026 Honig schleudern: die Werkzeuge, die ich wirklich nutze
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In dieser Folge des Honigraum-Podcasts zeigt Markus Habermehl, welche Ausrüstung du zum Honig
schleudern wirklich brauchst und wo Anfänger oft zu viel oder zu teuer einkaufen. Es geht um
Schleudertypen, die Frage eigene oder Vereinsschleuder, das Entdeckeln, das Sieben und das
Abfüllen, und über allem steht die Hygiene.
Tangential- oder Radialschleuder
Markus beginnt bei den zwei wichtigsten Schleudertypen. Die Tangentialschleuder ist günstiger,
braucht aber mehr Handarbeit, weil die Waben gewendet werden müssen. Die Radialschleuder ist
teurer, dafür schneller und bequemer, weil beide Wabenseiten gleichzeitig geschleudert werden.
Dazu kommt die Wahl zwischen Hand- und Motorbetrieb.
Eigene Schleuder oder Vereinsschleuder
Ob sich eine eigene Schleuder lohnt, hängt für Markus an der Menge. Bei wenigen Völkern reicht die
Vereinsschleuder, solange sie sauber zurückgegeben wird. Eine eigene Schleuder lohnt sich eher bei
größeren Mengen oder wenn Termindruck entsteht. Markus berichtet dabei auch von seinen
gebrauchten und älteren Schleuderlösungen.
Entdeckeln und Deckelwachs gewinnen
Beim Entdeckeln nennt Markus Entdeckelungsgabel, Entdeckelungsmesser und
Entdeckelungswanne. Das Deckelwachs sollte gesammelt und möglichst getrennt weiterverarbeitet
werden. Es gibt einfache Selbstbau-Lösungen, und auch Schleuderbeutel können hier helfen.
Sieben, Klären und Abfüllen
Zum Verarbeiten empfiehlt Markus grobe und feine Siebe sowie ein zylindrisches Sieb aus dem
Brauereibedarf. Vor dem Abfüllen zählen Wassergehalt und der richtige Zeitpunkt vor der
Kristallisation. Wer hier sauber arbeitet, spart sich später Ärger im Glas.
Hygiene über allem
Der wichtigste Punkt zum Schluss: Hygiene. Alle Geräte, Gläser und Arbeitsflächen müssen sauber,
trocken und lebensmittelecht sein. Guter Honig entsteht nicht nur an der Schleuder, sondern an jeder
Fläche, die er auf dem Weg ins Glas berührt.