エピソード

  • Europas politische Mitte unter Druck – zwischen Machtverlust, Populismus und neuer Verantwortung
    2026/04/27
    Die politische Mitte in Europa steht unter wachsendem Druck. Veränderte Mehrheitsverhältnisse, zunehmende Wählerbewegungen und erstarkende politische Ränder fordern das Gleichgewicht heraus. Was lange als verlässlicher Stabilitätsanker galt, verliert an Bindekraft. Insbesondere Mitte-Rechts-Parteien sehen sich dabei mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert: Sie müssen integrativ wirken und zugleich klare politische Positionen vertreten. Nationale Interessen gewinnen an Gewicht, während die Koordination innerhalb der politischen Mitte komplexer wird. Parallel dazu nimmt der Einfluss rechtspopulistischer Kräfte zu – und mit ihm die strategische Frage, ob Abgrenzung oder Einbindung der zielführendere Umgang ist. Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne Folgen: Sie betreffen die politische Handlungsfähigkeit der Europäischen Union ebenso wie Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in politische Institutionen. Vor diesem Hintergrund stellen sich zentrale Fragen: Verändert der Rechtsruck in Europa die Agenda der EU? Wie belastbar ist die politische Mitte aktuell? Und welche Strategien sind im Umgang mit populistischen Akteuren tatsächlich wirksam? Darüber spricht Magdalena Falkner mit Klaus Welle, Vorsitzender des Akademischen Rats des Wilfried Martens Centre for European Studies und ehemaliger Generalsekretär des Europäischen Parlaments.
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    27 分
  • Zwischen Eskalation und Kontrolle – Wohin steuert der Konflikt mit dem Iran?
    2026/04/07
    Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat eine neue Eskalationsstufe erreicht – militärisch, politisch und wirtschaftlich. Im Zentrum steht nicht nur die Frage nach Zielen und Strategien, sondern auch eine der sensibelsten Regionen der Welt: die Straße von Hormus, ein Schlüsselpunkt für den globalen Energiehandel. Wie klar sind die strategischen Ziele der beteiligten Akteure? Wie wirksam sind die militärischen Angriffe tatsächlich? Und welche Risiken ergeben sich daraus für die Region – und für Europa? Darüber sprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit dem Nahost-Experten Dr. Thomas Volk, Leiter der Abteilung Naher Osten und Nordafrika der Konrad-Adenauer-Stiftung.
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    25 分
  • Konflikt & Kontrolle: Dschihadisten, Militärregime und internationale Interessen im Sahel
    2026/03/30
    Der Sahel steht an einem geopolitischen Wendepunkt: Militärregime festigen ihre Macht, neue Allianzen entstehen – und internationale Akteure wie die USA, Russland, die Türkei und die Golfstaaten bauen ihren Einfluss gezielt aus. Während sich einige Staaten vom Westen abwenden, verschieben sich die Kräfteverhältnisse in einer ohnehin fragilen Region spürbar. Die Region gilt inzwischen als globales Epizentrum des Terrorismus. Mehr als die Hälfte aller terrorbedingten Todesfälle weltweit entfällt auf den Sahel. Terrororganisationen breiten sich weiter aus – und bedrohen zunehmend auch die stabileren Küstenländer Westafrikas. Gleichzeitig wachsen die strukturellen Spannungen: In den fünf Kern-Sahelländern Burkina Faso, Tschad, Mali, Niger und Mauretanien leben heute rund 100 Millionen Menschen, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 17,7 Jahren, die Geburtenrate bei fünf bis sieben Kindern pro Frau. Mali, Niger und Burkina Faso rücken enger zusammen und bauen eine gemeinsame Militärallianz auf. Was bedeutet diese neue Allianz für die Sicherheit im Sahel? Welche Interessen verfolgen externe Akteure – und welche Folgen hat das für die Region und Europa? Darüber spricht Magdalena Falkner mit Ulf Laessing, Leiter des Regionalprogramms Sahel der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz in Bamako.
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    22 分
  • Drohnen, KI und Zeitenwende – Ulrike Franke über die Zukunft der Kriegsführung
    2026/03/13
    Der Krieg in der Ukraine verändert nicht nur die europäische Sicherheitsordnung – er zeigt auch, wie sich Kriegsführung technologisch wandelt. Drohnen gehören inzwischen zu den wichtigsten Instrumenten moderner Konflikte. Gleichzeitig gewinnen Datenanalyse und künstliche Intelligenz zunehmend an militärischer Bedeutung. Viele Militärstrategen sprechen deshalb von einer neuen Phase der Kriegsführung, in der technologische Innovation über strategische Vorteile entscheiden kann. Welche Rolle spielen Drohnen und KI bereits heute auf dem Gefechtsfeld und darüber hinaus? Und wie positionieren sich Europa und Deutschland in einem technologischen Wettbewerb, der zunehmend auch geopolitisch geprägt ist? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Ulrike Franke, Senior Policy Fellow beim European Council on Foreign Relations.
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    30 分
  • Im Fadenkreuz: Wie die baltischen Staaten mit Russlands Druck leben
    2026/02/27
    Während in vielen Teilen Europas noch über die Bedrohung unserer Sicherheit diskutiert wird, ist sie in den baltischen Staaten längst Alltag – im Schichtbetrieb. Im NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence in Tallinn flimmern rund um die Uhr die Bildschirme. Patrouillen sichern Umspannwerke, Leitstellen überwachen sensible Netzknoten. Hybride Angriffe, Sabotageakte und Desinformationskampagnen gehören in Estland, Lettland und Litauen zur sicherheitspolitischen Realität. Die Verteidigungsminister der drei Staaten sind sich einig: In einer gemeinsamen Erklärung betonen sie, dass angesichts der aktuellen Sicherheitslage 5 % des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung notwendig sind – ursprünglich ist dies eine Forderung von Trump, seit Juni 2025 ist es auch auf NATO-Ebene als langfristiges Ziel vereinbart. Die Bundesregierung betont mittlerweile unmissverständlich: „Die Sicherheit der baltischen Staaten ist auch unsere Sicherheit.“ Dieser Satz verdeutlicht, wie sehr die Ostseeregion zu einem geopolitischen Brennpunkt geworden ist – geprägt von russischem Druck unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Angriffs. Doch was bedeutet diese Bedrohungslage konkret für den Alltag der Menschen? Wie verwundbar sind kritische Infrastrukturen? Und was kann Deutschland vom baltischen Umgang mit Cyberabwehr, Reserve und Resilienz lernen? Darüber sprechen wir mit Oliver Morwinsky, Leiter des Auslandsbüros Baltische Staaten der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz in Riga. Wer wissen möchte, wie sich Sicherheit anfühlt, wenn sie kein abstrakter Begriff ist, sondern Teil des täglichen Lebens, sollte diese Folge nicht verpassen.
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    30 分
  • Wahl mit Signalwirkung: Rechtspopulismus gewinnt in Costa Rica
    2026/02/18
    Costa Rica galt lange als demokratische Ausnahme in Mittelamerika, bis die Wahl von Rodrigo Chaves 2022 einen politischen Bruch markierte. 2026 bestätigt sich dieser Trend: Laura Fernández gewinnt mit 48 Prozent im ersten Wahlgang und sichert ihrer Bewegung die Parlamentsmehrheit. Wie stabil sind die politischen Institutionen des Landes heute? Welche Rolle spielen Sicherheit, Drogenrouten und Geopolitik? Und warum betrifft diese Wahl auch Europa? Darüber sprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts mit Michaela Braun, Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in San José, Costa Rica.
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    29 分
  • Eis, Macht, Militär – Warum Grönland plötzlich so wichtig ist
    2026/01/27
    „Wir brauchen Grönland!“ Mit diesem Satz hat Donald Trump eine Debatte ausgelöst, die weit über die arktische Insel hinausgeht. Grönland ist die größte Insel der Welt. Sechsmal so groß wie Deutschland. Und doch leben dort nur rund 56.000 Menschen. Achtzig Prozent der Fläche sind von Eis bedeckt. Lange galt Grönland als Rand der Welt. Heute steht es im Zentrum globaler Machtpolitik. Denn mit dem schmelzenden Eis öffnen sich neue Schifffahrtsrouten und Rohstoffe werden zugänglich. Seltene Erden, Uran, Öl und Gas rücken in greifbare Nähe. Gleichzeitig gewinnt die Arktis militärisch an Bedeutung – für die USA, für Russland und für China. Donald Trump argumentiert mit dem Thema Sicherheit. Kritiker sagen, dies sei vorgeschoben – es gehe um Kontrolle, Einfluss und Besitz. Europa reagiert alarmiert: Dänemark warnt vor einer Zerreißprobe für die NATO, Deutschland signalisiert Unterstützung und sucht nach Antworten im Bündnisrahmen. Welches Interesse hat Donald Trump wirklich an Grönland? Und was bedeutet all das für Europa, die NATO und die Menschen, die dort leben? Darüber sprechen wir mit Christine Leuchtenmüller, Leiterin des Auslandsbüros Nordische Länder der Konrad-Adenauer-Stiftung in Stockholm.
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    23 分
  • Amerika den Amerikanern? Lateinamerika und die neue US-Sicherheitsstrategie
    2026/01/20
    Die USA richten ihren strategischen Fokus neu aus – und rücken Lateinamerika wieder ins Zentrum ihrer Machtpolitik. Die neue Nationale Sicherheitsstrategie definiert die westliche Hemisphäre als exklusiven Einflussraum und setzt klare Grenzen gegenüber China und Russland. Was bedeutet dieser Kurswechsel für die Region – und für Europa? Darüber sprechen wir in dieser Episode unseres Podcasts mit Henning Suhr. Er leitet das Regionalprogramm Parteiendialog und Demokratie in Lateinamerika der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz in Uruguays Hauptstadt Montevideo und hat jüngst einen Länderbericht zur neuen US-Sicherheitsstrategie verfasst.
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    23 分