Die existenzielle Wucht der Leidfrage bei Dostojewski (Theodizee)
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In den kommenden Folgen widmen wir uns der Theodizeefrage aus der Perspektive der modernen analytischen Philosophie. Bevor wir jedoch in logische Argumente und systematische Analysen einsteigen, möchten wir einen Schritt zurücktreten.
Denn die Frage nach dem Leid ist kein rein theoretisches Problem. Sie trifft uns auf einer zutiefst existenziellen Ebene und darf daher unter keinen Umständen leichtfertig behandelt werden.
Um diese existenzielle Wucht sichtbar zu machen, beschäftigen wir uns in dieser Folge mit der Leidfrage im Weltklassiker Die Brüder Karamasow von Fjodor Dostojewski.
Zugleich stellen wir eine grundlegende moralische Frage: Dürfen wir überhaupt versuchen, eine Rechtfertigung Gottes für das Zulassen des Leids zu formulieren – oder verfehlt jede Theodizee notwendigerweise die Erfahrung der Leidenden?
Diese Folge versteht sich als existenzieller Einstieg in eine philosophische Auseinandersetzung, die uns in den kommenden Episoden weiter begleiten wird.
0:00 Intro
1:09 Was bedeutet Theodizee?
1:43 Das Erdbeben von Lissabon
2:45 Die Theodizeefrage in die Brüder Karamasow
8:57 Dostojewskis existenzielle Antwort auf das Leid
11:34 Ivans Reaktion auf das Leid
11:51 Die Auferstehungshoffnung bei Dostojewski
13:50 Analytische Philosophie vs. Dostojewski
14:53 Dürfen wir eine Theodizee aufstellen?
15:54 Anti-Theodizee
18:32 Inwiefern es in Ordnung ist eine Theodizee aufzustellen
23:36 Emotionale Sensibilität in der Leidfrage
25:56 Ausblick
Quellen:
Adams, Marylyn McCord. Horrendous Evils and the Goodness of God, 2000, Cornell University Press
Dostojewski, Fjodor. Die Brüder Karamasow, 1880
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