Der Christ des Ozeans, Ein Traum, Sancta Justitia, Hausdiebstahl, Der kleine Schornsteinfeger.
Erzählungen, Band 5
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ナレーター:
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Friedrich Frieden
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著者:
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Anatole France
概要
Die Schriften der französischen Prosa-Ikone Anatole France wurden zu Beginn des letzten Jahrhunderts vom Vatikan auf den Index verbotener Bücher gesetzt. Ob bei den offiziellen europäischen Gottes-Profis inzwischen ein Umdenken stattgefunden hat, ist zu bezweifeln. Jedenfalls zeugen die Erzählungen des Anatole France von einem großartigen Verständnis der praktischen Welt und einem sehr gutem Verständnis der menschlichen Natur – wahrscheinlich deswegen für den Vatikan unverständlich. „Der Christ des Ozeans" berichtet von einem hölzernen Kruzifix inklusive Jesusportrait, das an die Küste eines französischen Dorfes angeschwemmt wird – sendet Gott ein aktuelles Zeichen? Die Kirche weiß Rat und nutzt die Gunst der Stunde, um ein kostspieliges, nagelneues, mit Diamanten verziertes Kreuzsymbol auf dem Rücken der Bevölkerung zu finanzieren. In „Ein Traum" beschreibt der Ich-Erzähler ein groteskes Szenario, dessen Deutung am Ende einem vertrauten Zuhörer überlassen wird. „Sancta Justitia" erzählt von einem Richter, der intellektuell nicht in der Lage ist, zwischen einer religiösen und strafrechtlichen Übertretung zu differenzieren. Dabei wird aufgezeigt, wie dieser geistige Defekt direkten Einfluss auf dessen Vernehmungsmethoden und Urteilssprüche ausübt und wie die Sprache dabei misshandelt wird, ohne dass sich der Richter dessen bewusst ist. „Hausdiebstahl" handelt von einem Frauengefängnis mit vom Gesetzgeber vorgeschriebenen menschenunwürdigen Verhaltensregeln für die Inhaftierten, bei welchem der Direktor über so viel Einsicht in diese der Praxis untauglichen Rahmenbedingungen besitzt, dass er den Insassinnen Ratschläge gibt, wie diese die sinnlosen Vorschriften ohne Fehlverhalten umgehen können. „Der kleine Schornsteinfeger" erzählt von einem Chefredakteur, der für die Weihnachtsausgabe seiner Zeitschrift eine Gefühlsaffine Geschichte fordert, bei welcher die Großmut der Reichen in Bezug auf deren Spendenfreundlichkeit gegenüber den Armen zu berücksichtigen sei. Dies stößt beim ausgewählten Redakteur auf wenig Verständnis und eine hitzige Debatte über Sinnhaftigkeit und Sinnlosigkeit von Kitsch nimmt ihren amüsanten Verlauf.
©gemeinfrei (P)2026 LILYLA Hörbuch-Editionen