Weniger Praxen, mehr Verantwortung: So verändert sich die Medizin - Andrea Morawe erzählt
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このコンテンツについて
Welche Hürden gibt es im aktuellen Gesundheitswesen, vor allem im ländlichen Raum? Und was muss sich verändern, um Versorgung langfristig sicherzustellen?
Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“.
Wer auf dem Land lebt, kennt es: Man muss längere Strecken hinter sich bringen, um beispielsweise einkaufen gehen zu können. Für den Besuch beim Arzt gilt das gleiche.
Früher gab es in jedem Dorf eine kleine Praxis oder eine Gemeindeschwester – das hat sich aber verändert. Die Anzahl der Praxen nimmt kontinuierlich ab, die Anzahl der älter werdenden Patient:innen nimmt zu.
Die Behandlung und Versorgung werden dadurch nicht schlechter, sie müssen nur anders organisiert werden. Andrea erzählt, welche Anpassungen es gibt und beginnt mit der VERAH (Versorgungsassistentin in der hausärztlichen Praxis). Diese ist in vielen Praxen auf dem Land etabliert, ist extrem spezialisiert und betreut Patient:innen auch außerhalb der Praxis bei Hausbesuchen. Sie übernimmt dabei Wundmanagement, Überprüfung der Medikamenteneinnahme, Blutdruck- und Blutzucker-Messungen. Damit ist sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Praxis und Patient:innen. Besonders für ältere und geriatrische Patient:innen ist das ein enormer Vorteil.
In manchen Praxen machen VERAHs und PCM (Primary Care Manager) auch teamgeführte Infektsprechstunden.
Zusätzlich gibt es digitale Helfer, denn Medizin kann auch zum Teil digital stattfinden. Dies passiert beispielsweise über Videosprechstunden oder über Gesundheits-Apps und DIGAs.
Auch die ePA, die elektronische Patientenakte findet Andrea sehr gut, denn sie sorgt für einen guten Überblick und unterstützt die Kommunikation zwischen Haus- und Fachärzt:innen.
Auch das Telemonitoring für Patient:innen mit Herzinsuffizienz darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben!
Dann gibt es noch digitale Assistenzsysteme. Andrea beispielsweise hat in ihrer Praxis eine Online-Rezeption etabliert. Diese ist eine Entlastung für das Team, denn die dahinterliegende KI nimmt das Telefon ab, sortiert die Anrufe, erkennt Notfälle und gibt die Anliegen strukturiert an das Praxisteam weiter. Das ist somit nicht nur für die Mitarbeitenden von Andrea, sondern auch für die Patient:innen ein echter Mehrwert.
Übrigens sind diese Systeme private Investitionen und werden nicht von den Kassen oder dem Bund unterstützt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die eigene Verantwortung, welche Patient:innen für ihre Gesundheit übernehmen sollten. Zusätzlich zu den Behandlungen, welche durch die Kasse finanziert werden, gibt es ergänzend die IGeL-Leistungen, also die individuellen Gesundheitsleistungen. Diese sind kein Luxusgut, sondern eine sinnvolle Investition in die eigene Vorsorge.
Nicht nur die Praxisinhaber:innen, sondern auch die Patient:innen müssen verstehen, dass sich die Versorgung verändert. Medizin wird immer mehr zur Teamarbeit und benötigt digitale Unterstützung.
Frust und Meckern bringen uns nicht weiter, wir müssen uns drauf einlassen. Nur so können wir die Versorgung auf dem Land sicherstellen.
Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe
Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/
Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen
Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu
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