エピソード

  • Warum er seine Hirn-OP lange verschweigt
    2026/03/17
    Die Diagnose Epilepsie – darauf will sich Lars Kollmann nicht reduzieren lassen. Der 23-jährige Speditionskaufmann und Hobby-Fußballer steht voll im Leben und hat klare Überzeugungen: "Man rafft sich auf, schüttelt den Staub ab und macht weiter", sagt er über die Tiefen in seinem Leben. Abgeklärt spricht er dann irgendwann auch über die Operation, bei der ihm ein Stück Hirn entfernt wurde, um ihn von epileptischen Anfällen zu befreien. Und über den Ärger, dass er wegen seiner Einschränkung nicht immer ernst genommen wird. Gemeinschaft ist dem Mann aus Ritterhude wichtig, sei es in seiner Patchwork-Familie mit sieben Geschwistern oder mit Freunden und flüchtigen Bekannten. Man bekommt im Leben zurück, was man gibt – davon ist Kollmann überzeugt. Warum ihn Geschichte interessiert und welche besondere Medaille in seinem Zimmer hängt, verrät er Mario Neumann im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde Reden".
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    53 分
  • Wenn die Geburt zum Albtraum wird
    2026/03/03
    Mitten in der Geburt ihres Kindes dachte Natascha Bogić, sie muss sterben. Weil die Herztöne des Kindes absackten und man ihr sagte: "Wir retten zuerst das Kind und dann sie." Eine Erfahrung, die die 42-Jährige tief verstört hat, auch wenn ihr Sohn in einer Bremer Klinik schließlich gesund zur Welt kam. Die traumatische Erfahrung hat dazu beigetragen, dass die Beziehung zum Vater des Kindes in die Brüche ging, erzählt sie Podcast-Host Mario Neumann. Mittlerweile hat Natascha Bogić einen neuen Partner und lebt zusammen mit ihrem Sohn und ihrer aus Kroatien stammenden Mutter, die sie nach einem Schlaganfall zu sich geholt hat. Über Umwege hat sie in den Beruf gefunden, den sie sich immer gewünscht hat: Seit kurzem arbeitet sie als Sozialarbeiterin in einer Kindertagesstätte. Ihren Alltag erlebt sie als anstrengend, aber erfüllend und bezeichnet sich als gesunde Optimistin, für die das Glas immer eher halb voll ist als halb leer.
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    1 時間 1 分
  • Beim Klima kennt sie kein Pardon
    2026/02/17
    Dörte Behrmann (62) ärgert sich häufig über die Politik. Aus ihrer Sicht wird zu wenig für den Klimaschutz getan. Als PR-Frau beschäftigt sie sich beruflich viel mit dem Klima und setzt sich für mehr Aufklärung ein. Nach einer abgebrochenen Lehre im Hotel studiert sie in Karlsruhe Literatur und Geschichte. Dann zieht sie nach Berlin, um sich dort mit einer PR-Agentur selbstständig zu machen. Doch sie sehnt sich immer wieder nach Bremerhaven – der Stadt, in der sie aufgewachsen ist. Dort lebt sie jetzt in dritter Ehe in einer Fernbeziehung. Für ihre Rente plant die 62-Jährige einen dreimonatigen Aufenthalt in New York. "Aber erst, wenn Trump nicht mehr Präsident ist", sagt sie. Wie es ihr dank der Kinder ihres Mannes gelungen ist, über ihren eigenen unerfüllten Kinderwunsch hinwegzukommen, erzählt sie Mario Neumann im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden".
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    59 分
  • Der harte Weg zum Fußballprofi
    2026/02/03
    Jef Tchouangue trainiert fünf Tage pro Woche und am Wochenende hat er Spiele. Fußball bestimmt das Leben des 21-Jährigen, der ganz hoch hinaus will – in die Bundesliga, besser noch in die Champions League. In den letzten Jahren ist er seinem Traum ein Stück näher gekommen, erzählt er Podcast-Host Mario Neumann: Als vielseitig einsetzbarer Spieler des Bremer SV in der Regionalliga Nord kann er zwar schon vom Fußball leben, will sich selbst aber noch nicht Profi nennen. Auch von einer Oberschenkelverletzung hat er sich nicht entmutigen lassen, sondern an seiner mentalen Einstellung gearbeitet. Die positive Grundhaltung hat er von seinem aus Kamerun stammenden Vater, sagt er. Und bleibt trotz ehrgeiziger Ziele realistisch: Neben seinem sportlichen Alltag studiert er an einer Fernuniversität Betriebswirtschaft – nur für den Fall, dass es doch nichts wird mit der Champions League.
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    54 分
  • Ein Leben ohne viele Worte
    2026/01/20
    Als Astrid 70 wird, freut sie sich, so alt zu werden. Denn ihre Eltern sind beide sehr früh gestorben. Geredet wird in ihrer Familie nicht viel, schon gar nicht über den Alkoholismus ihres Vaters. Das Schweigen setzt sich in ihrer Ehe fort. Aber Astrid hält durch, bis ihre Kinder groß sind. Nach der Trennung trifft sie ihre große Liebe. Doch der Mann ist verheiratet und hat neben ihr noch andere Liebschaften. Seitdem ist die Bremerhavenerin solo. Verliebt hat sie sich trotzdem noch einmal – und zwar in das Land Norwegen. Manchmal träumt sie davon, dorthin auszuwandern. Sich selbst beschreibt sie eher als leisen Typ: "Ich unterdrücke viel und wäre gerne manchmal etwas ausgeflippter", erzählt sie Host Mario Neumann im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden".
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    1 時間
  • Leben mit Hundemasken
    2026/01/06
    Es gibt Tage, da bellt sich Mitch morgens erstmal im Spiegel an. Denn Mitch ist ein sogenannter "Puppy-Player" – er lebt einen Teil seines Lebens als Hund. Dafür benutzt er Masken, die es ihm erlauben, andere Seiten von sich zu zeigen und andere Gefühle zu spüren. Puppy-Masken gelten als Fetische, sich selbst nennt Mitch "stockschwul". Trotzdem ist seine Hunde-Seite für den 26-Jährigen weniger sexueller Kick als spielerischer Teil seiner Identität, sagt er. In der Öffentlichkeit zeigt sich Mitch nur selten mit Maske, aber seine Familie weiß Bescheid, und auch sein Freund teilt seine Leidenschaft. Für den 26-Jährigen ist es das Wichtigste, sich selbst im Spiegel in die Augen schauen zu können – mit Hundemaske oder ohne.
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    57 分
  • Trotz Schwindel aktiv
    2025/12/23
    Zu einer ihrer Töchter hat sie keinen Kontakt – trotzdem würde sie die Tür öffnen, wenn diese vor ihr stünde, und ihr sagen, dass sie sie "ganz doll liebt", sagt Anja aus Bremerhaven. Die 57-Jährige, die sieben Geschwister hat, hatte kein einfaches Leben. Von den Eltern wurde sie geschlagen, erzählt sie. Auch in ihren Ehen gab es Gewalt. Anja trennte sich und war lange alleinerziehend. Im Berufsleben gab es öfter Schwierigkeiten: Anja arbeitete schon als Friseurin, in der Fischverarbeitung und hielt sich und ihre drei Kinder mit diversen Putzjobs über Wasser. Heute genießt die Bremerhavenerin die Ruhe in ihrem Leben. Und obwohl sie täglich unter Schwindelanfällen leidet, sieht sie es als ihre Lebensaufgabe, anderen zu helfen, erzählt sie Host Mario Neumann im Bremen Zwei-Podcast "Eine Stunde reden".
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    59 分
  • Die Gitarre hält ihn jung
    2025/12/09
    Walter Derichs ist 81 Jahre alt, wirkt aber viel jünger. Beruflich hat er noch die Blütezeit der Schiffswerften im Land Bremen erlebt. 1960 lernt er Kupferschmied bei der Reederei Norddeutscher Lloyd. Sein Vater stirbt früh an Krebs, seine Mutter muss ihn und seine beiden Brüder alleine durchbringen. "Das war eine schwere Zeit für uns", erzählt er im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden". In Bremerhaven leben sie zu viert auf 55 Quadratmetern. "Es war sehr eng, aber wir hatten auch viel Spaß", erinnert er sich. Mit 14 will Walter Derichs Gitarre lernen, aber seine Mutter kann ihm mangels Geld keine kaufen. Kurz nach seiner ersten Scheidung erfüllt er sich seinen Jugendwunsch. Da ist er schon Mitte 30. Seitdem ist er in vielen Kneipen aufgetreten. Für Podcast-Host Mario Neumann hat er sogar eine kleine Kostprobe parat und singt einen Song von Tom Waits.
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