エピソード

  • Umzug für die Freundschaft
    2026/07/07
    Tristan Brelage (29) ist wegen seiner besten Freunde nach Leipzig gezogen. Kennengelernt hatte er sie in Kopenhagen. Die Freundschaft zu ihnen sei erfüllender als er sich romantische Liebe vorstelle, sagt er im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden". Aufgewachsen im Emsland hat er in Bielefeld, Bremen und Kopenhagen studiert. Jetzt arbeitet er für einen Verein, der Betroffenen von rechtsextremer Gewalt hilft. Zuvor hat er 150 Jobabsagen und auch ein Nein zu einem Doktorarbeitsvorhaben bekommen. Mit Podcast-Host Mario Neumann spricht er über das Ja zum Leben, freundschaftliche Liebe und seine 47 Tattoos.
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    56 分
  • Warum ein zweiter Blick alles verändern kann
    2026/06/23
    Wie entscheidet man richtig, wenn es keine einfachen Antworten gibt? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Medizin-Ethikerin Jannike Zimmermann seit vielen Jahren. Die 37-Jährige forscht als wissenschaftliche Mitarbeiterin am "Center for Life Ethics" der Universität Bonn. Dort untersucht sie, wie die Angst vor einer Psychose das Selbstbild von Betroffenen beeinflusst. Vorher hat sie sich lange mit Themen wie Organspende, Präimplantationsdiagnostik und Sterbehilfe auseinandergesetzt. Ein prägendes Erlebnis war für sie eine Ethikberatung zu einem Schwangerschaftsabbruch. Daraus hat sie eine wichtige Erkenntnis gewonnen: "Man sieht nie die ganze Wahrheit." Im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden" spricht sie mit Host Mario Neumann über ihre Leidenschaft für Medizinethik, das Muttersein, prägende Zweifel und warum es sich lohnt, Dinge immer wieder neu zu betrachten.
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    55 分
  • Glücklich in Todesnähe
    2026/06/09
    Moritz Jansen-Gottschlich wäre fast gestorben, als er mit 17 einen Lungenkollaps erlitt. Er überlebt, weil ihm der Arzt ohne Betäubung den Brustkorb aufschlitzt. An diese dramatische Zeit erinnert sich der 58-Jährige trotzdem mit Freude – weil sie begleitet war von einem beglückenden Nahtoderlebnis. Ansonsten hat der geborene Wuppertaler viel Schlimmes erlebt: Seine Eltern wollten ihn nicht, seine erste Frau hat ihn verlassen, seine Kinder haben sich abgewendet. Trotz Doktortitel hat er immer wieder Schwierigkeiten im Beruf. Erst spät erfährt er, wie das alles mit seiner Autismus-Diagnose zusammenhängt. Im Gespräch mit Podcast-Host Mario Neumann erzählt er, wie er versucht, aus jedem Tag das Beste zu machen – trotz mehrerer gravierender Krankheiten wie Multiple Sklerose. Triggerwarnung: In diesem Gespräch geht es auch um das Thema Suizid. Bitte entscheidet selbst, ob ihr euch heute in der Lage fühlt, dem zuzuhören!
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    1 時間 1 分
  • Anti-Kapitalistin voller Energie und Hoffnung
    2026/05/26
    Für Astrid Touray ist Sport mehr als Bewegung – er ist ein Mittel, um Menschen zusammenzubringen. Seit über 20 Jahren arbeitet die 58-Jährige als Sozialarbeiterin beim Bremer Landessportbund und engagiert sich ehrenamtlich. Mit ihrem mobilen Schwimmverein bringt sie Kindern das Schwimmen näher. Außerdem betreut sie ein Fußballteam junger Flüchtlinge. "Die Politik sollte Feindbilder abbauen, nicht schüren", erzählt sie Host Mario Neumann im Bremen Zwei-Podcast "Eine Stunde reden". Aufgewachsen in der DDR hat die Wende sie genauso geprägt wie die Verantwortung, die sie als Kind in ihrer Familie übernommen hat. Ihr Vater war alkoholkrank, später auch ihre Mutter. Zum Studieren geht sie als junge Frau nach Bremen und lernt hier ihren späteren Mann kennen, einen Flüchtling aus Gambia. Mit ihm hat sie zwei Kinder, auf die sie sehr stolz ist.
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    1 時間 1 分
  • Sie erlebte sexualisierte Gewalt in der Schule
    2026/05/12
    Heute wirkt Kerrin Sumfleth gelassen und selbstsicher. Die 27-Jährige reist einen großen Teil des Jahres um die Welt, als Turnierassistentin für Golfprofis. Sie liebt ihr Rennrad, ihre Katze und backt gerne Zimtschnecken. Dass sie viele Jahre unter den Folgen von Mobbing in der Schule litt, merkt man ihr nicht an. Jahrelang wurde sie von einer Gruppe Jungs körperlich bedrängt und wehrte sich kaum. Aus Angst, "fertiggemacht zu werden", wie sie sagt. Warum erst ein Aufenthalt im Ausland die Wende brachte, und was sie anderen Mädchen in einer solchen Situation rät, erzählt sie im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden".
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    58 分
  • Plötzlich Adoptivvater
    2026/04/28
    Bartosz Przybylek (41) und seine Frau haben lange versucht, ein Kind zu bekommen. Nach mehreren Besuchen in der Kinderwunschklinik war klar: Sie wollen ein Kind adoptieren. Viele Formulare, etliche Gespräche und Tests später klingelt eines Tages tatsächlich ihr Telefon. Sie sollen im Krankenhaus einen drei Tage alten Säugling kennenlernen. Schnell organisieren sie einen Maxi-Cosi, kaufen Babynahrung und informieren ihre Arbeitgeber. "Ich habe mein Herz an den Kleinen verloren", sagt der frischgebackene Papa. Wie der 41-Jährige seinen Job als Unternehmensberater mit der Elternzeit arrangiert und warum er seine Online-Shops verkauft hat, erzählt er im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden".
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    55 分
  • 120 Jahre alt werden mit Ehrenamt-Gen
    2026/03/31
    Mit Temperament und klarer Kante gestaltet Corinna Hagedorn ihr Leben: "Ich habe mit 16 für mich schon entschieden, dass ich nicht heiraten und keine Kinder haben möchte." Nie habe sie diese Entscheidung bereut, sagt die heute 63-jährige Betriebsrätin. Die Tochter eines Hafenarbeiters wusste früh, dass sie sich bei ihrer Lebensplanung nicht von Konventionen einengen lassen will. Sie ist viel in der Welt herumgekommen – oft in Begleitung von Hunden. Erst ihre Huskys, mit denen sie auch in Schweden oder Norwegen Rennen gefahren ist, und heute ihr Königspudel. Mit dem erkundet die umweltbewusste Vegetarierin die Felder, Wälder und Wiesen von Bremen-Nord und Niedersachsen. Ihr Herz schlägt auch für soziales Engagement. In ihrem Job kämpft sie aus Überzeugung für Arbeitnehmerrechte. Privat will sie der Gesellschaft für ihr "geiles Leben" etwas zurückgeben: als Schöffin oder durch die Arbeit für ein Hospiz. Wie sie 120 Jahre alt werden will, welche Rolle Partnerschaft für sie spielt und wann ihr einmal dringend ein Vorschlaghammer gefehlt hat – darum geht es in dieser Folge des Bremen-Zwei-Podcasts "Eine Stunde reden" mit Host Mario Neumann.
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    59 分
  • Warum er seine Hirn-OP lange verschweigt
    2026/03/17
    Die Diagnose Epilepsie – darauf will sich Lars Kollmann nicht reduzieren lassen. Der 23-jährige Speditionskaufmann und Hobby-Fußballer steht voll im Leben und hat klare Überzeugungen: "Man rafft sich auf, schüttelt den Staub ab und macht weiter", sagt er über die Tiefen in seinem Leben. Abgeklärt spricht er dann irgendwann auch über die Operation, bei der ihm ein Stück Hirn entfernt wurde, um ihn von epileptischen Anfällen zu befreien. Und über den Ärger, dass er wegen seiner Einschränkung nicht immer ernst genommen wird. Gemeinschaft ist dem Mann aus Ritterhude wichtig, sei es in seiner Patchwork-Familie mit sieben Geschwistern oder mit Freunden und flüchtigen Bekannten. Man bekommt im Leben zurück, was man gibt – davon ist Kollmann überzeugt. Warum ihn Geschichte interessiert und welche besondere Medaille in seinem Zimmer hängt, verrät er Mario Neumann im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde Reden".
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    53 分