『#156 Wie mein Umfeld auf meine Trauer reagierte: 6 Arten der Anteilnahme』のカバーアート

#156 Wie mein Umfeld auf meine Trauer reagierte: 6 Arten der Anteilnahme

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„Für sie war es halt eine gute Tat und abends gingen sie heim, alles gut. Und bei mir war nichts gut." Nach dem Mord an meiner Schwester Larissa war für mich das Anstrengendste oft gar nicht die eigene Trauer – sondern das, was von außen kam: die riesige Anteilnahme am Anfang, in der ich gar nicht aufnahmefähig war, dann die gut gemeinten Ratschläge, die Neugier fremder Menschen auf der Straße, die Freunde, die plötzlich weg waren, und schließlich die Stille, als meine Trauer erst richtig begann. In dieser Folge sortiere ich diese Erfahrungen in Wellen und erzähle sehr offen, wie sich das damals angefühlt hat – und was mein Körper mir dabei signalisiert hat, lange bevor ich es in Worte fassen konnte. Damals bin ich anfangs einfach nur noch spazieren gegangen, weg von den Menschenmassen, weil mein Körper Abstand gebraucht hat – heute weiß ich, dass genau das ein SeelenSport-Impuls war. Und ich erzähle auch von den Dagebliebenen: von den wenigen, die geblieben sind und mit denen ich bis heute über Larissa reden kann. Wenn du dich gerade zu viel fühlst für dein Umfeld: Es liegt nicht an dir. ✅ Die Anteilnahme folgt oft einer Kurve – sie ist am größten im Schock und verblasst genau dann, wenn die Trauer erst richtig anfängt. ✅ Floskeln, Neugier und Ghosting kommen meist nicht aus Bosheit, sondern aus Überforderung – trotzdem darfst du dich abgrenzen. ✅ Was wirklich hilft, sind Menschen, die bleiben und aushalten – und ein Umfeld, in dem du deine Geschichte auch zum hundertsten Mal erzählen darfst.
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