エピソード

  • Wer gewinnt den Kampf um Polens Justiz?
    2026/11/05
    Am Freitag Abend schlugen die Wellen in Warschau hoch. Vor dem Verfassungsgericht demonstrierten Rechte und Rechtsnationale mit polnischen Flaggen, einige versuchen das Tor zum Gericht aufzubrechen. Mitten in der Nacht traf dann auch Polens Staatspräsident Karol Nawrocki ein und drängte sich durch die Menschenmenge ins Gebäude. Dabei drückte der Präsident, ein ehemaliger Amateur-Boxer, auch eine Richterin nach unten. Der politische Kampf ums Verfassungsgericht ist damit vollends eskaliert, auch physisch. Aber was ist da genau los, wer kämpft gegen wen - und hat die Demokratie Polens eine Chance? Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung taz-Auslandsredakteurin Judith Poppe mit unserer Korrespondentin für Polen, Gabriele Lesser. Die Folge wurde am 4. November 2026 um 10.30 MEZ aufgezeichnet.
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    20 分
  • Neustart in Serbien? Wie die Studierendenbewegung nach der Wahl das Land verändern will
    2026/10/28
    In Serbien macht sich Hoffnung breit. Trotz eines befürchteten Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen der Studentenliste und der Fortschrittspartei von Alexander Vučić, gewannen die Studierenden die Parlamentswahl am vergangenen Sonntag deutlich. „Die Hooligans standen schon bereit, um bei einem knappen Wahlsieg für Einschüchterung zu sorgen“, berichtet Andrej Ivanji aus Belgrad. Er lebt und arbeitet in Serbien und hat die Studierendenbewegung die vergangenen zwei Jahre eng begleitet. Doch bei solch einem klaren Sieg musste selbst Vučić seine Niederlage eingestehen. „Auf den Straßen lag man sich weinend und lachend in den Armen, niemand hat damit gerechnet, dass unsere Jugend ihre eigene Zukunft wirklich bestimmen darf“, erzählt Ivanji. Doch wie geht es nun weiter nach diesem Erdrutschsieg? Wie kann aus einer Protestbewegung eine Regierung hervorgehen? Liegt die Zukunft Serbiens wieder in der EU? Darüber sprechen in der Fernverbindung taz-Redakteurin Anastasia Zejneli und taz‑Korrespondent Andrej Ivanji.  Diese Folge wurde am 28.10.26 um 9.30 Uhr MEZ aufgezeichnet. Fernverbindung – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
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    27 分
  • Kakerlaken gegen Modi: Wer sind Indiens Gen-Z-Rebellen?
    2026/10/22
    In Indien demonstrieren seit Monaten junge Menschen unter dem Banner der "Kakerlakenbewegung". Im Sommer beklagten sie Missstände im Bildungssystem und erreichten schließlich den Rücktritt des Bildungsministers. Aktuell prangert die Bewegung in einer zweiten Protestwelle eine Streichung der Wählerlisten an. Über 130 Millionen Namen hat die Modi-Regierung aus den Verzeichnissen gestrichen – ein Schritt, der sich in den Augen der Demonstranten auch gegen Minderheiten und arme Menschen richtet. Mit der Kakerlakenbewegung verbunden ist die satirische Partei Cockroach Janta Party (CJP). Der Name ist eine Anspielung auf die herrschende hindu-nationalistische BJP von Premier Narendra Modi. Die Sprecher und Vorsitzenden der CJP wurden schon mehrmals von der Polizei verhaftet oder in Gewahrsam genommen. Doch wie lassen sich die CJP und die Bewegung ideologisch verorten? Was wollen sie erreichen? Und wie stehen die Chancen, dass sie Modis Macht wirklich gefährlich werden können? Darüber spricht taz-Korrespondent Leon Holly mit der Indien-Korrespondentin Natalie Mayroth. Die Folge wurde aufgezeichnet am 21.10.2026 um 11.00 MEZ.
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    23 分
  • Schulproteste in Frankreich: Steigt der Druck auf Macron?
    2026/10/07
    Sie blockieren Schulen, zünden Böller, Eingangshallen brennen. In Frankreich geht die Jugend auf die Straße. Sie protestieren gegen schlechte Ausstattung, schwierige Lernbedingungen und die Bildungspolitik der Regierung. Doch ihre Wut reicht tiefer. Bei den Protesten kommt es zu Gewalt, gleichzeitig wächst die Solidarität von Lehrkräften, Eltern und Studierenden. Denn der Haushaltsplan der Regierung benachteiligt auch Lehrkräfte enorm. Warum eskaliert der Konflikt? Woher kommt die Wut der Jugendlichen und welche Rolle spielen Polizei, Opposition und die Protestkultur Frankreichs? Und könnte die Bewegung sogar die Präsidentschaftswahl 2027 beeinflussen? taz-Redakteurin Anastasia Zejneli spricht mit taz-Frankreich-Korrespondent Rudolf Balmer über die Hintergründe der Proteste und ihre politische Bedeutung. Diese Folge der fernverbindung wurde am 07. Oktober um 8.30 Uhr MEZ aufgezeichnet.
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    19 分
  • Brasilien wählt - droht der nächste Rechtsruck in Lateinamerika?
    2026/09/30
    Brasilien wählt und die ganze Welt schaut zu – so titeln international etliche Medien. Und tatsächlich geht es um viel, wenn die Brasilianer:innen an diesem Wochenende unter anderem einen neuen Präsidenten wählen. Offiziell treten 13 Kandiat:innen an, in Wahrheit geht es um ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem bisherigen Präsidenten Lula da Silva und seinem stärksten Kontrahenten Flávio Bolsonaro – dem Sohn von Ex-Präsident Jair Bolsonaro. Droht mit Bolsonaro ein weiterer Rechtsruck in Lateinamerika, in einem Land wie Brasilien, das wirtschaftlich und politisch enorm relevant ist? Was erhoffen sich die Menschen vor Ort? Und kann der Hoffnungsträger der Linken, Lula da Silva, eine weitere Amtszeit antreten? Über das Machtgebaren links gegen rechts, über den Machtkampf alt gegen jung, und arm gegen Elite, darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslands-Ressort der taz mit Brasilien-Korrespondentin Christine Wollowski. Die Folge wurde aufgezeichnet am 29.09.2026 um 11.00 MEZ.
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    16 分
  • Nach der Sturzflut in Nepal - wie geht es den Menschen vor Ort, wenn die Medien kaum noch berichten?
    2026/09/24
    Einen Monat ist es her, dass gigantische Wasser- und Geröllmassen in Nepal und Tibet ganze Dörfer unter sich begraben haben. Für ein paar Tage lief diese Katastrophe auf allen Kanälen, mittlerweile aber ist die mediale Aufmerksamkeit der Medien längst weitergezogen. Unsere Korrespondentin für Indien und Südasien ist vor einigen Tagen nach Nepal gereist, um zu sehen, was von der Katastrophe einen Monat später noch zu spüren ist und um mit den Menschen darüber sprechen, wie es jetzt weitergeht. Wie geht man damit um, wenn die internationale Aufmerksamkeit nachlässt? Wie sieht der Wiederaufbau aus? Und was erlebt eine Reporterin, wenn sie einen Monat nach einer solchen Katastrophe dorthin reist, wo die Folgen noch überall sichtbar sind? Um diese Fragen dreht sich die aktuelle fernverbindung. taz-Auslandsredakteurin Judith Poppe spricht dafür mit der taz-Korrespondentin für Indien und Südasien, Natalie Mayroth. Diese Folge der fernverbindung wurde aufgezeichnet am 22.09.2026 um 16.00 MEZ.
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    21 分
  • KI im Griff? Was China anders macht
    2026/09/17
    Kontrolle über die Menschheit, Ausbruchsgefahr, autonome Agentenschwärme: Um die Künstliche Intelligenz gibt es gerade viel Geraune. Die Tech-Bosse der US-amerikanischen KI-Unternehmen (Anthropic, Open AI) haben jüngst zu mehr Regulierung von KI aufgerufen und malen düstere Visionen an die Wand. Die Szenarien reichen bis zur Auslöschung der Menschheit – und das in nicht einmal sehr ferner Zukunft. Seitdem diskutiert die ganze Welt, wie realistisch diese Möglichkeiten sind. Und fragt sich, wie eine Regulierung aussehen könnte. China hat sich derweil längst zum größten Konkurrenten in Sachen KI entwickelt – und reguliert die KI-Systeme schon - auf seine eigene Weise. Stellt sich also die Frage: Können wir uns was von China abgucken bei der Regulierung? Ist das chinesische Modell möglicherweise gar das Modell der Zukunft? Unser Korrespondent für China und Korea, Fabian Kretschmer, hat im Gespräch mit Judith Poppe Antworten darauf. Genauso wie auf die Frage, warum man chinesische KI-Systeme nicht nach Xi Jinping fragen sollte. Diese Folge der fernverbindung wurde aufgezeichnet am 16. September um 13.00 Uhr MESZ.
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    22 分