エピソード

  • RB032: Mensch und Maschine
    2026/08/12
    Neue Technologien verändern die Bauwirtschaft: Robotik, künstliche Intelligenz und automatisierte Prozesse eröffnen neue Möglichkeiten, um körperlich belastende Arbeiten zu reduzieren, Fehler zu vermeiden und die Produktivität zu steigern. Doch Technologie allein löst noch keine Probleme. In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ sprechen Anton Rieder und Karina Breitwieser darüber, weshalb zuerst die bestehenden Abläufe verstanden und neu organisiert werden müssen, bevor digitale Werkzeuge sinnvoll eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Maschine, sondern das gesamte System Bau. Durchgängige Datenketten, klare Verantwortlichkeiten, kooperative Vertragsmodelle und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Planung und Ausführung sind entscheidende Voraussetzungen für Veränderung. Am Beispiel von PIM4BIM wird deutlich, wie Produktinformationen direkt in digitale Gebäudemodelle integriert werden können. Gleichzeitig zeigt sich: Pilotprojekte müssen unter realen Randbedingungen auf der Baustelle stattfinden, damit neue Lösungen tatsächlich praxistauglich werden. Auch die Rolle des Menschen verändert sich. Maschinen können wiederkehrende, gefährliche oder körperlich belastende Aufgaben übernehmen. Verantwortung und soziale Kompetenz bleiben jedoch beim Menschen. Anton Rieder und Karina Breitwieser diskutieren, welche neuen Berufsbilder dadurch entstehen, weshalb Mitarbeitende frühzeitig in Veränderungsprozesse eingebunden werden müssen und woran erkennbar wird, dass technologischer Fortschritt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich gelungen ist.
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    47 分
  • RB031: Wohnraum braucht Spielraum
    2026/07/15
    Warum wird Wohnen immer weniger leistbar? Und warum bleibt der Traum vom Eigenheim für viele junge Menschen heute oft ein Traum? In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ spricht Anton Rieder mit Patrick Götz, Vorstand der Tiroler Sparkasse und Spartenobmann für Bank und Versicherung, über Finanzierungsrichtlinien, Kreditvergaben, Eigenkapital, Wohnbauförderung und die Frage, wie viel Spielraum es braucht, damit Eigentum wieder realistischer wird.

    Im Mittelpunkt steht die These: Wohnraum braucht Spielraum. Denn Leistbarkeit entscheidet sich nicht nur über Baukosten oder Grundstückspreise, sondern auch über politische Rahmenbedingungen, Bankenregulierung, Abgaben, Standards und langfristige Lebensplanung. Das Gespräch zeigt: Wer Wohnen möglich machen will, muss Finanzierung, Baupraxis und gesellschaftliche Entwicklung gemeinsam denken – und jungen Menschen wieder das Gefühl geben, dass Leistung, Vorsorge und Eigentum erreichbar bleiben.
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    51 分
  • RB030: Selbstorganisation schlägt Software
    2026/06/10
    Seit Jahren spricht die Bauwirtschaft über Digitalisierung, BIM und künstliche Intelligenz. Doch warum kommt davon in der Praxis oft so wenig an? Genau dieser Frage widmen sich Anton Rieder und Hannes Schwarzwälder in dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“.

    Im Zentrum steht die These, dass Digitalisierung im Bau selten an der Technologie scheitert, sondern an Organisation, Zusammenarbeit und fehlenden stabilen Prozessen. Gemeinsam sprechen sie über fragmentierte Projektstrukturen, die Grenzen heutiger BIM-Modelle, unterschiedliche Unternehmenslogiken und die Frage, warum Datenflüsse am Bau noch immer zu oft abbrechen. Gleichzeitig zeigen sie auf, wo Digitalisierung bereits heute echten Mehrwert schafft – etwa in integrierten Planungsprozessen, bei Design-&-Build-Modellen oder durch produktivere Zusammenarbeit.

    Außerdem geht es um Innovationstreiber in der Branche, neue Kooperationsmodelle, Forschung und Wissenschaftskommunikation, Bauinformatik, Robotik und künstliche Intelligenz. Eine Folge über Technologie – und darüber, warum die Zukunft des Bauens vor allem eine organisatorische Aufgabe ist.
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    54 分
  • RB029: Produktionslogik statt Projektchaos
    2026/05/13
    Bauen funktioniert heute oft wie ein Zufallssystem: viele Schnittstellen, wenig Abstimmung und hoher Druck auf allen Ebenen. In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ sprechen Anton Rieder und Prof. Dr. Claus Nesensohn darüber, warum genau darin das eigentliche Problem liegt – und warum die Lösung nicht mehr Projektmanagement, sondern Produktionsdenken ist. Im Zentrum steht die Idee, Bauprojekte wie stabile Produktionssysteme zu organisieren: mit klaren Abläufen, abgestimmten Prozessen und echter Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Claus Nesensohn bringt dazu internationale Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ein, während Anton Rieder zeigt, was diese Ansätze konkret für ein Unternehmen wie RIEDERBAU bedeuten. Die Folge beleuchtet außerdem, warum Lean Construction mehr ist als ein Effizienzprogramm, welche Rolle neue Kooperationsmodelle spielen und weshalb Digitalisierung erst dann wirkt, wenn die Prozesse dahinter stimmen. Ein Gespräch über Produktivität, Fachkräfte, Verantwortung – und die Frage, wie Bauen wieder beherrschbarer werden kann.
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    51 分
  • RB028: Prozesse, Produktivität und digitale Plattformen
    2026/04/15
    Digitalisierung ist in der Baubranche längst mehr als ein Schlagwort. In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ sprechen Anton Rieder und Florian Biller, Co-Founder und Geschäftsführer von Capmo, darüber, warum digitale Werkzeuge allein noch keine Veränderung bewirken – und worauf es in der Praxis wirklich ankommt.

    Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Frage, warum die Baubranche in Sachen Produktivität seit Jahren hinter ihren Möglichkeiten bleibt. Anton Rieder macht deutlich, dass es dafür nicht nur externe Gründe wie überbordende Bürokratie, Normen und regulatorische Vorgaben gibt, sondern auch hausgemachte Probleme innerhalb der Branche. Dazu zählen vor allem die starke Fragmentierung, das strikte Trennen von Planung und Ausführung sowie fehlende Standards in der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten. Florian Biller ergänzt diese Perspektive um den Blick auf konkrete Projektprozesse: Häufig seien es nicht die großen Fehler, sondern viele kleine Reibungsverluste – etwa bei Planfreigaben, Schnittstellen oder Dokumentationen –, die Projekte teuer, langsam und riskant machen.

    Im Zentrum der Folge steht die Überzeugung, dass Digitalisierung Probleme nicht automatisch löst, aber sichtbar macht. Genau darin liegt ihr Wert: Prozesse werden nachvollziehbar, Fehlerkosten erkennbar und Verbesserungen überhaupt erst möglich. Florian Biller erklärt, wie Capmo als digitales Betriebssystem für Baustellen Informationen, Unterlagen und Kommunikationswege in einem System bündelt – ohne dabei zu ignorieren, dass unterschiedliche Nutzergruppen unterschiedlich arbeiten. Anton Rieder ordnet ein, wie sich dieser Ansatz von der RIEDERBAU-eigenen Lösung MyBauOffice unterscheidet, die stärker als ganzheitliche Unternehmenssoftware gedacht ist.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, warum sich digitale Lösungen in der Branche oft nur langsam durchsetzen. Beide Gesprächspartner betonen, dass Software nur dann einen Effekt hat, wenn sie tatsächlich genutzt wird. Dafür braucht es einfache Anwendungen, realistische Erwartungen und vor allem Führungskräfte, die Digitalisierung nicht delegieren, sondern selbst mittragen. Ebenso wichtig ist eine Unternehmenskultur, in der Transparenz nicht zur Schuldzuweisung führt, sondern zum gemeinsamen Lernen.

    Zum Ende richtet sich der Blick nach vorne: Die Baubranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen, neue Technologien wie KI verstärken diesen Wandel zusätzlich. Für Anton Rieder und Florian Biller ist klar: Wer heute baut, muss Prozesse neu denken. Digitalisierung ist dabei kein Nice-to-have, sondern ein zentraler Hebel, um Produktivität, Qualität und Zukunftsfähigkeit im Bauwesen zu sichern.
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    47 分
  • RB027: Sozialkapital Wohnbau
    2026/03/18
    In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ trifft Anton Rieder auf Isabella Stickler – Juristin, Immobilientreuhänderin und Obfrau der Alpenland. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie leistbares Wohnen unter den heutigen Rahmenbedingungen überhaupt noch möglich ist. Gemeinsam sprechen sie über steigende Bau- und Finanzierungskosten, den Einfluss von Normen und Vorschriften sowie über die Verantwortung von Bauträgern, nicht nur günstig, sondern vor allem langfristig brauchbar, hochwertig und wirtschaftlich zu bauen.

    Ein zentrales Thema ist die Rolle des gemeinnützigen Wohnbaus als gesellschaftlicher Stabilitätsfaktor. Isabella Stickler erklärt, warum gemeinnützige Bauträger weit über ihre eigenen Bestände hinaus auf den Wohnungsmarkt wirken, welche Bedeutung Wohnzufriedenheit, Langlebigkeit und soziale Durchmischung haben und weshalb Wohnbau nicht nach kurzfristigen Trends, sondern nach realem Bedarf geplant werden sollte. Anton Rieder ergänzt die Perspektive des mittelständischen Bauunternehmers und zeigt, warum regionale Partner, Ausführungswissen und kooperative Vertragsmodelle entscheidend sind, um Qualität und Leistbarkeit zusammenzubringen.

    Darüber hinaus richtet die Folge den Blick klar nach vorne: auf systematisiertes Bauen, Vorfertigung, neue Wohnformen für junge und ältere Menschen sowie auf die Frage, wie Österreich seinen Wohnraumbedarf strategischer denken könnte. Entstanden ist ein differenziertes Gespräch über Kosten, Qualität, Gemeinnützigkeit, Demografie und die Zukunft des Wohnens — mit dem klaren Fazit, dass guter Wohnbau weit mehr ist als reine Errichtung: Er ist sozialer Auftrag, wirtschaftliche Herausforderung und langfristige Verantwortung zugleich.
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    51 分
  • RB026: Gemeinsam führen statt allein entscheiden
    2026/02/24
    RIEDERBAU stellt die Weichen für die Zukunft: Mit Lukas Hechenblaickner (Wohnbau & öffentlicher Bau) und Raphael Lindermayr (Gewerbe- und Industriebau) rücken zwei langjährige Führungskräfte in die Geschäftsführung auf. Gemeinsam mit Anton Rieder entsteht eine Dreierspitze, die Verantwortung bewusst teilt und strategische Entscheidungen künftig gemeinsam trifft.

    Im Gespräch geht es um den richtigen Zeitpunkt für diesen Schritt, um Vertrauen, Unternehmenskultur und die Bedeutung eines frühzeitig geplanten Generationswechsels. Die drei sprechen über organisches Wachstum, klare Verantwortlichkeiten, Kommunikation auf Augenhöhe und darüber, warum Führung heute mehr bedeutet als reine Entscheidungsgewalt.

    Zugleich wird deutlich: Die Erweiterung der Geschäftsführung ist kein symbolischer Akt, sondern Teil eines umfassenden Investitions- und Zukunftsprogramms bis 2030 – mit Expansion nach Bayern, dem Aufbau des „Digitalen Handwerks Tirol“, neuen Gewerken und einer klaren strategischen Positionierung im Design-&-Build-Segment.
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    39 分
  • RB025: Holz- und Hochbau im Dialog
    2026/02/12
    In dieser Podcastfolge treffen mit Anton Rieder und Helmut Spiehs zwei Perspektiven aufeinander, die eines verbindet: der Wunsch, das Bauen grundlegend weiterzuentwickeln. Im Gespräch geht es um industrielle Vorfertigung als Schlüssel zur Produktivitätssteigerung, um den bewussten Umgang mit Komplexität und um die Frage, wie Verantwortung im Bauprozess wieder klar gebündelt werden kann. Der Holzbau wird dabei nicht als Gegenmodell zum Massivbau verstanden, sondern als sinnvolle Ergänzung in hybriden Systemen. Helmut Spiehs gibt Einblicke in die Entwicklung von Binderholz und B-Solution – von der Rohstoffverarbeitung bis hin zu vorgefertigten Bauteilen und kompletten Gebäudelösungen. Anton Rieder schildert parallel den Weg von RIEDERBAU vom klassischen Hochbau hin zu systematisierten Hybridbauten und erklärt, warum Standardisierung kein Qualitätsverlust, sondern eine Voraussetzung für leistbaren Wohnraum ist. Deutlich wird: Die Bauwirtschaft steht vor einem Strukturwandel. Themen wie Klimaschutz, Fachkräftemangel, steigende Kosten und gesellschaftliche Verantwortung lassen sich nur mit neuen Denkweisen bewältigen. Die Zukunft des Bauens liegt nicht im Entweder-oder, sondern im intelligenten Zusammenspiel von Materialien, Prozessen und Menschen – pragmatisch, wirtschaftlich und nachhaltig.
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    50 分