Europa befindet sich in einer Phase tiefgreifender sicherheitspolitischer Umbrüche. Der Krieg in der Ukraine, die anhaltenden Debatten über Europas strategische Autonomie sowie die wachsenden Spannungen im transatlantischen Verhältnis verändern die Grundlagen der bisherigen Sicherheitsordnung. Die USA ziehen sich schrittweise aus ihrer Rolle als Sicherheitsgarant Europas zurück, reduzieren Truppen und setzen stärker auf andere Regionen wie den Indopazifik. Gleichzeitig wächst der Druck auf Europa, eigenständiger zu handeln. Die Ukraine spielt dabei eine Schlüsselrolle: Ohne ihre Verteidigungsfähigkeit ist europäische Sicherheit kaum denkbar. Gleichzeitig bleibt ihr Weg in EU und NATO offen, aber unsicher. Die Beitrittsverhandlungen laufen, doch das Ringen um Reformen, politische Risiken und offene Sicherheitsfragen zeigen, wie komplex dieser Prozess ist. Wie tragfähig ist die transatlantische Partnerschaft noch und welche Rolle sollte Deutschland künftig in der internationalen Sicherheitspolitik übernehmen? Welchen Stellenwert nimmt die Schwarzmeerregion für die europäische Sicherheitsarchitektur ein? Kann die EU-Integration der Ukraine beschleunigt werden, ohne den Prozess zu überfordern? Über diese und weitere Fragen sprechen wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie ist die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung., Bundesministerin a. D., Ministerpräsidentin a. D., ehem. Vorsitzende der CDU Deutschlands.
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