027 Drohnenbrütigkeit erkennen: wenn das Volk seine Königin verliert
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In dieser Folge des Honigraum-Podcasts erklärt Markus Habermehl die Drohnenbrütigkeit im
Bienenvolk: woran du sie am Brutbild erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und welche Wege
dir bleiben, ein drohnenbrütiges Volk zu retten oder aufzulösen. Gerade für Anfänger ist das Bild
schwer einzuordnen, und in der Praxis wird es schnell zum Problem.
Was Drohnenbrütigkeit bedeutet
Ein drohnenbrütiges Volk legt nur noch unbefruchtete Eier, aus denen ausschließlich Drohnen
werden. Markus nennt zwei Hauptursachen: eierlegende Arbeiterinnen, die sogenannten
Drohnenmütterchen, oder eine Königin, die schlecht begattet wurde oder deren Spermavorrat
aufgebraucht ist. Ohne befruchtete Eier fehlt dem Volk der Nachwuchs an Arbeiterinnen.
So erkennst du es am Brutbild
Die typischen Zeichen: bucklige Zelldeckel, Drohnenbrut mitten auf den Arbeiterwaben, mehrere Eier
pro Zelle, Eier an den Zellwänden und ein unruhiges, weiselloses Verhalten des Volkes. Wer diese
Hinweise zusammen sieht, hat es sehr wahrscheinlich mit Drohnenbrütigkeit zu tun.
Ursache Drohnenmütterchen oder Königin
Bei der Behandlung bleibt Markus nüchtern. Ein Volk mit Drohnenmütterchen ist meist schwer zu
retten, weil eine zugesetzte Königin oft abgestochen wird. Liegt es dagegen an einer drohnenbrütigen
Königin, muss die alte Königin entfernt werden, danach lässt sich das Volk mit einer neuen Königin
oder einer Weiselzelle wieder aufbauen.
Abfegen oder vereinigen
Als praktische Maßnahmen beschreibt Markus das Abfegen und die Vereinigung mit einem
gesunden, weiselrichtigen Volk. Die Vereinigung ist oft die klügere Lösung: Sie senkt den Aufwand
und das Risiko, eine neue Königin wieder zu verlieren. Statt Heldentum am kranken Volk zählt hier
die nüchterne Entscheidung.