Was hat unser Smartphone mit dem Schutz von Gorillas zu tun? Mehr, als man denkt. In dieser Folge des Wilhelma-Podcasts sprechen wir über Artenschutz direkt im natürlichen Lebensraum der Tiere – den sogenannten In-situ-Artenschutz.
Zum Einstieg geht es um das Handy-Recyclingprojekt der Wilhelma: Alte Mobiltelefone enthalten wertvolle Rohstoffe, deren Abbau oft Lebensräume von Gorillas zerstört. Durch das Sammeln und Recyceln alter Handys können wichtige Schutzprojekte im zentralafrikanischen Regenwald finanziert werden, etwa für Ranger, Patrouillenposten und Bildungsprojekte in den Gemeinden rund um die Gorilla-Lebensräume.
Außerdem berichtet Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin von seinem Besuch beim Sumatra-Nashorn-Projekt im Way-Kambas-Nationalpark. Von dieser kleinsten Nashornart leben nur noch rund 40 Tiere. In einer gesicherten Zuchtstation mitten im Regenwald werden die letzten Tiere zusammengebracht, um Nachwuchs zu ermöglichen – ein entscheidender Schritt für das Überleben der Art.
Doch das ist nur ein Teil der weltweiten Arbeit:
Die Wilhelma unterstützt unter anderem
weibliche Ranger-Teams in Südafrika, die Nashörner vor Wilderern schützen,
Herdenschutzhunde in Namibia, die Konflikte zwischen Viehhirten und Geparden verhindern,
die Wiederaufforstung von Regenwald auf Borneo, um Lebensraum für Orang-Utans zu schaffen,
sowie Meeresschildkröten-Schutzprogramme in Kenia, die Niststrände sichern und Gelege schützen.
In der Folge sprechen wir auch über das große Ganze:
Was unterscheidet eigentlich die Klimakrise von der Biodiversitätskrise? Und warum hängen beide so eng zusammen?
Eine Folge über globale Verantwortung, konkrete Projekte auf mehreren Kontinenten – und darüber, wie selbst ein altes Handy zum Artenschutz beitragen kann.