Der verlorene Zwilling – Ein unterschätztes Phänomen und seine Auswirkungen auf Familien
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Systemische Familienarbeit – was steckt dahinter?
Statt großer Aufstellungen mit Stellvertretern arbeiten Kira und Annette mit einfachen Mitteln (Post-its, Salz- und Pfefferstreuer) und fokussieren sich auf Herkunfts- und Gegenwartsfamilie. Ziel ist es, unbewusste Dynamiken zu erkennen und die natürliche Ordnung im System wiederherzustellen.
Wenn Kinder die Symptome der Eltern tragen
Kinder reagieren hochsensibel auf ungelöste Themen der Eltern. Annette teilt zwei eindrückliche anonymisierte Fälle: Geschwister, die aufhörten zu streiten, nachdem die Mutter ihre eigene Herkunftsfamilie aufgestellt hatte, und eine Tochter, die nach der Integration eines verlorenen Zwillings der Mutter wieder zur Schule ging.
Der verlorene Zwilling: Was bedeutet das?
Schon in den ersten Wochen nach der Zeugung kann ein Zwilling (oder Mehrling) vergehen, lange bevor ein Ultraschall gemacht wird. Zwischenblutungen sind häufig ein Hinweis. Annette und Kira schätzen aus ihrer Seminarerfahrung, dass nahezu alle Schwangerschaften ursprünglich mit mehr als einer Seele begonnen haben.
Mögliche Auswirkungen im Alltag:
- Trennungsangst, Probleme bei der Kindergarteneingewöhnung, imaginäre Freunde
- Hyperaktivität, Impulsivität, Konzentrationsprobleme (ADHS-ähnliche Symptome)
- Gefühl von Einsamkeit trotz vieler Menschen im Umfeld
- Beziehungsprobleme: ständige Suche nach dem "fehlenden Teil" oder Distanzierung aus Angst vor Verlust
- Mobbing an verschiedenen Orten (systemisches Thema: Ausgeschlossensein)
- Hypochondrie
- Bettnässen (ein 14-Jähriger war nach Integration seines verlorenen Zwillings beschwerdefrei)
Fehlende Kinder, Fehlgeburten und Abtreibungen
Nicht nur verlorene Zwillinge, sondern alle Schwangerschaften ohne Seelenplatz wirken sich auf das Familiensystem aus. Eltern werden durch Zeugung, nicht durch Geburt. Jedes Kind braucht einen Namen und einen Platz.
Ahnenthemen – sieben Generationen zurück
Im dritten Modul des Ausbildungsprogramms lösen Annette und Kira Blockaden auf, die bis zu sieben Generationen zurückreichen. Beispiel: Eine Künstlerin konnte sich nach dem Auflösen einer Fluchterfahrung aus einer früheren Generation erstmals zeigen und hat seitdem zwei Ausstellungen gemacht.
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Annette Gernand: 📸 instagram.com/annettegernand_familienglueck
https://www.annette-gernand.com/