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Prävention beginnt im Alltag - Dr. Andrea Morawe erklärt

Prävention beginnt im Alltag - Dr. Andrea Morawe erklärt

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このコンテンツについて

Prävention – das ist ein Herzensthema von Dr. Andrea Morawe. Die Hausärztin erklärt in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen, was eigentlich hinter Prävention steckt, was Ärzt:innen darunter verstehen und was sie sich von den Krankenkassen und auch der Politik wünscht, um das Land gesünder zu machen.

Prävention dient dazu, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen oder sie frühzeitig zu erkennen. Das Ziel ist dabei, dass kein erheblicher Schaden bei den Patient:innen entsteht.

Prävention wird dabei in 4 Teile eingeteilt:

Primärprävention: Alles, was vorbeugend gemacht werden kann, bevor es zur Entstehung einer Krankheit kommt, beispielsweise Impfungen, gesunde Ernährung, Bewegung und auch eine Zuckersteuer.

Sekundärprävention: Dazu gehören Screenings wie beispielsweise Krebsvorsorge oder Check ups. Dieser Punkt ist wichtig, wenn eine Krankheit schon eingetreten ist, sie aber frühzeitig erkannt werden soll, sodass man schnell intervenieren kann.

Tertiärprävention: Hierbei sollen Rückfälle oder Folgeerkrankungen vermieden werden. Denn viele Krankheiten ziehen weitere Folgeerkrankungen durch die Erstkrankheit nach sich. Dafür werden Patient:innen in Chronikerprogrammen, sogenannten DMPs (Disease Management Programs) betreut.

Quartärprävention: Dies ist ein Schutz vor Überdiagnostik oder unnötigen, medizinischen Leistungen. Für Patient:innen ist das oft schwierig zu fassen, hierbei hilft die Hausarztpraxis: Was ist überhaupt notwendig?

Andrea hat einen Wunsch an die Politik: Die Zuckersteuer. Dies wäre eine starke Primärprävention auf gesellschaftlicher Ebene und würde gesundes Verhalten leichter machen. In Mexiko und Großbritannien gibt es so etwas bereits, hier müssen Hersteller Abgaben zahlen, wenn sie zu viel Zucker in ein Produkt tun. Dadurch ist in Großbritannien die durchschnittliche Zuckermenge in Softdrinks um 30% gesunken.

In Deutschland setzt die Politik auf freiwillige Selbstverpflichtung, was Andrea für nicht besonders schlau hält. Denn in Deutschland nehmen wir definitiv zu viel Zucker zu uns.

Sie erklärt uns auch noch einiges zu Vorsorgeuntersuchungen: Gesundheits-Check ups, der BhA1c-Test für die Langzeit-Blutzuckerbestimmung, Leberwerte und ein Ultraschall der Bauchorgane. Dies kann alles dabei helfen, einen Einblick über den eigenen Gesundheitszustand, v.a. in Bezug auf Zucker, zu bekommen. Diese Leistungen werden nicht alle von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind somit IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen).

Wichtig für die Patient:innen ist: Diese Untersuchungen sind oft gar nicht so teuer!

Für Andrea sind diese ein Ausdruck davon, dass Patient:innen eigenverantwortlich mit ihrem Körper umgehen.

Vorsorge ist keine Frage der Versicherungsart, sondern einer subjektive Haltung.

Zum Schluss erklärt Andrea noch die 5 Säulen der Primärprävention:

Ernährung (hat einen Einfluss von 80%, wenn man Übergewicht reduzieren möchte)

Bewegung (und damit ist gar kein krasser Sport gemeint, sondern 150 Minuten Bewegung pro Woche)

Mentale Gesundheit (und dabei besonders die Reduktion von negativem Stress)

Gesunder Schlaf

Verantwortung (nicht rauchen, wenig Alkohol, aktuelle Impfungen).


Sie appelliert auch an die Ärzt:innen: Schaut regelmäßig ins Impfbuch der Patient:innen und beratet sie rundum.



Folg Andrea auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/andrea-morawe


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Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen


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