Konflikte im Berufsalltag sind selten ein reines Kommunikationsproblem. Oft sind sie das Ergebnis unterschiedlicher Perspektiven auf dieselbe Situation.
In dieser Folge geht es darum, warum Perspektivwechsel für Führungskräfte weit mehr ist als Empathie oder Reflexion. Er ist ein konkretes Werkzeug, um in schwierigen Situationen wieder handlungsfähig zu werden.
Anhand eines klaren Beispiels aus dem Business-Alltag zeigen wir, wie sich durch einen bewussten Perspektivwechsel neue Optionen eröffnen – und wie Führung bedeutet, genau diesen erweiterten Handlungsspielraum zu erkennen und zu nutzen.
Die zentrale Frage der Folge:
Wie komme ich im Konflikt zurück in den Driver’s Seat?
Die 3-Perspektiven-Übung – Fokus auf Handlungsfähigkeit
Nehmen Sie eine aktuelle Situation aus Ihrem Arbeitsalltag, in der Sie feststecken oder nicht weiterkommen.
Schritt 1 – Eigene Perspektive
Beschreiben Sie die Situation aus Ihrer Sicht.
Was passiert? Was stört Sie? Was wollen Sie erreichen?
Schritt 2 – Perspektive des Gegenübers
Versuchen Sie, die Situation aus Sicht der anderen Person zu beschreiben.
Was könnte für diese Person wichtig sein? Welche Logik steckt dahinter?
Schritt 3 – Handlungsspielraum erweitern
Stellen Sie sich folgende Frage:
Wenn beide Perspektiven gleichzeitig „wahr“ sind – welche neuen Optionen entstehen dann?
Ziel der Übung ist nicht, „recht zu haben“, sondern den eigenen Handlungsspielraum zu vergrößern. Genau dort beginnt Führung.