Folge 2 · Brücken bauen mit Edgar Salzmann stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Academie Kloster Eberbach Was Sie in dieser Folge erwartet Was verbindet die erste deutsche Mortgage-Backed-Securities-Verbriefung von 1998, ein Kaizen-Buch, Ashok aus London mit „Give me a hug, I can’t have this disharmony” — und ein kleiner Junge, der auf einem überdachten Balkon Dagobert Duck liest, während es regnet? Antwort: Edgar Salzmann. In der zweiten Folge des Kloster-Eberbach-Podcasts empfangen Sebastian Labonte und Lukas Prandzioch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Academie — einen Mann, dessen Lebensfaden ein einziges Wort ist: Brü‐ ckenbau. In beide Richtungen, immer. Zwischen Betriebsrat und Vorstand. Zwischen Retail-Bankern und Investment-Bankern. Zwischen Chinesen, In‐ dern und Deutschen in einem Melting-Pot namens Singapur. Zwischen dem eigenen Ehrgeiz und einem Coach, der sagt: „Konzentrieren Sie sich mal auf Ihren Atem.” Es geht um eine Bank-Karriere zwischen der Deutschen Bank in Singapur 1993, dem Groundbreaking Deal Haus 1998-1 (1,4 Mrd. DM in Jersey ver‐ brieft), den Krisen 1995 (Kobe) und 2008 (Finanzkrise), und einer Rolle als Chief Operating Officer, in der 250–300 Standorte einer Postbank-Finanzbe‐ ratung neu sortiert werden mussten — mit Menschen, nicht gegen sie. Und es geht um einen erwachsenen Mann, der über Peter NG (Chief Invest‐ ment Officer eines der größten Staatsfonds Singapurs, WCCM-Mitmeditie‐ render), Ashok in London und Michael Bord in München erst spät in seinem Leben das entdeckte, was er als Kind längst kannte: Ein Ort, an dem Ruhe entsteht. Bei ihm damals: der Balkon. Heute: das Refektorium des Klosters. „In der Sekunde hattest du mich eigentlich schon.” — Sebastian Labonte über den Moment, in dem Edgar sich beim ersten Vortrag beiläufig als Yoga-Lehrer outete „Ich bin da null missionarisch unterwegs. Das geht aus meiner Sicht immer schief. Die Idee ist doch: Du machst ein Angebot. Und wenn jemand Interesse hat, dann machen wir das. Wenn nicht, ist das auch okay. Vielleicht kommt der ja später nochmal.” — Edgar Salzmann Eine Folge über werteorientierte Führung, die man nicht behauptet, sondern in Restrukturierungsverhandlungen mit dem Betriebsrat lebt. Über Meditati‐ on, die man nicht verzweckt, sondern in die man hineinreift. Und über einen Vater, der 2022 starb — und dessen Sohn erst in dem Moment, als bei der Trauerrede die Stimme brach, ganz verstand, wozu Meditation eigentlich da ist.
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