Der wichtigste Einblick: Wie Alzheimer und Nissl die Weichen für die Psychiatrie auf schwierig stellten
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Alzheimer und Nissl waren Oberärzte unter Kraepelin und unter den führenden Neuroanatomen der Zeit. Immer wenn sie etwas fanden unter ihren Mikroskopen, sagten sie, das ist eine neurologische Erkrankung, wenn nicht, das ist eine psychiatrische Erkrankung. Dadurch wurden die Weichen für die Psychiatrie frühzeitig auf schwierig gestellt. Denn was man nicht messen kann, gibt es vielleicht gar nicht. Diese Subjektivität macht unser Fach sehr angreifbar, bis hin zu Behauptungen, psychiatrische Erkrankungen würde es gar nicht geben. Gleichzeitig erklärt die Subjektivität vieles, den Wandel der Diagnosesysteme über die Zeit, aber auch die Multidimensionalität des Faches, eine spannende Mischung aus Psychologie, Biologie, sozialen Fragen, Politik und dem weitesten Sinne auch Philosophie.