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#44 Stummes Erbe - Queerfeministische Bestandspflege tabuisierter Räume.

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Wer oder was bleibt in der Architektur und Planung stumm oder wird verstummt? Wer oder was ist in der Architektur und Planung laut? Wer kann etwas erben und besitzen und wer wird davon ausgeschlossen?

In Folge #44 spricht Sophie Stackmann mit Elke Krasny, Julia Nuler und Christian Haid über queerfeministische Perspektiven auf den gebauten Bestand und reflektieren den klassischerweise männlich-dominierten Kanon der Architektur. Es geht außerdem um Herausforderungen und Assoziationen, die mit einer Vielstimmigkeit einhergehen. Ausgangspunkt der Folge ist die Publikation Unvoiced Heritage - Queerfeminist Care for Tabooed Spaces, die open access auf der Website der TU Wien Academic Press verfügbar ist.


Referenzen und Empfehlungen:

  • Caroline Criado-Perez 2020: Unsichtbare Frauen. Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert. btb Verlag, München.
  • Henrike Kohpeiß 2023: Bürgerliche Kälte. Affekt und koloniale Subjektivität. Campus Verlag, Weinheim.
  • Larry Mitchell, Ned Asta 1977: The Faggots & Their Friends Between Revolutions. Nightboat Books, New York.
  • Pipilotti Rist 1995: I Am a Victim of This Song.
  • ⁠Forschung: Stummes Erbe – Queerfeministische Bestandspflege tabuisierter Räume.


Seit Februar 2023 ist Sophie Stackmann Universitätsassistentin für Denkmalpflege und Bauen im Bestand an der TU Wien. Zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin am KDWT der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und 2019–2021 im DFG-Projekt zu Architektur- und Planungskollektiven der DDR. Promotion 2022 zum Integritätsbegriff in den Denkmalwissenschaften (Stipendium der Johannes-Rau-Gesellschaft). Studium der Kunstgeschichte und Denkmalpflege in Bamberg.


Julia Nuler verknüpft in ihrer Praxis als Architektin, Forscherin und Lehrende Fragen zu Raum mit feministische Zugängen. Architekturstudium an der Akademie der bildenden Künste Wien und in Kopenhagen. Mitbegründerin der frauengeführten Büros miss_vdr architektur und Häfele Nuler Architektinnen; mehrere Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Raumgestaltung und Entwerfen. Mitwirkung im queer-feministischen Kollektiv Claiming*Spaces, u. a. „Whose History?“ (AzW, 2022). Aktuell Dissertation zu Halina Skibniewska und deren Verhältnis zu Normen.


Elke Krasny ist Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien. Forschungen, Publikationen und Vorträge zu Care in Architektur und Urbanismus sowie zeitgenössischen kuratorischen/künstlerischen Praxen; Ausstellung „Hands-On Urbanism“ bei der Architekturbiennale Venedig 2012. In Anerkennung ihrer Beiträge zur feministischen Forschung wurde sie 2023 mit dem Gabriele Possanner Staatspreis ausgezeichnet. Mitherausgeberin u. a. von Critical Care. Architecture and Urbanism for a Broken Planet (MIT Press, 2019) , Curating with Care (Routledge, 2023), Feminist Infrastructural Critique (FKW Journal, 2024) sowie Abundance not Capital. The Lively Architecture of Anupama Kundoo (MIT Press, 2025).


Christian Haid ist Soziologe, Architekt, Stadtforscher, Kurator und Lehrender. Forscht im DFG-SFB 1265 „Re-Figuration von Räumen“ an der TU Berlin; Mitgründer von POLIGONAL, einer in Berlin ansässigen Praxis an der Schnittstelle von Stadtforschung, kultureller Produktion und Gestaltung. Schwerpunkte: queere Raumpraktiken, urbane Ökologien, Übersetzung raum- und sozialtheoretischer Ansätze in Planung. Haid entwickelt interdisziplinärer Methoden (Storytelling, Oral History, Sound, Mapping, spekulative Ansätze) und publiziert zu informellen Urbanismen, Storytelling als räumlicher Praxis und queeren Räumen. Projekte wie Constellations untersuchen Aktivierung marginalisierte Raumgeschichten als Gestaltungswissen sowie Entwicklung kollektiver Zukünfte jenseits normativer Raumordnungen.


Credits Folge #44

Konzept und Moderation: Sophie Stackmann
Aufnahme, Audio und Schnitt: Larissa Benk

ZUKUNFT STADT Podcast Produktion: Lukas Bast, Larissa Benk, Lisa-Marie Kramer, Lena Hohenkamp, Madlyn Miessgang, Nico Schleicher
Intro Musik: Jakob Kotal

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