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Eine nachhaltige Vision von Europa: Werte und Menschlichkeit als geopolitischer USP - mit Carmen Sprus

Eine nachhaltige Vision von Europa: Werte und Menschlichkeit als geopolitischer USP - mit Carmen Sprus

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Was bleibt von Nachhaltigkeit, wenn geopolitischer Gegenwind zunimmt – und wenn Unternehmen zwischen „Compliance“ und echter Transformation auseinanderdriften?

In dieser Folge von Wicked Problems diskutieren Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich und Dr. Martin Bethke mit Carmen Sprus (EY) über die harten Wahrheiten der Dekarbonisierung.

Carmen Sprus leitet bei EY auf EMEIA-Ebene die Sustainability-/Decarbonization-Themen und arbeitet mit großen Unternehmen daran, glaubwürdige Net-Zero-Strategien nicht nur zu formulieren, sondern in Operating Model, Investitionslogik und Umsetzung zu übersetzen.

Sie ist außerdem Founder von CHANGE & SUSTAIN, ein Programm, in dem Führungskräfte und Unternehmerinnen und Unternehmer befähigt werden, in einer sich rasant wandelnden Welt erfolgreich zu sein.

Wichtigste Takeaways

✅ Dekarbonisierung ist kein „Technikprojekt“, sondern ein komplexes Transformationsproblem mit Zielkonflikten (Wachstum, Profit, Resilienz, gesellschaftliche Erwartungen).

✅ Messbarkeit ist notwendig, aber nicht hinreichend: Quantifizierung/Monetarisierung kann Orientierung geben – stößt aber an Grenzen (Vergleichbarkeit, qualitative Faktoren, Fehlanreize).

✅ Geopolitik & Nachhaltigkeit sind gekoppelt: Lieferketten, Abhängigkeiten, Standortpolitik und neue Produktionslogiken verändern die Nachhaltigkeitslogik von Unternehmen.

✅ Europa braucht ein Zielbild: Ein möglicher USP liegt weniger in „maximalem Wachstum“, sondern in Stabilität, Versorgungssicherheit und gesellschaftlicher Kohäsion.

✅ Start-ups liefern Innovation – Konzerne liefern Skalierung: Damit die Brücke funktioniert, braucht es Übersetzung in Stakeholder-Logik (Technik → Entscheider → Vertrag).

✅ Der Engpass ist selten die Idee, sondern Vertrauen & Risikoaversion (insbesondere in konservativen Branchen wie Bau).

✅ Fokus statt Verzettelung: Nicht alles gleichzeitig „quantifizieren und erfüllen“, sondern Impact-Hebel identifizieren und konsequent umsetzen.

✅ Der wichtigste Hebel ist menschlich: Beziehungen, Dialogfähigkeit, „Nein sagen“, Governance und Incentives – Wandel passiert, weil Menschen ihn tragen.

Kapitel

00:00 Einführung in den Podcast und Vorstellung von Carmen Spruß

04:04 Carmen Spruß: Karriere und Engagement für Nachhaltigkeit

05:21 Die humane Marktwirtschaft und ihre Herausforderungen

10:47 Dekarbonisierung und die aktuelle politische Lage

14:33 Europäische Unternehmen im internationalen Vergleich

18:25 Die Rolle von Geopolitik und Innovation in der Nachhaltigkeit

20:44 Stabilität und Sicherheit als europäische Werte

23:10 Nachhaltigkeit als gesellschaftliches Thema

29:11 Die Notwendigkeit von Visionen in Europa

33:19 Die Verbindung zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen

37:47 Change and Sustain: Mentoring für junge Talente

52:01 Schlussfolgerungen und Ausblick auf die Zukunft

Shownotes & Links

CHANGE & SUSTAIN: https://www.linkedin.com/posts/carmensprus_groupmentoring-resilience-adaptability-activity-7414923807251124224-nhhC?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAAAQ3ZhoBev21kK4TPe8LYeyftqZeRfn6154

Forbes-Interview mit Carmen: https://www.forbes.at/artikel/den-wandel-anfuehren

Hannahs Forschungen an der Leuphana Universität: https://www.leuphana.de/institute/imo/personen/hannah-trittin-ulbrich.html

Martins Unternehmensberatung Butterfly Effect Consulting: https://b-fect.com

Vernetze dich

Carmen Sprus auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/carmensprus/?isSelfProfile=false

Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/hannah-trittin-ulbrich-652a4642/

Martin Bethke auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-martin-bethke-24a8351b/


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