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Der teuerste Satz im Change-Prozess: „Ich nehme alle mit"

Der teuerste Satz im Change-Prozess: „Ich nehme alle mit"

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„Ich nehme alle mit!" Dieser gut gemeinte Vorsatz ist im Change-Prozess fast garantiert zum Scheitern verurteilt. Sie werden nie alle mitnehmen, und das ist keine Frage von gutem Willen, sondern von Neurobiologie. In dieser Folge diskutieren Holger König und Michael Neugebauer, warum unser Gehirn eine anstehende Veränderung reflexhaft als Bedrohung behandelt: Tief in uns läuft noch der „Neandertal-Modus", der Energie sparen und bei bewährten Routinen bleiben will. Der Säbelzahntiger von früher ist heute die nächste Reorganisation oder die Einführung von KI. Michael zeigt, dass sich bei jedem Wandel grob ein Viertel der Menschen begeistern lässt, die Hälfte abwartet und ein Viertel blockiert. Und er begründet, warum es ein Fehler ist, die eigene Glaubwürdigkeit am letzten Viertel aufzuhängen. Sie hören, welche Bedingungen Veränderung überhaupt möglich machen: ein klares Warum, kleine Schritte, ein sicherer Rahmen, echtes Vertrauen und Beteiligung statt Anordnung von oben. Besonders ehrlich wird es, wenn Michael zwei eigene Fehler als Change-Begleiter offenlegt: darunter das voreilige Versprechen von „Transparenz". Holger und Michael liefern handfeste Orientierung wie das Sieben-Phasen-Modell nach Richard Streich und Beispiele aus Medienhäusern, IT-Projekten und dem eigenen Berufsleben. Eine Folge für alle, die Veränderung anstoßen oder begleiten und endlich verstehen wollen, warum sie so selten funktioniert.
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