§4 Testierfreiheit oder Sittenwidrigkeit: Wo liegt die Grenze?
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Wann wird ein Testament sittenwidrig?
In unserer neuen Folge geht es um eine Frage, die auf den ersten Blick absurd klingt, in der Praxis aber immer wieder Gerichte beschäftigt: Wie weit darf jemand in seinem Testament gehen?
Darf man Enkel nur dann zu Erben einsetzen, wenn sie regelmäßig zu Besuch kommen? Darf ein Vater seinen Sohn enterben, wenn dieser eine bestimmte Person heiratet? Und was passiert, wenn ein Arzt, eine Betreuerin oder eine andere Vertrauensperson plötzlich im Testament bedacht wird?
Im Mittelpunkt stehen aktuelle und besonders anschauliche Fälle rund um sittenwidrige Testamente. Wir sprechen darüber, warum die Testierfreiheit ein hohes Gut ist, weshalb Gerichte nicht einfach jede moralisch fragwürdige Regelung kippen dürfen und wo trotzdem Grenzen erreicht sein können.
Besonders spannend: Wann ist ein Testament vielleicht menschlich schwierig, aber juristisch wirksam? Und wann wird aus dem letzten Willen eine unzulässige „Herrschaft der Toten über die Lebenden“?
Außerdem geht es um die besondere Rolle von Ärzten, Berufsbetreuern und anderen Vertrauenspersonen. Denn selbst wenn eine Erbeinsetzung zivilrechtlich wirksam sein kann, können berufsrechtliche Risiken bestehen.
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