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Das Byzantinische Reich – Folge 6: Vier bronzene Pferde und ein blinder Doge – Vierter Kreuzzug und Bruch

Das Byzantinische Reich – Folge 6: Vier bronzene Pferde und ein blinder Doge – Vierter Kreuzzug und Bruch

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Im April 1204 stehen Männer auf Gerüsten am Hippodrom von Konstantinopel und lösen vier bronzene Pferde aus ihrer Verankerung. Die Pferde sind über tausend Jahre alt. Sie werden auf Schiffe geladen und nach Venedig gebracht, wo sie auf der Fassade des Markusdoms aufgestellt werden. Sie stehen dort heute noch. Es ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was an diesem Frühlingstag geschieht — die Stadt, die in tausend Jahren keinen feindlichen Soldaten in ihren Mauern gesehen hatte, ist erobert. Nicht von den Arabern. Nicht von den Seldschuken. Sondern von einem Heer christlicher Pilger aus dem Westen.


In dieser Folge erzählen wir, wie es so weit kommen konnte. Wir hören von einem brutalen Kaiser, den die eigenen Bürger in den Straßen erschlugen. Wir folgen einem fast neunzigjährigen blinden Dogen, der mit seinen Galeeren die Geschichte umlenkte. Wir erleben einen Kreuzzug, der nie nach Jerusalem kam, sondern erst eine christliche Stadt für Venedig eroberte und dann die größte Stadt des Christentums plünderte. Und wir hören von dem Reich im Exil, das nach siebenundfünfzig Jahren in eine Hauptstadt zurückkehrte, die nicht mehr ganz dieselbe war.


Eine Folge über Verrat und Heimkehr — über das, was Verbündete einander antun können, und über eine Stadt, die nach dem schlimmsten ihrer Tage immer noch Konstantinopel war.

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