Femizid, Stalking, Behördenversagen: Am 6. Juli 2026 wurde Kateryna S., eine 36-jährige Ukrainerin, in der Offenburger Händelstraße von ihrem Stalker erschossen. Die Frau, die aus Charkiw geflohen war, ihren an Krebs verstorbenen Mann verloren hatte und sich in Offenburg ein neues Leben aufgebaut hatte – als Theaterpädagogin, als Verlobte, als Mutter eines 14-jährigen Sohnes – wurde mitten aus diesem Leben gerissen. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Gina Kutkat mit BZ-Politikredakteur Michael Saurer, der den Fall eng begleitet hat, und mit Lokalredakteur Sven Meyer, der am Tatmorgen vor Ort war. Außerdem kommt der Verlobte von Kateryna S. zu Wort: André R. hat der BZ Sprachnachrichten zukommen lassen. Warum haben die Behörden so gehandelt? Kateryna S. hatte alles richtig gemacht: Sie protokollierte die Übergriffe ihres Stalkers lückenlos, erstattete dreimal Anzeige, rief mehrfach die Polizei – und wurde trotzdem nicht geschützt. In mehreren akuten Notsituationen erklärte die Polizei, keine Kapazitäten zu haben und keinen Streifenwagen schicken zu können. Ein Strafverfahren gegen den Täter wurde im November 2025 gegen eine Geldauflage eingestellt. Warum haben die Behörden so gehandelt? Und was sagt die Polizei heute dazu? Parallelen zu Femizid an Psychotherapeutin im Februar 2025 Der Fall hat erschreckende Parallelen zu einem weiteren Femizid in Offenburg: Im Februar 2025 wurde dort eine Psychotherapeutin von ihrem Stalker getötet – auch damals wussten die Behörden von der Bedrohung. Die BZ hat den Innenausschuss des Landtags Baden-Württemberg eingeschaltet – eine parlamentarische Anfrage an den Innenminister ist in Vorbereitung. Was muss sich ändern, damit Frauen in solchen Situationen besser geschützt werden? Antworten gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr".
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