anerkanntes psychologisches Syndrom? Oder wurde hier aus einzelnen außergewöhnlichen Fällen ein Begriff geschaffen, der heute viel häufiger verwendet wird, als es die wissenschaftliche Grundlage eigentlich zulässt?Wir werfen deshalb auch einen Blick auf die Entstehung des Begriffs und auf bekannte Fälle, die unsere Vorstellung davon geprägt haben.

Wir freuen uns, dass du dabei bist. Also komm mit und wir steigen gemeinsam in den Häschenbau.


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