#013 Begegnung mit Juliane – Narbenfotografin mit Herz
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Nichts im Leben ist umsonst. So Julianes Worte.
Die liebe Juliane, Narbenfotografin ihres Zeichens, wartete auf mich. Juliane hatte mit 16 Jahren einen schweren Unfall mit Verbrennungen am ganzen Oberkörper und Brüchen im Gesicht. Man will sich das gar nicht vorstellen. Wie es dazu kam, erzählt sie ausführlich im Podcast. Dass ihre Narben sie zu dem gemacht haben, was sie heute ist, was sie heute macht, dafür ist Juliane im Nachhinein sehr dankbar. Auch wenn es heftig klingt: Nichts im Leben ist umsonst. Es macht uns stärker und lässt uns wachsen. Und so sieht es auch die liebe Juliane.
Bei unserem Shooting habe ich mich nicht auf ihre Narben konzentriert, sondern auf ihre Lebensfreude, auf ihr Sein. Das ist es, was ich mit meinen Fotos zeigen möchte: die Essenz der Person. Jetzt könnte man sagen, dass die Narben auch dazugehören. Ja, sicher. Aber diese heilen auf Dauer nur von innen nach außen. Und das ist es, was dann den Menschen ausmacht.
Aber wir wollen nicht zu viel philosophieren. Was zählte, war das Zwischenmenschliche, der Spaß, die Freude, die Leichtigkeit – das, was sie in ihrem heutigen Leben spürt.
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Wie mein Fotoprojekt „Starke Frauen an der Ostsee“ das Licht der Welt erblickte.
Es war ein ganz gewöhnlicher Zoom-Call – und doch wurde daraus der Anfang von etwas Großem.
Frank, ein Netzwerkkollege aus Flensburg, schwärmte von seiner Heimat an der Ostsee. Ich hörte ihm zu, und plötzlich war sie wieder da: meine Sehnsucht nach Binz, meinem Kraftort auf Rügen. Ich sah mich am Strand stehen, wie immer nach rechts gehend, mich auf meinen Lieblingsfelsen setzen – und einfach nur schauen. Ins Meer. In den Himmel. In mich hinein.
Und dann passierte es. Mitten im Gespräch stieg ein Gefühl in mir auf, das nicht warten konnte. Ich unterbrach Frank und sagte: „Entschuldigung, aber ich muss etwas sagen. Da kommt gerade etwas hoch.“
In diesem Moment wurde mein Fotoprojekt geboren: „Starke Frauen an der Ostsee“ – ohne Plan, ohne Konzept, aber mit einem Herzen voller Klarheit. Ich war überwältigt. Etwas in mir wusste: Das muss raus in die Welt.
Das Fotoprojekt war geboren.
In dem Moment ist das Fotoprojekt mit dem Arbeitstitel „Starke Frauen an der Ostsee“ geboren. Ohne viel Blabla. Ohne viel Hirnschmalz. Eine Art Sturzgeburt, wenn man es so will. Ich war total berührt. In mir hat sich etwas Krasses bewegt. Mir kamen die Tränen.
Ich saß da im Zoom einem Mann gegenüber, dem ich im wahren Leben noch nie begegnet bin, immer nur im Online-Austausch. Und dann sowas. Etwas peinlich, etwas sprachlos, etwas aufgeregt … nicht wissend, was das jetzt werden soll. Frank fand es großartig. Hat mich in dem Moment total gefeiert. Hat mich voll darin bestärkt, das in Angriff zu nehmen.
Links:
www.meine-weibsbilder.de/blog
esther@meine-weibsbilder.de
0172 2039211