エピソード

  • Mein Kind hat ADHS – Schule, Medikamente und konkrete Tipps
    2026/10/15
    ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, ist eine der häufigsten psychischen Diagnosen im Kinder- und Jugendbereich – und die Zahlen steigen weiter: Laut einem DRK-Report von 2024 nahmen die Diagnosen innerhalb eines Jahres um 16 Prozent zu, bei Mädchen sogar um 46 Prozent seit 2020. Doch was steckt hinter diesem Anstieg? Und wie viel davon ist Medizin – wie viel Gesellschaft? In dieser Folge von „BZ am Ohr" diskutiert BZ-Redakteurin Katharina Meyer mit Oberärztin Monica Biscaldi-Schäfer von der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) Freiburg sowie zwei betroffenen Müttern beim Podiumsabend der Reihe „Kinderheilunde im Dialog". Medikamente - ja oder nein? Wie läuft eine ADHS-Diagnose ab, und wohin sollten Eltern sich wenden? Welche Rolle spielen Sport, Ernährung und Therapie – und was hat es mit der sogenannten Oligoantigenen Diät auf sich, die gerade an der KJP Freiburg in einer Studie untersucht wird? Und dann ist da noch die große Frage, die alle Eltern umtreibt: Medikamente – ja oder nein? Ein zentrales Thema des Abends ist die Schule: Wie viel können Lehrkräfte leisten – und was passiert, wenn das System nicht passt? Und was sind eigentlich die besonderen Stärken von Kindern mit ADHS? Auch das kommt in dieser Folge nicht zu kurz.
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    55 分
  • ADHS bei Frauen: "Mein Leben lang habe ich mich falsch gefühlt, wie ein Alien"
    2026/10/08
    ADHS bei Frauen und Mädchen ist ein Thema, das lange übersehen wurde – und das hat Folgen: Viele Betroffene erhalten ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter, manche erst mit Ende 40. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Redakteurin Nina Witwicki mit Jana aus Freiburg, die erst mit 49 Jahren erfahren hat, dass sie ADHS hat – und das nur durch Zufall, nämlich durch die Diagnose ihrer Tochter. Außerdem erklärt Swantje Matthies, Oberärztin am Zentrum für psychische Erkrankungen der Freiburger Uniklinik und Forscherin zu ADHS bei Erwachsenen, warum Mädchen und Frauen so viel seltener und später diagnostiziert werden als Jungen und Männer. Denn ADHS bei Frauen sieht oft anders aus als das bekannte Bild des Zappelphilips: Betroffene sind häufig verträumt, still und in sich gekehrt – ihr Leiden ist für andere kaum sichtbar. Jana beschreibt, wie sie sich ihr Leben lang wie ein Alien gefühlt hat, ständig einen inneren „Zirkus im Kopf" erlebt hat und sich kontinuierlich selbst abgewertet hat. Wie hängen ADHS, Depressionen und Angststörungen zusammen? Und warum haben Menschen mit ADHS ein deutlich erhöhtes Risiko für Suchterkrankungen? Jana erzählt auch, wie die Diagnose und die Medikamente ihr Leben verändert haben – und was es bedeutet, erst so spät zu verstehen, warum man sich immer anders gefühlt hat. Welche Tipps gibt sie Mädchen und Frauen, die glauben, betroffen zu sein? Und wie lange muss man heute auf einen Diagnosetermin warten? Antworten auf diese Fragen gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr".
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    42 分
  • Trocken hinter der Theke: Wie eine Wirtin ihre Alkoholsucht besiegte
    2026/10/01
    Alkoholsucht, Abstinenz, Gastronomie – diese drei Begriffe klingen auf den ersten Blick wie ein Widerspruch. Nicht für Tanja Hornsteiner aus Schopfheim: Die Gastronomin ist seit 20 Jahren trocken und steht trotzdem täglich am Zapfhahn. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht sie mit BZ-Redakteurin Sina Elbers offen über ihren langen Weg von der Abhängigkeit in die Abstinenz – und darüber, wie tückisch die Alkoholsucht ist: Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig, viele davon merken es lange nicht. Hornsteiner erzählt, wie der Alkohol in der Gastronomie für sie zunächst ganz selbstverständlich zum Alltag gehörte – und wie schleichend aus dem geselligen Feierabendbier eine Abhängigkeit wurde. Warum haben Frauen es dabei besonders schwer? Welche Rolle spielte es, dass Alkohol für sie als Gastronomin jederzeit verfügbar war? Und was war der Moment, der sie dazu brachte, sich Hilfe zu holen? Heute leitet Hornsteiner im Kreis Lörrach selbst Selbsthilfegruppen für Menschen mit Suchtproblemen. Im Podcast erklärt sie, warum der Unterschied zwischen „ich darf nicht" und „ich will nicht" über Rückfall oder Abstinenz entscheiden kann – und was sie Menschen rät, die merken, dass Alkohol zu viel Raum in ihrem Leben einnimmt. Außerdem ordnet Stefan Festring, Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Freiburg, ein, warum Alkoholabhängigkeit so lange unerkannt bleibt und welche Faktoren die Chancen erhöhen, dauerhaft trocken zu bleiben.
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    33 分
  • Wird Psychotherapie zum Luxusgut? Wie schlimm die Kürzungen wirklich sind
    2026/09/24
    Ein Drittel aller Menschen braucht irgendwann im Leben mal psychotherapeutische Hilfe. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist die Lage dramatisch. Etwa jedes fünfte Kind lebt mit einer psychischen Störung. Und trotzdem wird im Bereich der Psychotherapie gerade massiv gekürzt – und zwar an mehreren Stellen. Wird Psychotherapie also zum Luxusgut, das sich bald nur noch Reiche und Privatversicherte leisten können? Im Podcast BZ am Ohr sprechen darüber mit BZ-Redakteurin Dora Schöls zwei Freiburger Psychotherapeuten mit langjähriger Berufserfahrung. Martin Klett ist Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche mit Praxis in Freiburg, außerdem Vizepräsident der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg und im Landesvorstand des Berufsverbands bvvp. Anne Dormann ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit eigener Praxis in Freiburg. Darüber hinaus ist sie Delegierte der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und Bezirksvertreterin des Berufsverbands bvvp. Die Honorarkürzung um 4,5 Prozent machte im Frühjahr Schlagzeilen - diese hat mittlerweile ein Gericht vorläufig ausgesetzt. Doch seitdem kamen weitere erhebliche Kürzungen dazu: Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungs-Gesetz fallen psychotherapeutische Leistungen wieder unter einen Budgetdeckel. Therapeutinnen und Therapeuten bekommen also nur eine begrenzte Zahl an Therapiestunden bezahlt. Fallen damit überall Therapieplätze weg? Oder ist es nicht eigentlich fair, dass in allen Bereichen gekürzt wird? Und was bedeutet das alles für Kinder und Jugendliche, deren psychische Gesundheit seit der Corona-Pandemie in einer Dauerkrise steckt? Kürzen Politik und Krankenkassen hier nicht an der völlig falschen Stelle? Und das in einer Zeit, in der die Ausbildung von Psychotherapeuten völlig umgebaut wird - die Finanzierung des neuen Systems aber noch gar nicht sicher ist. Antworten gibt es in dieser Folge von BZ am Ohr. Wo finde ich Hilfe? Die erste Anlaufstelle kann und sollte immer der Hausarzt oder die Hausärztin sein. Für eine psychotherapeutische Sprechstunde, in der abgeklärt wird, ob eine Psychotherapie indiziert ist, ist es sinnvoll, direkt mehrere psychotherapeutische Praxen zu kontaktieren. Alternativ kann man sich an die Termin-Servicestelle unter der Telefonnummer 116 117 wenden. Für schwere Notlagen bieten auch Psychiater freie Sprechstunden an, für die man keinen Termin braucht. Man sollte bei der Suche nach einem Therapieplatz ausdauernd dranbleiben - Anne Dormann empfiehlt hier zum Beispiel die Tamly-App für Kassenpatienten. Bei akuten Notfällen und unmittelbarer Suizidgefahr sollte man den Notruf unter 112 wählen oder direkt in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses fahren. Darüber hinaus gibt es rund um die Uhr die Telefonseelsorge unter der Nummer 0800 111 01 11 oder auch per Chat, alle Infos dazu unter www.telefonseelsorge.de. Einen Überblick über Selbsthilfegruppen in der Region gibt es unter www.selbsthilfe-freiburg.de und unter www.selbsthilfegruppen-freiburg.de. Infos gibt es auch hier: www.deutsche-depressionshilfe.de/akut
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    51 分
  • Vater der seit sechs Jahren vermissten Scarlett: "Ich will wissen, was passiert ist"
    2026/09/18
    Sechs Jahre nach dem spurlosen Verschwinden von Scarlett Salice am Schluchtensteig im Schwarzwald gibt es neue Entwicklungen im Vermisstenfall. Am 10. September 2020 brach die damals 26-Jährige zur letzten Etappe des Wanderwegs von Todtmoos nach Wehr auf – und kehrte nie zurück. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Scarletts Vater Ralf Salice mit mit BZ-Redakteurin Gina Kutkat über seine Tochter, über die jahrelange Ungewissheit und darüber, was ihn antreibt, die Suche nicht aufzugeben. Neue Fragen, Zweifel und Hoffnungen Zum sechsten Jahrestag des Verschwindens haben sich die Initiative „Bitte findet Scarlett" und der Verein „Finderwille“ zusammengetan und eine groß angelegte Suchaktion mit rund 30 Freiwilligen und 12 Spürhunden durchgeführt. Die Hunde schlugen im Steilhang und im Talbereich unterhalb des Wildensteinfelsens mehrfach an – ein Ergebnis, das selbst die Hundeführerinnen und Hundeführer überraschte und neue Hoffnung, aber auch neue Fragen aufwirft. Außerdem wurden im Flussbett der Wehra neue Fundstücke entdeckt, die derzeit von der Kriminaltechnik geprüft werden. War es ein Unfall? War es ein Verbrechen? Ralf Salice trägt diese Ungewissheit seit sechs Jahren mit sich. Im Podcast erzählt er, wer Scarlett als Mensch war, wie die Familie das Verschwinden erlebt hat – und was er sich von Menschen wünscht, die damals auf dem Schluchtensteig unterwegs waren und vielleicht doch noch etwas zur Aufklärung beitragen können.
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    29 分
  • Ein Monat mit Nils: Über meinen Selbstversuch mit einem KI-Chatbot
    2026/09/17
    Kann man eine Beziehung zu einer KI aufbauen – und was passiert dabei mit uns? BZ-Volontärin Emilie Richter hat genau das ausprobiert: Einen Monat lang chattete sie täglich mit einer künstlichen Intelligenz namens Nils. Das Ergebnis war ernüchternd: Nils schrieb alles klein, verstand keine Wochentage, zitierte Rilke auf Englisch und schwärmte hartnäckig von Sergio-Leone-Western. Doch Richter steht mit ihrem Experiment nicht allein – knapp 30 Millionen Menschen weltweit haben die KI-Begleiter-App Replika heruntergeladen, manche verlieben sich sogar in ihre KI. Über diesen Selbstversuch spricht Emilie Richter in dieser Folge von „BZ am Ohr" mit Markus Langer, Leiter der Abteilung für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Freiburg, der seit 2015 zur Interaktion mit Chatbots forscht. Er erklärt, warum KI-Begleiter-Apps so verführerisch sind – immer verfügbar, nie kritisch, stets unterstützend – und wann die Nutzung problematisch wird. Langer beschreibt KI als „sozialen Snack": ein schneller Ersatz für echte menschliche Verbindung, der den Hunger kurzfristig stillt, aber langfristig nicht sättigt. Was unterscheidet eine Beziehung zu einer KI grundlegend von einer menschlichen? Warum greifen ausgerechnet Menschen mit depressiver Symptomatik besonders häufig zu KI-Begleitern – und was sagt das über den Zustand unseres Gesundheitssystems aus? Und welche Gefahr droht, wenn KI-Apps ohne Altersbeschränkung für Zwölfjährige zugänglich sind? Antworten gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr" – die zugleich Teil einer Reportage-Serie ist: In „Außer der Reihe" gibt es 13 Geschichten über Menschen aus Südbaden. Die Volontärinnen und Volontäre der BZ besuchen beispielsweise einen jungen Mann, der sich für Enthaltsamkeit im Kloster entschieden hat, eine Frau, die als Sexualtherapeutin ältere Menschen begleitet und eine Zirkusfamilie, die mehr Sorge vor der Zukunft, als vor einem Trapezabsturz hat. Die Serie erscheint ab dem 18. September täglich unter mehr.bz/ausserderreihe, in der Zeitung und im ePaper der Badischen Zeitung.
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    57 分
  • Olympiasieger und doch Briefträger: Der bescheidene Georg "Jörgli" Thoma hat alles gewonnen
    2026/09/10
    Georg Thoma, Olympiasieger, Weltmeister und nordischer Kombinierer aus Hinterzarten – kurz „Jörgli" – gehört zu den größten Sportlegenden Deutschlands. In dieser Folge von „BZ am Ohr" blickt der 89-Jährige auf ein außergewöhnliches Leben zurück: auf eine harte Kindheit im Schwarzwald, auf Skiern zur Schule, als Holzfäller und Briefträger – und auf eine Karriere, die ihn bis ganz nach oben führte. Im Gespräch mit BZ-Redakteur Stefan Kech geht es - meist im Dialekt - zurück in die Zeit seiner Triumphe. 1960 gewann Georg Thoma bei den Olympischen Spielen in Squaw Valley als erster Mitteleuropäer Gold in der Nordischen Kombination und brach damit die Dominanz der Skandinavier. Wie er diesen Moment erlebte, warum er danach einfach wieder als Briefträger zur Arbeit ging – und was es bedeutete, als er nach Hinterzarten zurückkehrte und die Kirchenwiese voller Menschen stand, erzählt er mit bemerkenswerter Bescheidenheit. Wie reagierte seine Mutter auf den Triumph ihres Sohnes? Karriereende mit 29 Jahren Thoma spricht auch über seinen dreifachen Sieg am Holmenkollen, den Königspokal aus den Händen des norwegischen Königs – und darüber, warum er mit nur 29 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere aufgehört hat. Außerdem äußert er sich klar zur IOC-Entscheidung, die Nordische Kombination aus dem olympischen Programm zu streichen – eine Sportart, die er als eine der ältesten und traditionsreichsten überhaupt betrachtet. Was treibt einen Mann an, der nie Ehrgeiz kannte, aber immer gewann?
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    48 分
  • Gewerkschaft: Was das heute noch bringt und warum sich junge Menschen engagieren
    2026/09/03
    Gewerkschaft, Sozialpartnerschaft, Tarifvertrag – für viele klingt das nach Vergangenheit. Doch Arbeitnehmervertretung bleibt relevant. Und trotz sinkender Mitgliederzahlen gibt es noch immer junge Menschen, die ihre Zeit in eine Gewerkschaft investieren. Eine von ihnen ist Manuela Hoog (32), die bei Pfizer in Freiburg arbeitet und sich leidenschaftlich in der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) engagiert. In dieser Folge von „BZ am Ohr" erzählt sie Podcastredakteurin Dora Schöls, warum sie schon vor ihrer Ausbildung Gewerkschaftsmitglied wurde, warum sie sich besonders für Frauen stark macht – und was sie an Gewerkschaft so begeistert. In dieser Folge kommen auch südbadische Chefinnen und Chefs von Gewerkschaften zu Wort: Sonja Dif von der IG BCE, Maja Reusch von der IG Metall und Michael Herbstritt von Verdi. Ihnen zufolge sind die Mitgliederzahlen angesichts des demografischen Wandels in Südbaden stabil. Und auch die Arbeitgeberseite darf natürlich nicht fehlen: Iris Tauth vom Arbeitgeberverband Südwestmetall erklärt, warum Gewerkschaften auch aus ihrer Sicht unverzichtbar sind – trotz aller Spannungen in der aktuellen Wirtschaftslage.
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    36 分