Erlesene Erzählungen, Band 1
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ナレーター:
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Friedrich Frieden
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著者:
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Thomas Mann
Dieses Hörbuch enthält folgende Erzählungen: Unordnung und frühes Leid, Gefallen, Wunderkind, Vision, Luischen, Der Tod, Der Wille zum Glück, Gladius Dei, Ein Glück, Anekdote, Die Hungernden, Wie Jappe und Do Escobar sich prügelten, Das Eisenbahnunglück, Tobias Mindernickel, Gerächt. In der Stilistik Thomas Manns liegt dieses markant-prägnant-charmante Element, das einen sofort in seinen Bann zieht. Man sieht dadurch jede beschriebene Szene sofort bildlich vor dem geistigen Auge Gestalt annehmen und kann die Gefühle und Stimmungen der einzelnen Charaktere sehr gut nachempfinden. Die prosaischen Gemälde, die sich dabei offenbaren, präsentieren sich innerhalb ihrer literarischen Ästhetik mit Herz und Geist und entfalten dabei ihre ganz eigene Stimmung. Von daher ist genüsslicher Hörspaß garantiert! „Unordnung und frühes Leid": Ein Professor für Geschichte, verheiratet, zwei Kinder, Mädchen und Junge, fungiert als Gastgeber einer Abendgesellschaft, zu welcher ein Paar flüchtiger Bekannter geladen ist. Die gesellschaftliche Etikette gebietet ihm provisorische Anwesenheitsmomente, in welchen er obligatorische Schmeicheleien für den festlichen Anlass und seine Kinder wahrnimmt, aber eigentlich schwelgt er die ganze Zeit über in seiner internen Gedankenwelt und versucht sich auf den Studentenunterricht des folgenden Tages zu konzentrieren. Doch dann wird seine Tochter von der ersten großen Krise ihres noch so jungen Lebens heimgesucht und der emotionale Schwerpunkt des Tages darf nicht mit einem Tränenmeer seines geliebten weiblichen Augapfels endigen.... „Gefallen" erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der in starke Verwunderung und Verwirrung darüber gerät, dass eine Schauspielerin, für die er schwärmt, sich nicht abgeneigt zeigt mit einem langweiligen Biedermann wie ihm Zeit zu verbringen und sogar fast eine Art liebevolle Beziehung zu führen, aber alles übermäßig Schöne muss auch mal ein Ende haben. „Wunderkind" führt uns einen neunjährigen Virtuosen auf dem Klavier bei einem seiner Konzerte vor und blickt in die Gedankenwelt einzelner Zuschauer, welche ihren persönlichen Senf dazu zum Besten geben – glücklicherweise behalten die meisten davon ihre Meinungen für sich. „Vision" bildet eine prosaische Skizze ab. In „Luischen" ersinnt eine Ehefrau eine brutal gemeine Bloßstellung ihres Ehemanns, welcher bei einer perfiden Show-Einlage in aller Öffentlichkeit der Lächerlichkeit preisgegeben wird. „Der Tod" bildet die letzten Tage eines Mannes ab, der sich fest vorgenommen hat, seinem Leben am 40. Geburtstag ein Ende zu machen. „Der Wille zum Glück" zeichnet ein Beispiel dafür, dass es manchmal tatsächlich den Anschein macht, als ob ein bestimmter Mensch eine bestimmte Aufgabe in seinem Leben zu verrichten hätte, allerdings mit Erfüllung dieser Aufgabe schreckliche Konsequenzen Hand in Hand gehen. „Gladius Dei" erzählt von einem selbsternannten Tugend- und Kunsttalent, das sich von höheren Mächten dazu berufen fühlt, in einem Szene-Laden Münchens den Betreiber nötigen zu müssen seine ausgestellten Kunstobjekte zu entfernen – da es sich dabei seiner Meinung nach um keine Kunst handelt. „Ein Glück" richtet den Fokus auf einen schamlosen Ehemann, der ohne jede moralische Skrupel seine bessere Hälfte in aller Öffentlichkeit demütigt, bis diese überraschende Unterstützung von unerwarteter Seite erhält. „Anekdote" berichtet von einem treuen und braven Ehemann, dessen Ehefrau von einer so perfiden Schamlosigkeit durchdrungen ist, dass nach etlichen Jahren des ständig größer werdenden Ärgers, Grams und Zorns seine biblische Geduld schließlich reißt und sich seine aufgestaute Wut-Lawine endlich bei passender Gelegenheit explosionsartig Luft verschafft. „Die Hungernden" beschreibt die Welt der intellektuellen Geister, welche ihr Streben und Wirken der Wissenschaft oder der Kunst verschrieben haben und denen der Wunsch nach Alltäglichkeit deshalb verwehrt bleiben muss. „Wie Jappe und Do Escobar sich prügelten" erzählt von ein paar Jugendlichen, bei denen zwei aufgrund einer Lappalie aneinander geraten und beschließen, die Sache in einem fairen Kampf zu regeln. Zeitpunkt und Ort werden festgelegt, Zuschauer geladen – es ist angerichtet. „Das Eisenbahnunglück" ist die Geschichte eines Mannes, der ein eben solches heil überstanden hat. „Tobias Mindernickel" berichtet von einem stillen höflichen Einzelgänger, der die Gemeinheiten, welche ihm von den Mitmenschen seiner unmittelbaren Umgebung angetan werden in der Form kanalisiert, dass er sadistische Triebe entwickelt und diese dann auslebt. In „Gerächt" treffen zwei verwandte Seelen aufeinander, die sich zwischenmenschlich so gut verstehen, dass einer Beziehung oder wenigstens einem erotischen Abenteuer nichts im Wege zu stehen scheint, aber dann kommt alles ganz anders.
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