『Bombenanschlag auf dem Saarbrücker Schlossplatz』のカバーアート

Bombenanschlag auf dem Saarbrücker Schlossplatz

Bombenanschlag auf dem Saarbrücker Schlossplatz

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1995 sorgte eine Ausstellung bundesweit für Aufsehen: „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944“ dokumentierte anhand von Fotos und Quellen die Beteiligung der Wehrmacht an Kriegs- und Holocaustverbrechen — und stellte damit die lange gepflegte Erzählung von der „sauberen Wehrmacht“ infrage. Für viele war das ein notwendiger Schritt der historischen Aufarbeitung, für andere eine pauschale Verurteilung der Kriegsgeneration. Die Debatte spaltete Politik und Gesellschaft — auch im Saarland. Als die Ausstellung 1999 nach Saarbrücken kam, eskalierte der Konflikt. In der Nacht zum 9. März detonierte schließlich eine Bombe an der Saarbrücker Volkshochschule, in der die Ausstellung gezeigt wurde. Das Gebäude wurde schwer beschädigt, verletzt wurde niemand. War es das Werk militanter Neonazis? Führt eine Spur zum NSU? Und welche Rolle spielte die aufgeheizte Stimmung jener Wochen? Es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob die viel beschworene deutsche Erinnerungskultur mehr ist als ein politischer Minimalkonsens — und was passiert, wenn dieser Konsens ins Wanken gerät.
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