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Der SIDpodcast

Der SIDpodcast

著者: Matthias Mett
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Der SIDpodcast – echte Gespräche mit Macher:innen aus Stadtwerken, Kommunen und Unternehmen über Digitalisierung, Innovationen und die Energiewende. Wir beleuchten, wie neue Arbeitskulturen und soziale Innovationen Klimaschutz und Transformation vorantreiben und zeigen, wie demokratische Prozesse unter Druck geraten, wenn fossile Narrative die Deutungshoheit übernehmen. Mit Timo Eggers und Matthias Mett im Dialog über technologische Trends, nachhaltige Geschäftsmodelle und konkrete Handlungsoptionen – von smarten Netzen bis Bürgerbeteiligung. Keine Schlagzeilen, sondern Substanz: Storytelling, das Orientierung schafft, Ambivalenz zulässt und zum Mitgestalten einlädt.Super Impact UG マネジメント マネジメント・リーダーシップ 経済学
エピソード
  • Warum Nachhaltigkeit in Stadtwerken plötzlich leiser geworden ist
    2026/07/03
    In den vergangenen Jahren war Nachhaltigkeit in vielen Stadtwerken vor allem durch neue Berichtspflichten geprägt. Doch inzwischen hat sich das Bild verändert. Gemeinsam mit Anna Droste-Heiderich von den Netzwerkpartnern werfen wir einen Blick darauf, warum das Thema heute weniger laut diskutiert wird, welche Rolle CSRD, VSME und die neue Greenwashing-Richtlinie spielen und weshalb Nachhaltigkeit weit mehr ist als ein Bericht.
    Die Folge zeigt, wie sich der Fokus vieler Stadtwerke von regulatorischen Anforderungen hin zu konkreten Strategien, Dekarbonisierung und praktischer Umsetzung verschiebt. Eine ehrliche Bestandsaufnahme darüber, wo kommunale Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit heute wirklich stehen.

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    1 時間 20 分
  • Wie dekarbonisiert man einen der größten Flughäfen Europas?
    2026/06/19
    Hier kommt die sechste Episode der SID-Spezialreihe gemeinsam mit dem House of Energy und m3 Management Consulting.

    Ein Flughafen ist mehr als Start- und Landebahnen. Er ist eine kleine Stadt. Rund um die Uhr betriebsbereit, hochgradig vernetzt, energieintensiv und auf maximale Zuverlässigkeit ausgelegt. Allein der Flughafen Frankfurt verbraucht so viel Strom wie eine mittelgroße deutsche Stadt.

    Doch wie dekarbonisiert man ein solches System, ohne seine Stabilität zu gefährden?

    Darüber sprechen wir mit Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, und Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner, Geschäftsführer des House of Energy.

    Im Mittelpunkt steht die Transformation einer kritischen Infrastruktur, die gleichzeitig funktionieren und sich verändern muss. Fraport verfolgt das Ziel, die eigenen Treibhausgasemissionen bis 2045 auf Netto-Null zu senken. Der Weg dorthin führt über Energieeffizienz, Elektrifizierung, Photovoltaik, Grünstrom und neue Formen des Energiemanagements.

    Gleichzeitig macht das Gespräch deutlich, dass die Verantwortung eines Flughafenbetreibers Grenzen hat. Fraport kann die Infrastruktur am Boden gestalten, Energiebedarfe absichern und Emissionen des eigenen Betriebs reduzieren. Die Dekarbonisierung des eigentlichen Flugverkehrs liegt dagegen maßgeblich bei Airlines, Herstellern, Kraftstoffanbietern und politischen Rahmenbedingungen.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion ist die Frage, wie Innovation unter realen Betriebsbedingungen gelingt. Der Flughafen wird dabei zum Reallabor für neue Technologien, intelligente Ladestrukturen und sektorübergreifende Energiesysteme. Immer wieder zeigt sich dabei ein Spannungsfeld, das viele Transformationsprojekte prägt: Zwischen ambitionierten Zielen und praktischer Umsetzbarkeit liegen oft regulatorische, technische und wirtschaftliche Herausforderungen.

    Die Diskussion macht deutlich: Dekarbonisierung entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen. Sie ist das Ergebnis vieler hundert Entscheidungen, die in einem laufenden System getroffen werden müssen. Der eigentliche Wandel findet dabei nicht in Visionen statt, sondern im täglichen Betrieb.
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    1 時間 20 分
  • Dezentrale Resilienz im Stromsystem
    2026/05/08
    Hier die fünfte Episode der SID-Spezialreihe gemeinsam mit dem House of Energy und m3 Management Consulting.
    Ausgangspunkt dieser Folge ist ein konkreter Vorfall: der Ausfall zentraler Strominfrastruktur in Berlin infolge eines gezielten Angriffs. Der Fall zeigt, wie verwundbar selbst hochentwickelte Stromsysteme sein können und wo die Grenzen klassischer Resilienzansätze liegen.
    Im Gespräch mit Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner und Dr. Christof Spangenberg geht es um die grundlegende Frage: Wie muss ein Stromsystem aufgebaut sein, damit es auch unter gezielten Störungen handlungsfähig bleibt?
    Dabei wird deutlich: Vollständige Sicherheit ist keine realistische Zielgröße. Stromnetze sind offen, komplex und in der Fläche verteilt. Angriffe lassen sich nicht vollständig verhindern. Der Fokus verschiebt sich deshalb von der Vermeidung hin zur Begrenzung von Schäden.
    Ein zentraler Punkt ist die Unterscheidung zwischen struktureller und operativer Resilienz. Während strukturelle Maßnahmen darauf abzielen, große Schadensrisiken im Netzdesign zu reduzieren, geht es operativ um die Fähigkeit, im Störungsfall schnell zu reagieren und Versorgung zumindest teilweise aufrechtzuerhalten.
    Hier kommt ein zweiter Gedanke ins Spiel: die Rolle dezentraler Infrastruktur. Photovoltaik, Batteriespeicher und Elektrofahrzeuge entstehen derzeit im großen Maßstab. Im Normalbetrieb sind sie Teil der Energiewende. Im Krisenfall könnten sie zur Rückfallebene werden, vorausgesetzt, sie lassen sich koordinieren und nutzen.
    Damit verschiebt sich die Diskussion. Weniger Fokus auf immer mehr klassische Absicherung, mehr Aufmerksamkeit für neue Systemlogiken. Technisch ist vieles bereits möglich. Die eigentlichen Herausforderungen liegen in Steuerung, Regulierung und der Frage, unter welchen Bedingungen auf dezentrale Ressourcen zugegriffen werden kann.
    Die Folge macht deutlich: Resilienz ist kein Zustand, sondern ein Abwägungsprozess. Zwischen Kosten, Sicherheit und Komplexität. Und sie entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel von Netzstruktur, dezentralen Ressourcen und neuen Steuerungsmodellen.
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