#39 Hinter dem Ego-Tunnel - Teil 1 - Prof. Thomas Metzinger im Gespräch
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„Selbstmodelle, Bewusstsein und die Zukunft künstlicher Subjektivität“ – Zoomposium mit Thomas Metzinger Teil 1
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00:00 Intro
01:42 Vorstellung
02:45 Selbstmodell und Ego-Tunnel
08:58 Kritik aus der Philosophie am Ego-Tunnel
12:06 Erfahrungen beim Publizieren des Ego-Tunnels
14:32 Die Ego-Tunnel-Metapher
18:03 Selbstmodell in der Evolution
22:20 Karl Friston und Whole-System-Modells
25:54 Warum ein phänomenales Modell in der Evolution?
32:13 MPE - Minimalmodellerklärung für Bewusstsein
39:30 "Reduktionismus" als "Faschismus" in öffentlichen Diskussionen
43:21 Realismusbegriff und Ding an sich
46:58 Empirie und wissenschaftliche Methode
50:09 Sprachliche Probleme bei der Beschreibungs des Subjekts
0. Einleitung:
• Können Sie dieses Selbstmodell und seine mögliche Entstehung im Zuge der Evolution näher erläutern?
• Wenn wir dieses Modell aufgrund seiner Transparenz nicht erkennen können, stellt sich unmittelbar die Frage: Wer ist dann das „Wir“? Sie haben dieses Subjektproblem als ein sprachlich erzeugtes Scheinproblem bezeichnet. Können Sie dennoch versuchen, dieses Problem begrifflich aufzulösen?
• Inwiefern erlaubt Ihr Modell ein besseres Verständnis von Qualia?
1. Phänomenologie und Modellbildung
• Welche theoretischen und praktischen Hürden sehen Sie bei der Formalisierung von Phänomenen wie „Awareness ohne Ich“?
• Wo liegen aus Ihrer Sicht die prinzipiellen Grenzen formaler Modelle – und worin unterscheiden sie sich von rein philosophischen Beschreibungen?
• Wie sollten Bewusstseinsforscher:innen mit dem Spannungsverhältnis zwischen subjektiver Erfahrung und objektiven Daten umgehen?
• Halten Sie es für möglich, dass KI auch eine subjektive Erfahrung entwickeln könnte und wir es aber aufgrund der objektiven Datenlage gar nicht mitbekommen würden, da uns eine Theorie zum phänomenalen Bewusstsein nach wie vor fehlt?
2. Computational Phenomenology & Minimal Phenomenal Experience
• Wie würden Sie computational phenomenology möglichst einfach definieren, und warum halten Sie MPE für ein besonders geeignetes Forschungsziel?
• Wenn diese Zustände keine starke Ich-Perspektive, aber eine stabile Bewusstheit aufweisen – was sagt das über die Struktur normalen Bewusstseins aus?
• Welche empirischen Methoden erscheinen Ihnen geeignet, um MPE-Phänomene systematisch zu erfassen und mit formalen Modellen zu verbinden?
3. Artificial Consciousness & Synthetic Phenomenology
• Was verstehen Sie unter synthetic phenomenology, und warum halten Sie dieses Forschungsfeld für besonders risikobehaftet?
• Weshalb gehört das Risiko künstlichen Leidens Ihrer Ansicht nach bereits heute in die ethische Debatte – und nicht erst in eine ferne Zukunft?
• Welche Arten künstlicher Systeme sollten besonders kritisch betrachtet oder möglicherweise vorerst nicht erforscht werden?
4. KI-Ethik, Bewusstsein und Leiden
• Können Sie diesen Unterschied für Nicht-Spezialist:innen erläutern und erklären, warum er für die ethische Bewertung von KI so relevant ist?
• Unter welchen Bedingungen – wenn überhaupt – würden Sie davon sprechen, dass eine Maschine „Leid“ erlebt?
• Welche rechtlichen, technischen oder regulatorischen Konsequenzen hätte eine solche Zuschreibung?